Kategorie: Politik

Sommer 1989, Herbst 2021

Wie sich die dif­fu­sen Gefüh­le gleichen.
Wir haben jeden Tag neue Höchstin­zi­den­zen, mitt­ler­wei­le ster­ben so um die 400 Men­schen jeden Tag an oder mit. Das öffent­li­che Leben kol­la­biert (Zutritt nur für die­se aber nicht für jene, ein sofor­ti­ger und har­ter Lock­down für alle wäre tech­nisch gebo­ten, schö­ne Grü­ße aus China)
Die Inten­siv­sta­tio­nen lau­fen in den Kol­laps, jedes Excel zeigt das. Es fehlt nicht so sehr an Inten­siv­bet­ten als viel­mehr an Inten­siv­pfle­gern, ein gro­ßer Teil die­ser haben die letz­ten Mona­te hin­ge­schmis­sen, vor allem wegen Über­las­tung, weni­ger — aber auch — wegen der Entlohnung.
Der Abfluß von medi­zi­ni­schem Per­so­nal aus der DDR, ins­be­son­de­re gut aus­ge­bil­de­ten Ärz­ten, begann nicht erst mit dem Mau­er­fall, das war weit vor­her. Spä­tes­tens seit den nach­ge­wie­se­nen Fake-Wah­len vom Früh­jahr 1989 wur­de “nega­ti­ven Ele­men­ten” die Aus­rei­se recht leicht gemacht, man woll­te die kri­ti­schen Stim­men los wer­den. Dann die Öff­nung der Gren­ze Ungarn/Österreich. Spä­tes­tens ab Som­mer 1989 ver­fiel die DDR in Ago­nie. Ärz­te und Schwes­tern fehl­ten, aber auch Bus­fah­rer, Ver­käu­fe­rin­nen, Leh­rer… Wirk­lich jeder konn­te sehen und vor allem füh­len: So geht es nicht wei­ter, das führt gera­de­wegs über den Abgrund. Und nur ganz weni­ge hat­ten einen Plan, wie es wei­ter­ge­hen könn­te — und das war nicht die Nomenklatura.
Eine blei­er­ne Zeit, in der jeder jeden Tag neu­en Hor­ror erwar­te­te, gar­niert von einer Täter­rrää-Poli­tik, die nichts sehen wollte.

Und heu­te?
Ähn­lich, oder? Die Wie­lers wei­nen fast vor den Web­cams, weil Wahl­kampf wich­ti­ger war und ist als Dei­ne Paten­tan­te mit der Herz-OP, die muß halt war­ten. Wir haben eine vier­te Wel­le. Drei sind exakt vor­aus­ge­sagt wor­den, mit Vor­schlä­gen, wie man sie ver­hin­dern oder wenigs­tens flat­ten the cur­ve kann.

Die­se Gra­fik von Spie­gel Online sieht nicht nach einer Erfolgs­ge­schich­te aus. Wir sind mitt­ler­wei­le bei über 60.000 Neu­in­fek­tio­nen pro Tag, das ist ziem­lich exakt die Ein­woh­ner­zahl mei­nes Hei­mat­städt­chens. Jeden ein­zel­nen ver­fick­ten Tag, und jeden ein­zel­nen ver­fick­ten Tag steigt die­se Zahl. Wie­vie­le Men­schen dann ster­ben wer­den? Sie­he oben, Excel, das kann man aus­rech­nen. Und nichts kann dage­gen etwas tun, kein sofor­ti­ger Lock­down, kein von den Bäu­men gefal­le­nes hoch­mo­ti­vier­tes medi­zi­ni­sches Per­so­nal in Größenordungen.

Der Drops ist gelutscht. Die Leu­te leben noch, sind aber schon als tot ein­ge­preist. Weih­nachts­märk­te sind offen­zu­hal­ten, panem et cir­cen­ses, äh, Glüh­wein und Auto­scoo­ter. Man will ja wie­der­ge­wählt wer­den, und die Toten kön­nen glück­li­cher­wei­se nicht wählen.

Und ich ste­he am Sei­ten­aus und kom­me aus dem Stau­nen nicht her­aus. Nein, Geschich­te wie­der­holt sich nicht, natür­lich nicht. Und doch: Hät­te man 1989 Excel und nicht nur KP gehabt, man hät­te den Kol­laps berech­nen kön­nen (hät­te nichts am Lauf der Geschich­te geän­dert). Doch so? Noch­mal: Wir stan­den jeden Tag mit offe­nen Mäu­lern da und frag­ten uns: “Wie soll das wei­ter­ge­hen???” Und wir sahen, daß wir in eine Kata­stro­phe laufen.
Sil­ly dazu so:

Und heu­te? Ähn­lich. Wie­ner ver­zwei­felt, Spahn weint bei­na­he, und wir sehen zu, daß wir uns irgend­wie ret­ten. Mein Boos­ter ist auf 6. Janu­ar ter­mi­niert, ich ver­su­che, einen frü­he­ren Ter­min zu bekom­men. Die Kin­der sind alle wenigs­tens dop­pelt, ich glau­be, teils sogar 3‑fach geimpft. Die Enkel gar nichts, da wür­de ich ja beten, hül­fe es.

