Erster Radeltag

Ich mache mit beim Stadt­ra­deln — im Team mei­ner Fir­ma. Nun ist die Idee ja eigent­lich die, daß man für den Arbeits­weg auf das Auto ver­zich­tet und statt­des­sen Rad fährt — natür­lich um CO₂ zu spa­ren. Tat­säch­lich aber ist es — zumin­dest bei uns, aber bei den ande­ren Teams wird es kaum anders sein, ein Wett­be­werb, wer die meis­ten Kilo­me­ter fährt.

Ges­tern gings los, da hat­te ich aber nur 7 Kilo­me­ter (ein­mal zur Schwes­ter und zurück). Heu­te früh bin ich dann erst­mal 22 Kilo­me­ter gefah­ren:

Das war ziem­lich früh, am Ryck traf ich gan­ze 3 Leu­te.

Nach dem Abend­brot bin ich dann noch­mal los:

Die bei­den Tou­ren hat­ten sich schon letz­tes Jahr bewährt, ich wer­de wohl dabei blei­ben. Ron­ny ist ohne­hin nicht zu schla­gen, Götz wird noch aus dem Hin­ter­halt angrei­fen, aber ein ehren­vol­ler drit­ter Platz soll­te drin sein 🙂

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Ach Dropbox

Sie mel­de­ten sich gera­de wie­der.

Ich habe seit Jah­ren erst Own- nun Next­Cloud. Mit meh­re­ren Hun­dert Giga­byte nicht nur für mich, son­dern auch die engs­te Fami­lie (also: für JEDEN meh­re­re Hun­dert GB).
Auf Drop­box habe ich aber etwas, was mir Next­Cloud nicht bie­tet: Einen Ver­aCrypt-Con­tai­ner. Da Drop­box block­wei­ses Sync kann, Next­Cloud aber nicht, wer­de ich wohl wei­ter­hin Drop­box-Schnor­rer blei­ben 🙂

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Umweltschutz funktioniert nicht in der sozialen Marktwirtschaft

Stei­le The­se, gell?

Doch schau’ mer mal: Als DIE Kli­ma­kil­ler (Umwelt ist nicht nur Kli­ma: Plas­te, ich weiß) wur­den aus­ge­macht:

  • Auto­ver­kehr
  • Flug­ver­kehr
  • Schiffs­ver­kehr, nament­lich Kreuz­fahr­ten

Was den Auto­ver­kehr betrifft: E‑Autos sind ganz sicher kei­ne Lösung. Eine Lösung wäre die mas­si­ve Sen­kung des Indi­vi­du­al­ver­kehrs, ob Ver­bren­ner oder elek­trisch.
Da wür­de aber hei­ßen: Ein­bruch der Auto­pro­duk­ti­on. Und dabei wäre es völ­lig egal, ob die deut­schen Her­stel­ler nun im E‑Bereich wirk­lich nach­zie­hen oder nicht. Und schon bei E‑Autos siehts schlecht aus für so man­chen Zulie­fe­rer: Moto­ren, Ein­spritz­an­la­gen, Aus­puff­an­la­gen… braucht man dann nicht mehr.
Von Brenn­stoff gar nicht zu reden.

Flug­ver­kehr: Allein der Her­stel­ler Air­bus hat 133k Mit­ar­bei­ter. Auch hier müs­sen wir die Zulie­fe­rer hin­zu­rech­nen. Und die Flug­hä­fen mit all dem Ser­vice­per­so­nal, den Shops, den Zubrin­gern, der Secu­ri­ty…

Kreuz­fahr­ten: Hier in M‑V gibt es eine Werf­ten­in­dus­trie, die etwas nach der Wen­de von Zocker-Rus­sen gekauft wur­de und nun größ­ten­teils für einen malai­ischen Misch­kon­zern arbei­tet. Ein ein­zel­nes gro­ßes Kreuz­fahrt­schiff kos­tet wohl in etwa $500 Mil­lio­nen, hin­zu kommt, daß Expe­di­ti­ons­schif­fe (also klei­ne­re Kreuz­fahrt­schif­fe, die auch dort­hin fah­ren kön­nen, wohin die gro­ßen nicht kom­men: Eis­mee­re zum Bei­spiel) gera­de boo­men.
Für Kreuz­fah­rer läßt Kiel den Steu­er­zah­ler blu­ten. Und dabei ist es Quatsch: Die Tou­ris­ten kau­fen nur Tin­nef, das ist alles. Jeden­falls in Ros­tock wer­den sie vom Schiff in Bus­se gekippt und 200 Kilo­me­ter weit nach Ber­lin gekarrt. We nicht mit­fährt, bleibt an Bord zum Essen (all inclu­si­ve!) und geht dann viel­leicht an Land, um eine Plüsch­mö­we made in Chi­na zu kau­fen.

