Kategorie: Politik

Laura Spinney, 1918 — die Welt im Fieber

So, nach eini­gen Wochen habe ich die­ses Buch nun end­lich #aus­ge­le­sen. Ich kann gar nicht sagen, war­um es so lan­ge gedau­ert hat, am Stil liegt es sicher­lich nicht: Das Buch liest sich gut. Und doch habe ich abends im Bett sel­ten län­ger als fünf Minu­ten lesen kön­nen bis zur Müdigkeit.

Egal: Wie der Titel sagt, geht es um die “spa­ni­sche Grip­pe”, die etwa von 1918 bis 1920 über die gan­ze Welt kam — eine Pan­de­mie eben, wir wis­sen, was das ist.
Das Buch kam 2017 her­aus, also nach SARS 2002 und Schwei­ne­grip­pe 2009, aber vor COVID-19.
Es ist ein popu­lär­wis­sen­schaft­li­ches Buch im bes­ten Sin­ne, wie es schein­bar die Anglo­ame­ri­ka­ner bes­ser als die Deut­schen kön­nen, bei uns ist “popu­lär­wis­sen­schaft­lich” ja immer noch leicht anrü­chig. Die Autorin schreibt flüs­sig und fak­ten­reich — was mir beson­ders gefällt: es ist alles durch umfang­rei­che Lite­ra­tur­ver­wei­se belegt, wobei auf­fällt, daß das Gros die­ser Bele­ge nicht aus dem Inter­net kommt, son­dern aus Arti­keln in Fach­zeit­schrif­ten. Das gefällt mir, bedeu­tet es doch, daß die Autorin sich inten­siv mit der Mate­rie beschäf­tigt hat (was man übri­gens auch aus den Dank­sa­gun­gen her­aus­le­sen kann)
Kurz: Die Autorin rei­tet nicht die Coro­na-Wel­le (wie auch, Erschei­nungs­jahr 2107), und ist gera­de des­we­gen lesens­wert und aktuell.

Das Buch fällt in zwei Tei­le: Im ers­ten wird die Aus­brei­tung der Grip­pe unter­sucht, auch, woher sie viel­leicht stammt (das ist nicht ganz ein­deu­tig, jeden­falls aber nicht aus Spa­ni­en) Und der Zusam­men­hang zwi­schen der Grip­pe und dem ers­ten Welt­krieg. Frag­los hat­te die Grip­pe mas­si­ve Aus­wir­kun­gen auf den Krieg, ja, man kann sicher­lich sagen: ohne die Grip­pe wäre der Krieg anders ver­lau­fen. Nach der Lek­tü­re wird man den ers­ten Welt­krieg viel­leicht ein wenig bes­ser verstehen.
Schon in die­sem ers­ten Teil wird reich­lich kühn und unver­mit­telt zwi­schen den Jahr­hun­der­ten und den Kon­ti­nen­ten hin- und her­ge­sprun­gen. Das reicht von der vor­christ­li­chen Anti­ke bis heu­te, von Chi­na und Ame­ri­ka bis Afri­ka und dem Rest der Welt. Das ist teil­wei­se ermü­dend, und manch­mal schei­nen mir die Quer­ver­bin­dun­gen eher mit Macht gezo­gen wor­den zu sein

Das gilt dann mehr noch für den zwei­ten Teil, der sich eher mit den Fol­gen der spa­ni­schen Grip­pe für die Wis­sen­schaft und Gesell­schaft bis heu­te beschäf­tigt. Da geht es viel um Viro­lo­gie, Gesund­heits­po­li­tik. Im Nach­hin­ein sage ich für mich: Den Teil hät­te man deut­lich kür­zen kön­nen, als Leser kann man ger­ne schräg lesen.

Ins­ge­samt: Ein augen­öff­nen­des Buch. Denn es ist durch­aus nicht so, daß unse­re jet­zi­ge Situa­ti­on aus dem Nichts gekom­men wäre. Ein Bei­spiel: World invests too litt­le and is under­pre­pa­red for dise­a­se out­breaks — und der­glei­chen gibt es vie­le ande­re. Man wuß­te schon damals, daß die Grip­pe eine Virus­er­kran­kung ist, auch wenn das Virus selbst erst weit spä­ter gefun­den wur­de. Man wuß­te, daß Mas­ken hel­fen, Abstand hal­ten, Schu­len schlie­ßen… Und auch die Cov­idio­ten gab es schon damals. Das ist alles nicht neu, erschre­ckend ist, wie wenig wir gelernt haben.