Ich will hier raus, echt. Das heu­te 2021 ist viel­leicht noch schlim­mer als das damals 1989.

Laßt euch imp­fen, verdammt!

 

Sahra Wagenknecht, Die Selbstgerechten

Vor­be­mer­kung, da die Autorin pola­ri­siert: Wenn Du das Buch nicht wenigs­tens in län­ge­ren Aus­zü­gen gele­sen hast, dann hal­te Dich bit­te mit posi­ti­ver wie nega­ti­ver Kri­tik zurück, auch dum­me Kampf­be­grif­fe wie Sahr­ra­zin und Flü­gel­knecht zeu­gen mehr von der Bor­niert­heit des Schrei­bers als von sonst irgendetwas.
Danke.

Wagen­knecht stellt fest, daß die lin­ke Bewe­gung nicht mehr die­je­ni­gen  reprä­sen­tiert, die frü­her ihre Kli­en­tel waren: Arbei­ter, klei­ne und mitt­le­re Ange­stell­te, Klein­selb­stän­di­ge, Nicht-Aka­de­mi­ker. Sie belegt und das ist ja kein Geheim­nis): Genau die­se Kli­en­tel, die frü­her eher links gewählt hat, wählt heu­te rechts — die AfD ist eine Arbeiterpartei.
Sie fragt, war­um? Die Anfän­ge lie­gen ihr nach in den Auf­stie­gen der bru­tal­ka­pi­ta­lis­ti­schen Model­le, für die zuerst Rea­gan und That­cher, spä­ter auch Blair und Schrö­der stan­den: Pri­va­ti­sie­rung gemein­schaft­li­cher Auf­ga­ben, Öff­nung der Finanz­märk­te, Kampf gegen die Gewerk­schaf­ten, För­de­rung des Nied­rig­lohn­sek­tors, Globalisierung.
Glo­ba­li­sie­rung bedeu­tet: Unter­neh­men gehen dort­hin, wo die Lohn­kos­ten gerin­ger sind — oder holen sich Bil­lig­ar­bei­ter ins eige­ne Land. Tön­nies wäre nicht in kur­zer Zeit Mil­li­ar­där gewor­den, wenn rot/grün es nicht ermög­licht hät­te, daß rumä­ni­sche Hilfs­ar­bei­ter ohne jede Rech­te, näm­lich mit Werk­ver­trä­gen, ihm zu Löh­nen weit unter­halb des gesetz­li­chen Min­dest­loh­nes die Schwei­ne schlach­ten und zerschnippeln.
Laut Wagen­knecht haben die “ein­fa­chen Leu­te”, also obi­ge Arbei­ter etc., seit den 80-ern mas­siv an sozia­ler Sicher­heit und Auf­stiegs­chan­cen ver­lo­ren. Im Gegen­zug gibt es natür­lich auch Gewin­ner: eine rei­che Ober­schicht sowie­so, aber auch die geho­be­ne, urba­ne aka­de­mi­sche Mit­tel­schicht. Die Schicht, in der es zur Nor­ma­li­tät gehört, wenigs­tens ein Aus­lands­se­mes­ter absol­viert zu haben, um Got­tes Wil­len auf gar kei­nen Fall in der Plat­te zu woh­nen, ger­ne eine pol­ni­sche Putz­hil­fe zu beschäf­ti­gen und die Aldi-Schnit­zel natür­lich nicht ißt.
Apro­pos: Inter­es­sant fand ich, daß der Anteil am Ver­kaufs­preis, den der Bau­er bekommt, in den let­zen Jahr­zehn­ten um ‑zig Pro­zent gesun­ken ist. Fragt sich, ob das Schnit­zel wirk­lich zu bil­lig ist — oder ob nicht viel­mehr die Pro­fi­te der Zwi­schen­händ­ler und Wei­ter­ver­ar­bei­ter unver­schämt gestie­gen sind?
Die­se aka­de­mi­sche Mit­tel­schicht ist es, die heu­te das defi­niert, was als “links” wahr­ge­nom­men wird in der Öffent­lich­keit. Wagen­knecht nennt die­se Lin­ke eine “Life­style-Lin­ke” Ich fin­de den Begriff irgend­wie unele­gant, aber er paßt. Es geht die­ser Lin­ken nicht mehr um eine Änderung/Verbesserung der sozia­len Ver­hält­nis­se, es geht oft­mals nur dar­um, den eige­nen rich­ti­gen Stand­punkt (“rich­tig” für die ande­ren in der Fil­ter­bla­se) zu doku­men­tie­ren. Die im Schat­ten wer­den schon lan­ge nicht mehr gese­hen. Nur: Dis­kus­sio­nen um race und gen­der hel­fen der allein­er­zie­hen­den Mut­ter an der Aldi-Kas­se nicht. E‑Autos begin­nend bei 40k hel­fen dem Mau­rer mit täg­lich 100 Kilo­me­ter Arbeits­weg nichts, der muß sei­nen Gebraucht­die­sel fah­ren, bis der aus­ein­an­der fällt. Und so gibt es noch vie­le wei­te­re Bei­spie­le. War­um soll­ten die Allein­er­zie­hen­de und der Mau­rer links wäh­len? Nein, wenn sie über­haupt wäh­len, dann logi­scher­wei­se AfD.