Und so wer­den uns die Poli­ti­ker erzäh­len, daß an Auto­ver­kehr, Flug­ver­kehr, Kreuz­fahr­ten ARBEITSPLÄTZE hän­gen und sie nun alles mit Augen­maß ange­hen müs­sen. Wobei Augen­maß heißt: Nach der nächs­ten Wahl sehen wir wei­ter.

Und des­we­gen gehen Umwelt­schutz und sozia­le Markt­wirt­schaft nicht zusam­men. Weil sozia­le Markt­wirt­schaft näm­lich nur eine Tarn­be­zeich­nung für Kapi­ta­lis­mus ist.

Sor­ry, Wal­ter Eucken, Du hat­test das wahr­schein­lich anders gedach­t¹


¹ ich habe eine sehr per­sön­li­che Bezie­hung zu sei­nem Vater Rudolf.

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Die Teppichweber von Kujan-Bulak ehren Greta

Mir geht die qua­si­re­li­giö­se Ver­eh­rung von Gre­ta gehö­rig auf den Sen­kel. Als alter Kom­mu­nist habe ich natür­lich Brecht gele­sen 😀:

So nütz­ten sie sich, indem sie Lenin ehr­ten und
Ehr­ten ihn, indem sie sich nütz­ten, und hat­ten ihn
Also ver­stan­den.

Es geht nicht dar­um, Gre­ta zu unter­stüt­zen. Es geht dar­um, ihr Anlie­gen zu ver­ste­hen und ent­spre­chend uns selbst zu nüt­zen.

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Chrome ohne ftp?

Goo­g­les All­macht­phan­ta­si­en wer­den immer unap­pe­tit­li­cher — und lei­der tickt Mozil­la ähn­lich.

Zeit für einen anstän­di­gen Brow­ser!

~$ lynx -dump gopher://gopher.sokoll.com
                                  Gophermenü

       Welcome to Pygopherd!  You can place your documents
       in /var/gopher for future use.  You can remove the gophermap
       file there to get rid of this message, or you can edit it to
       use other things.  (You'll need to do at least one of these
       two things in order to get your own data to show up!)

       Some links to get you started:

 (DIR) [1]Pygopherd Home
 (DIR) [2]Quux.Org Mega Server
 (DIR) [3]The Gopher Project
 (DIR) [4]Traditional UMN Home Gopher

       Welcome to the world of Gopher and enjoy!

Verweise

   1. gopher://gopher.quux.org/1/devel/gopher/pygopherd
   2. gopher://gopher.quux.org/1/
   3. gopher://gopher.quux.org/1/Software/Gopher
   4. gopher://gopher.tc.umn.edu/1/
~$

Und in bunt!

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Greta

Nun segelt sie also gen New York, auf einem Renn­boot, brett­hart, ohne Koje, ohne jed­we­den Kom­fort, nicht ein­mal ein Klo gibt es.
Nun gibt es Vor­wür­fe, daß neue Seg­ler nach New York flie­gen wür­den (das wird auch nicht bestrit­ten), um die Yacht wie­der nach Mona­co zurück­zu­brin­gen.
War­um eigent­lich? Die Hin-Besat­zung kann doch auch zurück­se­geln?
Das hat ja mit Gre­ta erst­mal nichts zu tun, und doch: sie ist nun mal eine öffent­li­che Per­son, und jeder noch so klei­ne Neben­tritt wird ihr unter die Nase gerie­ben wer­den.
Und: Natür­lich ist die Rei­se ein PR-Stunt — was denn sonst? Kei­ne Ahnung, wer alles sie aus­nutzt: Die Yacht­eig­ner viel­leicht, viel­leicht ihr Vater, viel­leicht der Kame­ra­mann, viel­leicht auch nie­mand von den allen.

Ich möch­te mal dar­an erin­nern: Gre­ta ist ein Mäd­chen, 16 Jah­re alt. Da darf sie doch wohl die Ché-Pla­ka­te, die wir dann “erwach­sen” aus unse­ren Kin­der­zim­mern ver­damm­ten, wei­ter­ver­wen­den, selbst wenn auf die­sen Pla­ka­ten nur Eis­bä­ren zu sehen sind. Wer mit 16 nicht die Welt ver­bes­sern will, der ist tot! Sie geht halt nur kon­se­quent wei­ter. Und wird sich hof­fent­lich ver­lie­ben, unglück­lich wer­den, glück­lich wer­den, komi­sche Kla­mot­ten anzie­hen und gräß­li­che Musik hören — eben alles das tun, was man mit 16 tun muß.
Der PR-Rum­mel tut ihrer Sache nicht gut.
Wir soll­ten Gre­ta rich­tig ver­ste­hen.

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