Lese­emp­feh­lung? Ja!


Eine Lese­pro­be gibts hier, inter­es­san­ter­wei­se bei der Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bildung.

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Ist wirklich Trump das Problem?

Wir haben ja nun alle viel Vide­os gese­hen, Bil­der, Berich­te gele­sen vom Sturm auf die Bas­til­le, äh, das Kapi­tol. Ganz zwei­fel­los war das eine Mischung aus har­ten Rechts­ter­ro­ris­ten, Irren, Ver­schwö­rungs­phan­tas­ten — wie bei uns eben, nur um eini­ge Zacken ter­ro­ris­ti­scher, irrer.
Und Trump hat das natür­lich provoziert.

Nur: die sind doch nicht alle vor 4 Jah­ren bei Trumps Wahl von den Bäu­men gefal­len. Auf den Bil­dern reicht das Alters­spek­trum der Trumpis­ti von sehr jung bis reich­lich alt. Das Pro­blem, das die USA haben, ist kein Trump-Pro­blem, der mag als Kata­ly­sa­tor wir­ken, aber der dum­me Natio­na­lis­mus (habt ihr die Vide­os gehört? USA! USA! USA! — kom­plett meschug­ge) ist älter, liegt viel tie­fer. Mei­ne Theo­rie: Die Ver­lus­te im Viet­nam-Krieg, und daß man ihn ver­lo­ren hat, haben die USA im Kern zu einer im Stolz ver­let­zen Nati­on gemacht.

Oba­ma war für uns ein kul­ti­vier­ter, bere­chen­ba­rer Prä­si­dent. Für vie­le ein­fa­che Ame­ri­ka­ner dürf­te er zum Estab­lish­ment gehört haben, zu dem auch sei­ne Vor­gän­ger schon gehört hat­ten und Hil­la­ry sowie­so. Und natür­lich gehört Oba­ma zum Estab­lish­ment — wie auch Trump. Nur daß der es wohl geschafft hat, den Frust der vie­len “klei­ne Leu­te” für sein eige­nes Ding (ich kau­fe mir ein­fach Ame­ri­ka) einzusetzen.

Die Trumpis­ten waren schon vor Trump da, und sie wer­den nach Trumps Abgang bleiben.

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COVID und die Kliniken

Gera­de war ich mit der Gat­tin noch mal 20 Minu­ten drau­ßen spa­zie­ren und reden. Und habe gelernt:

Seit dem Früh­jahr beka­men Kli­ni­ken Aus­gleichs­zah­lun­gen. Und zwar dafür, daß sie Bet­ten frei­hiel­ten für COVID-Pati­en­ten. Dazu muß man wis­sen, daß Kli­ni­ken Fall­pau­scha­len nach DRG bekom­men. Je län­ger ein Pati­ent in der Kli­nik bleibt, des­to unren­ta­bler wird er. Sprich: Ein frisch ope­rier­ter Pati­ent, der eine Woche ein Bett belegt, ist lukra­ti­ver als ein COVID-Pati­ent, der unter Umstän­den über Wochen ein Bett blo­ckiert. Des­halb die Aus­gleichs­zah­lun­gen, um den Kli­ni­ken die Angst zu neh­men, daß sie, indem sie vor­sorg­lich Bet­ten für COVID-Pati­en­ten frei­hal­ten, Minus machen.

Die­se Aus­gleichs­zah­lun­gen sind zum — fest­hal­ten!!! — 1. 10. ein­ge­stellt wor­den. Weil ja im Früh­jahr, als sie beschlos­sen wur­den, nie­mand außer ein paar Fach­leu­ten vor einer zwei­ten Wel­le im Herbst gewarnt hat.
Vor genau die­sem Hin­ter­grund ist Spahns Ansa­ge zu ver­ste­hen, daß alle Gehäl­ter gezahlt wer­den kön­nen.
Und Kli­ni­ken fah­ren ihre frei­en Bet­ten zurück.

Markt­wirt­schaft tötet.

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Die Russen in der Arktis

Eine beein­dru­cken­de Serie von Vide­os über eine Fahrt von Tik­si zur Mili­tär­sta­ti­on Temp auf der Kotel­ny-Insel.