Die ers­te grö­ße­re Hälf­te wid­met sich einer Bestands­auf­nah­me: Was ist in den letz­ten Jahr­zehn­ten pas­siert, war­um hat sich die lin­ke Bewe­gung (in West­eu­ro­pa wenigs­tens) so weit von ihren Grund­la­gen ent­fernt, wel­che Gemein­sam­kei­ten gibt es zwi­schen Wirt­schafts­li­be­ra­lis­mus ala FDP und Links­li­be­ra­lis­mus? (Ihre Ant­wort: vie­le, sehr vie­le). Sie beschäf­tig sich aus­führ­lich mit allen drän­gen­den Pro­ble­men, inklu­si­ve Zuwanderung.
Dar­auf möch­te ich ein­ge­hen, weil mir doch scheint, daß ihr Stand­punkt ein­fach nie­der­ge­brüllt wird (ich habe wenig Hoff­nung, daß sich das ändert).
Sie unter­schei­det zwi­schen Flucht und Migra­ti­on. Flücht­lin­ge muß man auf­neh­men und unter­stüt­zen, bedin­gungs­los. Bei Migra­ti­on hat sie einen ande­ren Stand­punkt: Sie meint, daß es in unse­rer Gesell­schaft noch immer einen tie­fen Gerech­tig­keits­sinn gibt: Wer Leis­tun­gen von der Gesell­schaft bean­sprucht, muß auch geleis­tet haben für die Gesell­schaft. Wer also nur ent­nimmt, der wird von denen, die gege­ben haben, aber auch nicht mehr bekom­men als der Migrant, scheel ange­se­hen wer­den. Stich­wort Hartz. Wei­ter: Die Migran­ten neh­men oft­mals einen lan­gen, beschwer­li­chen Weg auf sich, zuletzt dann mit einer hohen Zah­lung an Schleu­ser ver­bun­den. Das Geld haben nur die­je­ni­gen, die schon in ihrer Hei­mat rela­tiv gut aus­ge­bil­det und von daher rela­tiv ver­mö­gend sind. Rela­tiv natür­lich nicht zu uns, son­dern zu den ande­ren hei­mat­li­chen Bür­gern. Migra­ti­on ist auch ein brain drain, zieht den Ursprungs­län­dern das ab, was sie doch so drin­gend benö­ti­gen: Fach­per­so­nal. Das­sel­be gilt natür­lich auch für den offe­nen Arbeits­markt EU: Ein­fach mal in der Kli­nik die augen und Ohren auf­hal­ten: Wie­viel ost­eu­ro­päi­sche Ärz­te fin­det ihr? Und nein, deren Aus­bil­dung hat in den aller­meis­ten Fäl­len nicht Deutsch­land bezahlt.
Und so geht es wei­ter und wei­ter, sie läßt kaum ein Gebiet unbeackert.

Der zwei­te Teil dann ist ihr Gegen­ent­wurf: Wie kann man es bes­ser machen? Da gehe ich mal ganz kurz durch: Stär­kung der Natio­nal­staa­ten, weil sich gezeigt hat: Supra­na­tio­na­le Ver­bün­de wie die EU lösen die Pro­ble­me nicht. Kon­trol­lier­te Ein­wan­de­rung, auch um Lohn­dum­ping (sie­he oben: Tön­nies) zu ver­hin­dern. Eine Steu­er­po­li­tik, die Steu­er­flucht unter­bin­det. Eine Fis­kal­po­li­tik, die die natio­na­le Wirt­schaft unter­stützt (wir waren mal bei Solar füh­rend, bis Chi­na uns mit Bil­lig­pa­nelen zuge­schmis­sen hat, das hät­te man mit Zöl­len ver­hin­dern kön­nen) Rück­füh­rung von Zeit­ver­trä­gen und Out­sour­cing in regu­lä­re, durch Tarif­ver­trä­ge unter­stüt­ze Arbeits­ver­trä­ge. Usw. usf. Nach hin­ten wirds sehr VWL-las­tig, da habe ich nichts mehr verstanden.

Und noch etwas, was wich­tig ist: Sie hat zu wirk­lich allem eine Mei­nung, und die muß man nicht in jedem Fal­le tei­len. Aber: Sie belegt ihren Stand­punkt, jedes­mal. Das Buch ist vol­ler Bele­ge, und die sind Fach­li­te­ra­tur, kei­ne Zei­tungs­bei­trä­ge, Talk­shows oder gar Tweets. Das ist alles soli­de recher­chiert, und wer sie kri­ti­siert, müß­te auch ihre Quel­len lesen.
Das ist ein Buch, das kein, wirk­lich kein deut­scher Poli­ti­ker hät­te schrei­ben kön­nen. Das ist ein poli­ti­sches Mani­fest, geschrie­ben aus Wis­sen­schaft, schon des­we­gen: Chapeau!

Was mir den­noch die Jubel­be­kun­dun­gen ver­bie­tet: das gan­ze Buch durch­zieht ein Hauch Kon­ser­va­tis­mus, zusam­men­ge­faßt: Frü­her war alles bes­ser. Da lie­fert sie auch nur eini­ge weni­ge Bele­ge, viel­leicht gibt es ja noch ande­re, die das Gegen­teil nahe­le­gen. Da sie nur die west­li­chen Gesell­schaf­ten betrach­tet, kann ich dazu mit mei­ner Bio­gra­phie nichts Selbst­er­leb­tes sagen (und sie mit ihrer eigent­lich auch nichts)
Coro­na und Digi­tal­kon­zer­ne: Da ver­tritt sie Stand­punk­te, die sie zwar belegt, die für mich aber deut­lich übers Ziel hin­aus­schie­ßen und irgend­wo in der Nähe von Ver­schwö­rungs­theo­rien para­si­tär leben.
Wei­ter­hin: Sie doziert über wei­te Stre­cken. Das mag dem wis­sen­schaft­li­chen Anspruch geschul­det sein, ist mir den­noch unan­ge­nehm. Das bewirkt auch, daß sich das Buch nicht son­der­lich flüs­sig liest.

Und noch etwas: Die Frau ist klug, sehr klug, klü­ger wohl als die aller­meis­ten ihrer Poli­ti­ker-Kol­le­gen, wel­cher Far­be auch immer.

Lese­emp­feh­lung? Ja, ich den­ke schon — jeden­falls für alle aus wel­chem Lager auch immer, die noch den Anspruch haben, über den Tel­ler­rand zu lesen und zu denken.

 

#aus­ge­le­sen

Solschenizyn, Der Archipel Gulag

Es gibt Bücher, die kennt jeder, die hat kaum jemand gele­sen. Der Archi­pel Gulag gehört zu die­sen, Gulag geht flott vom Mund. Des­halb woll­te ich das Buch ein­mal lesen. Es geht nichts über Pri­mär­quel­len, und ein Tweet mit dem dem Screen­shot eines Zei­tungs­ar­ti­kels ist kei­ne Pri­mär­quel­le. Sol­sche­ni­zyn übri­gens auch nur bedingt, dazu später.
Nur zur Ein­sor­tie­rung, falls das nicht klar sein soll­te: Sol­sche­ni­zyn sel­ber hat acht Jah­re im Gulag ver­bracht, danach vier wei­te­re Jah­re in der Ver­ban­nung. Wenn jemand berech­tigt ist, über sta­li­nis­ti­sches Gulag und Ver­ban­nung zu schrei­ben, dann er, der im Gegen­satz zu Mil­lio­nen ande­ren das Sys­tem überlebte.
Kei­ne leich­te Kost ist zu erwar­ten und wird es auch nicht werden.

Das Buch ist kein Sach­buch, kei­ne Auto­bio­gra­phie — es ist von bei­dem etwas. Er beschreibt sei­ne Erleb­nis­se, aber er hat wohl nach Ein Tag im Leben des Iwan Denis­so­witsch vie­le Brie­fe von Lei­dens­ge­nos­sen bekom­men mit deren eige­nen Schil­de­run­gen — doch schon da geht es los: wie vie­le Brie­fe? Dut­zen­de? Hun­der­te? Tau­sen­de? Das Gulag hat Aber­mil­lio­nen das Leben gekos­tet. Sind die Brie­fe weni­ger wert, weil der über­gro­ße Teil der Geschun­de­nen kei­ne Brie­fe geschrie­ben hat? Dar­über mag man nicht urteilen…

Es gibt ein paar Erkennt­nis­se für mich, die ande­ren nicht neu sein mögen, ich aber doch benen­nen möchte:

Der Autor ver­gleicht immer wie­der das Lager- und Ver­ban­nungs­we­sen mit dem im Zaris­mus und kommt zu dem schlecht wider­leg­ba­ren Ergeb­nis: Unter den Zaren war alles bedeu­tend bes­ser. Lenin durf­te in der Biblio­thek alle Lite­ra­tur lesen, um selbst dann poli­ti­sche Kampf­schrif­ten zu schrei­ben, unter Sta­lin wur­den die Häft­lin­ge ein­fach durch Arbeit ermor­det.
Es ist für den Leser wirk­lich schwer: Irgend­wann meint der Autor dann, daß man das Lager und die anschlie­ßen­de Ver­ban­nung lie­ben müs­se, weil sie einen zum Men­schen macht. Das hal­te ich ja nun für min­des­tens frag­wür­dig — aber wer bin ich denn in mei­nem war­men Ein­fa­mi­li­en­haus, daß ich einem Men­schen, der all dies durch­ge­macht hat, bes­ser­wis­se­risch ans Leder dürfte?