Beein­dru­ckend in meh­rer­lei Hin­sicht: Da ist die schein­bar unend­li­che, auf jeden Fall lebens­feind­li­che Eis­wüs­te. Die Män­ner, die zusam­men sich durch­kämp­fen, über vie­le Wochen vor­wärts durch Schnee, Eis und grau­sa­me Käl­te. Die Tech­nik. DAS sind SUVs! 😉
Aber beein­dru­ckend ist auch der völ­lig unre­flek­tier­te Ein­satz mili­tä­ri­scher Macht zur Durch­set­zung der rus­si­schen Inter­es­sen. Denn natür­lich geht es um eins: Die glo­ba­le Erwär­mung führt dazu, daß die Nord­ost-Pas­sa­ge immer län­ger befahr­bar bleibt, jeden­falls im Som­mer. Sicher­lich brau­chen die Schif­fe einen eis­tüch­ti­gen Rumpf, aber es geht. Und wenn es dann wie­der käl­ter wird im Herbst und das Eis kommt: Es wird nicht mehr so viel/so mäch­ti­ges Eis sein wie frü­her, da kann man mit Eis­bre­chern gan­zen Schiffs­kon­vois die rus­si­sche Nord­küs­te pas­sier­bar machen. Ver­ges­sen wir nicht: Ruß­land ist das ein­zi­ge Land mit einer gan­zen Flot­te von Atom­eis­bre­chern. Und die Ree­de­rei­en, die Waren aus Asi­en zum Absatz­markt Euro­pa schaf­fen, wer­den genau durch­rech­nen, wie­viel Zeit und damit Sprit (und Lohn­kos­ten) sowie Maut für den Suez­ka­nal sie spa­ren, wenn sie nicht die Rou­te durch den Suez­ka­nal und das Mit­tel­meer neh­men müs­sen. Und die Rus­sen wis­sen das natür­lich und wer­den den Ree­dern mit spit­zem Blei­stift ein Ange­bot machen, dem sie kaum wer­den wider­ste­hen können.
Dafür lohnt es sich, im Gebiet schon mal Prä­senz zu zei­gen, lei­der spie­len sie die mili­tä­risch-natio­na­lis­ti­sche Karte.
Daß die Vide­os von RT stam­men, paßt natür­lich ins Bild.

Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=SbeJbesBChs
Teil 2: https://www.youtube.com/watch?v=CXeSI5W9M3A

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Corona und die Grenzen der Demokratie

Deutsch­land, Dezem­ber 2020: Täg­lich zwi­schen 15k und 30k Neu­in­fek­tio­nen, zwi­schen 500 und 1000 Corona-Tote.
Wir sind in der zwei­ten Wel­le, die ers­te war wohl weni­ger schlimm. Wir hat­ten Zeit, uns auf die zwei­te Wel­le vor­zu­be­rei­ten, die von vie­len Sei­ten pro­gnos­ti­ziert wor­den war.

Wuhan, Chi­na, Febru­ar 2020: eine Rie­sen­kli­nik wird in 10 Tagen errich­tet, eine zwei­te, noch grö­ße­re, folgt kurz dar­auf. Selbst­ver­ständ­lich geht das nur, wenn eine dik­ta­to­ri­sche Büro­kra­tie Geneh­mi­gun­gen aus­gibt und für Bau­ma­te­ri­al und Arbeits­kräf­te 40 Sunden/Tag sorgt. Und schein­bar hat­ten sie aus SARS gelernt. Wir nicht, war ja hin­ten, in Chi­na. Wir sind ja das Kul­tur­volk, Goe­the, Faust I, vor dem Tor, der deut­sche Bürger:

Nichts Bes­sers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hin­ten, weit, in der Türkei,
Die Völ­ker auf­ein­an­der schlagen.
Man steht am Fens­ter, trinkt sein Gläs­chen aus
Und sieht den Fluß hin­ab die bun­ten Schif­fe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und seg­net Fried und Friedenszeiten.

Und wer sich erin­nert: Genau­so war es Anfang 2020 in Deutsch­land: Der Chi­na­mann hat ein Pro­blem, der Dus­sel. Nur schein­bar hat­ten die chi­ne­si­schen Behör­den die SARS-Epi­de­mie ana­ly­siert und die Ana­ly­sen in kon­kre­te Fall­sze­na­ri­en gegossen.