Und doch… Das Buch ist zu gro­ßen Tei­len in einem sar­kas­ti­schen, eher zyni­schen Ton geschrie­ben, das irritiert.

Schlu­ßend­lich noch: Dass Ebook ist so lala. X‑Ray, das ist gut. Die Sil­ben­tren­nung teil­wei­se aben­teu­er­lich, Schus­ter­jun­gen und Huren­söh­ne blei­ben nicht aus.

Lese­emp­feh­lung? Schwie­rig. Wer den Kampf­be­griff Gulag nicht nur ver­wen­den, son­dern auch ver­ste­hen möch­te: Unbe­dingt. Wer eine lite­ra­ri­sche Auf­ar­bei­tung des Gulag sucht, der soll­te viel­leicht woan­ders lesen, Ach­ma­to­wa etwa?

 

#aus­ge­le­sen

Schwarzbraune Schmuddel-Kampgane

Auf https://gruener-mist.de/ gibt es eine Umfra­ge, ob man sich die Grü­nen in Regie­rungs­ver­ant­wor­tung wünscht.
Das Ergeb­nis ist eindeutig:

Das war so sicher­lich nicht geplant 🙂


Neben­bei: Ich wer­de die Grü­nen sicher­lich nicht wäh­len — weil ich gar kei­ne Par­tei wäh­le, die meint, mich mit einem Kan­di­da­ten­pho­to beein­flus­sen zu können.Nein, das ist Wäh­ler­be­lei­di­gung, geht gar nicht.

Tempolimit auf der Autobahn und sonstwo

Es ste­hen ja Wah­len an, und wenn dem deut­schen Wäh­ler eins hei­lig ist, dann ist das ein Tem­po­li­mit auf der Autobahn.
Nun war das vor ein paar Jah­ren noch ein­fach: Freie Fahrt für freie Bür­ger! Mit­hin: Ein gene­rel­les Tem­po­li­mit wird es mit Par­tei [A-Z]{3} nicht geben, nie­mals nicht!

Tem­po­ra mutan­tur et nos mutamur in illis.

Die dum­me Frei­heits-Frak­ti­on ist deut­lich klei­ner gewor­den, und so scheint ein gene­rel­les Tem­po­li­mit in Reich­wei­te. Es ist ja auch bekloppt, wir befin­den uns auf einem Niveau mit Afgha­ni­stan, Bhu­tan, Burun­di, Hai­ti, Mau­re­ta­ni­en, Myan­mar, Nepal, Nord­ko­rea, Soma­lia und Vanua­tu. Wenn das der Scheu­er Andy wüßte!
Jeden­falls ist ein gene­rel­les Tem­po­li­mit Wahl­kampf­the­ma — und ich fin­de es bescheu­ert. Denn mir wird nur die Wahl gelas­sen zwischen

  • 120 (Lin­ke)
  • 130 (Grüne/SPD)
  • ∞ (CDU/CSU/FDP/AfD)

Eins fin­de ich so bescheu­ert wie das ande­re (nein, ∞ ist bescheu­er­ter als alles ande­re). Nur: Wenn ich aus Thü­rin­gen kom­me und nach Hau­se fah­re, dann über die A20. Da kann man locker 120 Kilo­me­ter am Stück mit Tem­po­mat 160 fah­ren, das ist ziem­lich ent­spannt. War­um also nicht?

160 als Ober­li­mit fän­de ich gut, weni­ger in viel­leicht 20-er Schrit­ten über­all dort, wo es ange­mes­sen ist. Aber bit­te nicht starr, son­dern dyna­misch, also abhän­gig von Ver­kehrs­dich­te, Fahr­bahn­zu­stand, Wetter.

Auf die Fra­ge “Sind Sie für ein Tem­po­li­mit von 130 auf der Auto­bahn?” hät­te ich kei­ne Antwort.

Tag der Befreiung

Heu­te ist der 8. Mai, der für gewöhn­lich als Tag der Befrei­ung (mit DDR-Ergän­zung: vom Hit­ler­fa­schis­mus) began­gen wird. Ich weiß nicht war­um: 2021 scheint das fast kom­plett ver­ges­sen wor­den zu sein, jeden­falls in den Leit­me­di­en kommt das Datum schein­bar nicht pro­mi­nent vor. COVID? Ich weiß es nicht.

Als gelern­ter Ossi weiß ich: Der 8. Mai 1945 war der Tag, an dem die Rote Armee Deutsch­land vom Hit­ler­fa­schis­mus befrei­te. Nur: Seit ich Götz Aly gele­sen habe ist mir ziem­lich klar: Um vom Faschis­mus befreit wer­den zu kön­nen, hät­te Deutsch­land vom Faschis­mus besetzt sein müs­sen. Jedoch die Wahr­heit ist wohl: Die Deut­schen ins­ge­samt haben vom Faschis­mus pro­fi­tiert, und auch nach­dem der Krieg nach Deutsch­land ein­fiel, haben sich die aller­meis­ten Deutsch wei­ter hin­ter die Faschis­ten gestellt — weil sie Klein­fa­schis­ten waren?

Jeden­falls: Nein, der 8. Mai ist kein Tag der Befrei­ung. Ich kann mei­nen Vor­fah­ren (mei­ne bei­den Opas sind im Osten gefal­len) nicht unter­stel­len, sie sei­en von den Nazis unter­drückt worden.

Oh ja: Die KZs und ihre Häft­lin­ge wur­den befreit. Aber nicht am 8. Mai, und es waren wohl auch kaum Deut­sche, die dort befreit wurden.

Ich weiß nicht, ob ich den 8. Mai als Tag der Nie­der­la­ge bezeich­nen soll­te. Viel­leicht ja, aber ich befürch­te, das wäre miß­ver­ständ­lich. Ich möch­te bit­te nicht mit irgend­wel­chen Rech­ten ver­wech­selt werden.

Also viel­leicht tech­nisch: Der 8. Mai ist der Tag der Kapi­tu­la­ti­on und des Neuanfangs.

Aber nicht der Befrei­ung, so bil­lig kann ich mei­ne Vor­fah­ren nicht davon­kom­men lassen.

Not my Landrat

Das Wurst­blatt Ost­see-Zei­tung hat manch­mal noch Journalismus.


Die Fak­ten­la­ge: Daß die NPD durch Greifs­wald mar­schie­ren wird, das ers­te mal nach 10 Jah­ren, war lan­ge klar. Auch hat lan­ge im Vor­feld ein bun­tes Bünd­nis aus kirch­li­chen Krei­sen, bür­ger­li­cher Mit­te bis zur Lin­ken zu Gegen­ak­tio­nen auf­ruft. Die Unter­stüt­zer­lis­te:

  • Greifs­wald für Alle
  • Fri­days For Future Greifswald
  • Fri­days For Future Mecklenburg-Vorpommern
  • IKu­Wo e.V.
  • Jugend kann bewe­gen e.V.
  • Nord­kir­che (Jaco­bi­gemein­de, Evan­ge­li­sche Jugend Pom­mern, Christuskirchengemeinde)
  • Brin­ke 26 e.V.
  • DGB Vor­pom­mern
  • Defi­ant
  • AKJ
  • Cycle Jerks
  • Bür­ger­schafts­frak­ti­on DIE LINKE und PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ
  • DIE LINKE. Frak­ti­on im Kreis­tag Vorpommern-Greifswald
  • Kreis­tags­frak­ti­on Grü­ne und Tierschutzpartei
  • Grü­ne Greifswald
  • Alter­na­ti­ve Lis­te für Vor­pom­mern und Greifswald
  • Grü­ne Jugend Greifswald
  • SPD Greifs­wald
  • Jusos Vor­pom­mern-Greifs­wald
  • Jusos Greifs­wald
  • Stadt­ju­gend­ring Greifswald

Ja rich­tig, von der CDU steht da nichts. Die hie­si­ge CDU wird von einem Tram­pel, im Haupt­be­ruf Anstrei­cher­meis­ter, geführt: Axel Hoch­schild. Des­sen Fett­näpf­chen­sprün­ge, Geschmack­lo­sig­kei­ten, Dreis­tig­kei­ten sind legen­där — aber hier gehts ja um sei­nen Par­tei­chef Micha­el Sack.

Also der Land­rat hält es nicht für nötig, sich auf einer Demo gegen Nazis zu zei­gen, und sei es nur für ein Pres­se­fo­to. Wich­ti­ger ist ihm ein Foto auf Insta­gram mit Fisch­bröt­chen, weni­ge Kilo­me­ter von dem bun­ten Wider­stand entfernt.

Schaut euch mal das Foto an: Er ver­steht nichts von Fisch­bröt­chen. Das ist kein Hering, son­dern Lachs. Bei Wie-05 gekauft, wo man doch weiß: Die ein­zi­gen wah­ren Fisch­bröt­chen gibts gegen­über bei Gur­ke, dort auch ger­ne mit Lachs (der warm geräucherte).