Und wir? Unser SARS war im Früh­jahr. Was haben wir gelernt für die zwei­te Wel­le? Kor­rekt: nichts, gar nichts. Wir sind blind­fah­rend mit Voll­gas rein­ge­don­nert. Ein Mas­sen­un­fall mit Ansa­ge, es war ja so, daß Exper­ten die zwei­te Wel­le vor­aus­ge­sagt hatten.
Man hät­te Zeit gehabt, für aus­rei­chend Res­sour­cen zu sor­gen für die Erkrank­ten. Man hät­te Zeit gehabt, für die Schul­kin­der zu sor­gen, die nun kom­plett unter col­la­te­ral dama­ge ver­bucht wer­den — wie auch die Toten, die man viel­leicht hät­te ret­ten kön­nen in chi­ne­si­schen Krankenhäusern.

So stellt sich die Fra­ge, was denn bes­ser sei: eine büro­kra­ti­sche Demo­kra­tie, die mit der Situa­ti­on über­for­dert ist, soweit, daß es ech­te Opfer kos­tet, nicht nur die ver­bo­te­ne Sil­ves­ter-Böl­le­rei — oder eine büro­kra­ti­sche Dik­ta­tur, die mit der Situa­ti­on krea­tiv umge­hen kann, so gut, daß Men­schen­le­ben geret­tet werden?

Ceter­um cen­seo daß eine föde­ra­le Bil­dungs­po­li­tik zwar vie­le Ses­sel­pup­ser­jobs schafft, ansons­ten aber völ­lig aus der Zeit gefal­len ist.
1871 war früher.

#unmut

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Don’t be evil, E2E bei WhatsApp und die Kinder bringt der Klapperstorch

Eini­ge ame­ri­ka­ni­sche Bun­des­staa­ten kla­gen gegen Google.

Kla­ge­schrift beim texa­ni­schen Gene­ral­staats­an­walt, loka­le Kopie.

Der Ham­mer steht auf Sei­te 57:

Goog­le also has vio­la­ted users’ pri­va­cy in other egre­gious ways when doing so is con­ve­ni­ent for Goog­le. For instance, short­ly after Face­book acqui­red Whats­App, in 2015, Face­book signed an exclu­si­ve agree­ment with Goog­le, gran­ting Goog­le access to mil­li­ons of Ame­ri­cans’ end-to-end encryp­ted Whats­App messages, pho­tos, vide­os, and audio files.

Das bedeu­tet nicht mehr und nicht weni­ger, als daß es kei­ne E2E-Ver­schlüs­se­lung gibt, und daß Face­book eure ganz per­sön­li­chen Chats, Fotos usw. an Goog­le ver­kauft, jeden­falls 2015 einen sol­chen Ver­trag geschlos­sen hat, ganz sicher­lich in der Absicht, ihn auch zu erfüllen.

Ehr­lich gesagt: Face­book steht auf mei­ner per­sön­li­chen Inte­gri­täts­ska­la auf einer Stu­fe mit Hüt­chen­spie­lern und Gebraucht­wa­gen­händ­lern, aber DAS über­rascht mich dann doch. Und Goog­le auch.

Bn ja gespannt, was dar­aus wird. Es kla­gen die Bun­des­staa­ten Texas, Arkan­sas, Ida­ho, India­na, Ken­tu­cky, Mis­sis­sip­pi, Mis­sou­ri, Dako­ta, Utah. Da wird Goog­le kaum mit einem Deal rauskommen?

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Falscher Film: Die Schulen, die Cloud, der Datenschutz

Wir wis­sen es alle: Seit dem Früh­jahr sind Schu­len gezwun­gen, digi­ta­len Unter­richt in irgend­ei­ner Form anzu­bie­ten. Man­che kön­nen das bes­ser, man­che schlech­ter. Bei uns geht der Sohn auf ein MINT-Gym­na­si­um, da geht das ganz gut, die hat­ten schon vor Coro­na ein Schul-Mood­le, das sie dann deut­lich gepimpt haben.
Die Toch­ter geht (2 Klas­sen dar­un­ter) auf eine Montesso­ri-Schu­le, die ist nach eige­ner Aus­kunft auch digi­tal gut auf­ge­stellt. Es gibt einen Mail­ver­tei­ler auf dem alle Eltern sind, und das war es. 🤦‍♂️
Jeden­falls: Hin oder her — man braucht eine Video­kon­fe­renz-Lösung. Ich hal­te das wirk­lich für wich­tig. Leh­rer müs­sen prä­sent sein.
Das ist aber nichts mehr, was eine Schu­le, auch mit einem enga­gier­ten Info-Leh­rer, stem­men kann. Also nimmt man die übli­chen Verdächtigen:

Die übli­chen Ver­däch­ti­gen sind aller­dings nicht DGS­VO-kon­form. Das weiß man zwar, aber nun ja, wo kein Klä­ger, da kein Richter.
Klä­ger gibt es bis heu­te nicht, aber Mah­ner. Die gibt es nicht erst seit dem Golem-Artikel.