Nun ver­steht er vom Netz schein­bar genau­so­we­nig wie von Fisch­bröt­chen oder gar Poli­tik: Selbst­ver­ständ­lich haben die poli­ti­schen Geg­ner die Vor­la­ge gern auf­ge­nom­men, was denn sonst? Umso­mehr, als sie in der Sache recht haben: “Es gibt kei­ne neu­tra­le Hal­tung zu Faschismus.”

Er sei an die­sem Tag immer mit Kol­le­gen der Kreis­ver­wal­tung in Kon­takt gewe­sen, um die Lage rund um die ins­ge­samt 16 ange­mel­de­ten Ver­an­stal­tun­gen im Blick zu behalten.

Ja sicher. Erzähl uns mehr Mär­chen, Micha­el! Und die Krö­nung, auf soviel Frech­heit muß man erst­mal kommen:

Wäre ich selbst bei den Pro­tes­ten gewe­sen, hät­te ich nicht mehr hel­fen können.

Herr, bit­te, wirf Hirn vom Himmel!!!

Dan­ke an Herrn König übrigens.

Zurück zu Sack: Es ist erst­mal gar nicht wich­tig, bei wel­cher Par­tei er ist, jedoch: Er ist CDU-Vor­sit­zen­der in M‑V und als sol­cher wird er wohl auch Kan­di­dat für den Minis­ter­prä­si­den­ten-Pos­ten im Sep­tem­ber wer­den. Ein Mann ohne jeg­li­ches Gespür für poli­ti­sche Kul­tur, ohne demo­kra­ti­sche Wer­te (ein Demo­krat, egal wie links oder rechts, steht nicht für Ins­ta-Fotos am Hafen, wäh­rend neben­an 1000 Men­schen gegen Nazis ste­hen), ein Mann ohne Rück­grat. Halt ein Klein­stadt-Bür­ger­meis­ter, der er war und den Job viel­leicht sogar gut gemacht hat.

Die Schlap­pen Lan­des­po­li­tik sind für ihn aller­dings eini­ge Num­mern zu groß, schon die Land­rats-Schlap­pen sind es.

Not my Land­rat, not yours.

 

#Greifs­wald #HGW

Die Cloud, collateral damage

Ich brow­se gera­de durch einen Issue bei #Git­lab und lese dies:

As you know, Git­Lab was migra­ted to goog­le cloud and this ser­vice is not acces­si­ble from Iran. I did not know about the sta­te of this issue until you men­ti­on me.

Egal, ob nun Goog­le, Apple, Micro­soft, Ora­cle… — die­ses “der Algo­rith­mus ent­schei­det” ist ganz ganz gro­ßer Mist. Davor soll sich nie­mand ver­ste­cken dürfen.

Навальный

geht es also, SPON schreibt es, schlecht.

Sein Mit­ar­bei­ter (wie­vie­le Mit­ar­bei­ter habt ihr denn eigent­lich so?) berichtet:

Trotz der Schmer­zen habe er ins­ge­samt nur zwei Tablet­ten bekommen.

Wo doch jeder weiß, daß man bei Schmer­zen min­des­tens vier Tablet­ten braucht!

Der lei­ten­de Mit­ar­bei­ter des Nawalny-Teams

Oh, es gibt sogar einen lei­ten­den Mit­ar­bei­ter! Ist wohl ein Chief depu­ty in char­ge oder so?

Abseits aller Häme: Der Mann ist frei­wil­lig nach Ruß­land zurück­ge­kehrt, ihm war natür­lich völ­lig klar, daß er sofort weg­ge­schnappt wer­den wird. Mir scheint das gan­ze ein Spiel zu sein: Wer bekommt die grö­ße­re Pres­se im Wes­ten? Nur daß Nawal­ny sich wohl ver­rech­net hat: Putin wie den Rus­sen ist Nawal­ny ziem­lich egal, der hat nur im Wes­ten einen Markt­wert. Der ist ganz bewußt nach Ruß­land zurück­ge­kehrt, um Poker zu spielen.

Mal sehen, wie es wei­ter geht.

Ach und natür­lich: Ja, das ist eine poli­ti­sche Num­mer, nur daß Nawal­ny deut­lich zu unse­ri­ös ist, um als “Kreml-Kri­ti­ker” (was für ein über­heb­li­cher Begriff!) durch­zu­ge­hen. Ein schmie­ri­ger Unter­neh­mer mit natio­na­lis­ti­schen Phantasien.
Ich fin­de ja nicht, daß man schmie­ri­ge Unter­neh­mer mit natio­na­lis­ti­schen Phan­ta­sien ins Lager ste­cken soll, solan­ge das kei­ne Straf­tat­be­stän­de sind. Ich weiß auch, daß es in Ruß­land ganz sicher kei­ne unab­hän­gi­ge Rechts­spre­chung gibt. Da bin ich mir mit Nawal­ny ganz einig.
Aber die­se Selig­spre­chung Nawal­nys hier bei uns geht mir gehö­rig auf den Zeiger.
Kreml-Kri­ti­ker, Coro­na-Kri­ti­ker, Impf­kri­ti­ker — ich bin Kritiker-Kritiker.

Laura Spinney, 1918 — die Welt im Fieber

So, nach eini­gen Wochen habe ich die­ses Buch nun end­lich #aus­ge­le­sen. Ich kann gar nicht sagen, war­um es so lan­ge gedau­ert hat, am Stil liegt es sicher­lich nicht: Das Buch liest sich gut. Und doch habe ich abends im Bett sel­ten län­ger als fünf Minu­ten lesen kön­nen bis zur Müdigkeit.

Egal: Wie der Titel sagt, geht es um die “spa­ni­sche Grip­pe”, die etwa von 1918 bis 1920 über die gan­ze Welt kam — eine Pan­de­mie eben, wir wis­sen, was das ist.
Das Buch kam 2017 her­aus, also nach SARS 2002 und Schwei­ne­grip­pe 2009, aber vor COVID-19.
Es ist ein popu­lär­wis­sen­schaft­li­ches Buch im bes­ten Sin­ne, wie es schein­bar die Anglo­ame­ri­ka­ner bes­ser als die Deut­schen kön­nen, bei uns ist “popu­lär­wis­sen­schaft­lich” ja immer noch leicht anrü­chig. Die Autorin schreibt flüs­sig und fak­ten­reich — was mir beson­ders gefällt: es ist alles durch umfang­rei­che Lite­ra­tur­ver­wei­se belegt, wobei auf­fällt, daß das Gros die­ser Bele­ge nicht aus dem Inter­net kommt, son­dern aus Arti­keln in Fach­zeit­schrif­ten. Das gefällt mir, bedeu­tet es doch, daß die Autorin sich inten­siv mit der Mate­rie beschäf­tigt hat (was man übri­gens auch aus den Dank­sa­gun­gen her­aus­le­sen kann)
Kurz: Die Autorin rei­tet nicht die Coro­na-Wel­le (wie auch, Erschei­nungs­jahr 2107), und ist gera­de des­we­gen lesens­wert und aktuell.

Das Buch fällt in zwei Tei­le: Im ers­ten wird die Aus­brei­tung der Grip­pe unter­sucht, auch, woher sie viel­leicht stammt (das ist nicht ganz ein­deu­tig, jeden­falls aber nicht aus Spa­ni­en) Und der Zusam­men­hang zwi­schen der Grip­pe und dem ers­ten Welt­krieg. Frag­los hat­te die Grip­pe mas­si­ve Aus­wir­kun­gen auf den Krieg, ja, man kann sicher­lich sagen: ohne die Grip­pe wäre der Krieg anders ver­lau­fen. Nach der Lek­tü­re wird man den ers­ten Welt­krieg viel­leicht ein wenig bes­ser verstehen.
Schon in die­sem ers­ten Teil wird reich­lich kühn und unver­mit­telt zwi­schen den Jahr­hun­der­ten und den Kon­ti­nen­ten hin- und her­ge­sprun­gen. Das reicht von der vor­christ­li­chen Anti­ke bis heu­te, von Chi­na und Ame­ri­ka bis Afri­ka und dem Rest der Welt. Das ist teil­wei­se ermü­dend, und manch­mal schei­nen mir die Quer­ver­bin­dun­gen eher mit Macht gezo­gen wor­den zu sein

Das gilt dann mehr noch für den zwei­ten Teil, der sich eher mit den Fol­gen der spa­ni­schen Grip­pe für die Wis­sen­schaft und Gesell­schaft bis heu­te beschäf­tigt. Da geht es viel um Viro­lo­gie, Gesund­heits­po­li­tik. Im Nach­hin­ein sage ich für mich: Den Teil hät­te man deut­lich kür­zen kön­nen, als Leser kann man ger­ne schräg lesen.

Ins­ge­samt: Ein augen­öff­nen­des Buch. Denn es ist durch­aus nicht so, daß unse­re jet­zi­ge Situa­ti­on aus dem Nichts gekom­men wäre. Ein Bei­spiel: World invests too litt­le and is under­pre­pa­red for dise­a­se out­breaks — und der­glei­chen gibt es vie­le ande­re. Man wuß­te schon damals, daß die Grip­pe eine Virus­er­kran­kung ist, auch wenn das Virus selbst erst weit spä­ter gefun­den wur­de. Man wuß­te, daß Mas­ken hel­fen, Abstand hal­ten, Schu­len schlie­ßen… Und auch die Cov­idio­ten gab es schon damals. Das ist alles nicht neu, erschre­ckend ist, wie wenig wir gelernt haben.

Lese­emp­feh­lung? Ja!


Eine Lese­pro­be gibts hier, inter­es­san­ter­wei­se bei der Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bildung.