Was mich irre macht: Es ist völ­lig klar, daß das ille­gal ist, was die Schu­len seit nun fast einem Jahr machen. Das ist nicht den Leh­rern anzu­las­ten. Die ver­su­chen nur, in der Situa­ti­on das Bes­te für ihre Schü­ler raus­zu­ho­len, Aber es gibt Ver­ant­wort­li­che. Die, die viel­leicht im Früh­jahr noch sagen konn­ten, daß mit COVID nicht zu rech­nen war.
Wir haben es 9 Mona­te spä­ter, und NICHTS hat sich geän­dert. Die Leh­rer ste­hen immer­noch mit einem Bein im Knast, weil es kei­ne breit ver­füg­ba­ren rechts­kon­for­men Lösun­gen gibt. Und die­se kön­nen nicht von den Schu­len her­bei­gebe­tet werden.

Es kotzt mich so maßloß an…

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Trump ist weg, und ich warte auf Unterhaltung.

Das ist ja eine erfreu­li­che Nach­richt. Ich hat­te anfangs doch stark befürch­tet, daß er es noch mal schaf­fen würde.
Zu Biden fällt mir nichts ein. Bis­lang scheint sein größ­ter Vor­zug dar­in zu bestehen, nicht Trump zu sein.

Wor­auf ich mich aber freue: Da muß es unend­lich vie­le Geschich­ten aus Bizar­ris­tan geben, klei­ne und sol­che die gro­ße Poli­tik gemacht haben. Und wenn ich nur an den spät­rö­mi­schen Nepo­tis­mus den­ke. Genü­gend Insi­der dürf­te es geben, die Trump nur all­zu­gern gefahr­los ans öffent­li­che Mes­ser liefern.
Die ers­ten Ent­hül­lungs­bü­cher wer­den nicht lan­ge auf sich war­ten lassen.

Pop­corn für alle!

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Der Bund der Steuerzahler

erzählt mir von der hie­si­gen (M‑V) Steu­er­ver­schwen­dung: Eine Edel­kan­ti­ne im Land­tag, 7500 Euro frag­li­che Film­för­de­rung… Skan­da­le über Skandälchen.

Der Kon­zern müs­se zusa­gen, so ver­langt es Ber­lin, “min­des­tens sechs neue Uni­ver­sal-Schif­fe auf den MV Werf­ten” zu bau­en. Schif­fe der soge­nann­ten “Uni­ver­sal­klas­se” neh­men bis zu 2000 Pas­sa­gie­re an Bord.
Nach dem Schei­tern des Geschäfts­mo­dells “Kreuz­fahrt­schiff” ver­lan­gen Bun­des­fi­nanz- und Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um also den Bau von noch mehr Kreuzfahrtschiffen.

Und wei­ter:

Dar­aus darf man schlie­ßen, dass die deut­sche Staats­bank KfW, deren Toch­ter Ipex das Geschäft von Gen­ting an der deut­schen Ost­see­küs­te von vorn­her­ein mit rund drei Mil­li­ar­den Euro finan­ziert hat­te und die nun die 193 Mil­lio­nen Not­kre­dit nach­ge­schos­sen hat,

Ein paar Mil­li­ar­den hier, ein paar Hun­dert Mil­li­ön­chen dort, unter Freun­den gönnt man sich das. Oder wenn einem der Arsch auf Grund­eis geht, weil man läs­ti­ge Fra­gen befürch­tet, viel­leicht gar die Fra­ge, wer denn das alles wohl bezahlt?
Ver­mu­tungs­wei­se nicht die ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen aus ihrem Ver­mö­gen, und da ist so ein Bund der Steu­er­zah­ler, der Pea­nuts zum Auf­re­gen unters Volk bringt, doch ganz praktisch!

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