Der Trockner will nicht

Die Gat­tin will trock­nen, die App ver­bin­det sich aber nicht mit dem Trock­ner (ja, man könn­te das Gerät auch mit der Hand bedie­nen, aber wir alten Leut­chen sind schließ­lich modern!)
Reboot tut immer gut.
Aber nicht in die­sem Falle.
Ping auf trockner.sokoll (selbst­ver­ständ­lich habe ich eine eige­ne TLD) funk­tio­niert, Netz ist also da. Strom gezo­gen und drau­ßen gelas­sen. Ping funk­tio­niert immmer noch. Hä???
Dann muß es ja wohl ein ande­res Gerät sein, aber welches?

Die /etc/dhcp/dhcpd.conf:

[…]
    host trockner {
      option host-name "trockner";
      hardware ethernet 34:86:5d:a0:71:84;
      fixed-address 192.168.1.57;
    }
[…]
    host sophia-tp {
      option host-name "sophia-tp";
      hardware ethernet 4:ea:56:78:ac:b2;
      fixed-address 192.168.1.57;
    }
[…]

Bamm! Die 192.168.1.57 ist dop­pelt ver­ge­ben, und da die Toch­ter ihren Lap­top auf­ge­klappt hat­te nach der Schu­le, die Gat­tin den Trock­ner aber erst danach ein­ge­schal­tet hat, stand der Trock­ner ver­zwei­felt ohne IP da. Und ohne IP nimmt er kei­ne Befeh­le ent­ge­gen, weder von uns noch vom Chinamann.

Ich muß bei Gele­gen­heit mal mit dem Admin reden.

Hals habe ich, vielen, dicken Hals

Da ste­he ich in der Küche, befül­le den Geschirr­spü­ler und möch­te, daß er mor­gen gegen 7 Uhr fer­tig ist. Dafür muß ich

  • nach­se­hen, wie lan­ge das gewünsch­te Pro­gramm wahr­schein­lich lau­fen wird (3:20)
  • von 7 Uhr 3:20 zurück­rech­nen, um die Start­zeit zu ermit­teln (3:40 Uhr)
  • von jetzt (20:40) rech­nen, wie­vie­le Stun­den es bis 3:40 Uhr sind (7 Stunden)
  • und trom­mel­wir­bel 7 Stun­den als Start­ver­zö­ge­rung einstellen

Wir haben vor etwa 25 Jah­ren eine Wasch­ma­schi­ne gekauft, bei der konn­te man die End­zeit ein­stel­len. Das war schon damals kein Luxus, es war eine etwas bes­se­re Siemens.
Selbst der teu­re Mie­le-Spü­ler kann das heu­te noch nicht, ein Vier­tel­jahr­hun­dert spä­ter; viel­leicht gibt es Chi­na­wa­re, die das mitt­ler­wei­le kann, made in Ger­ma­ny schein­bar nicht.
Und da mur­meln die Klein­künst­ler der Markt­wirt­schaft immer was von Ange­bot und Nach­fra­ge, und der Markt regelt das schon.
Einen Scheiß regelt der Markt!

Meine erste Demo seit langem

war heu­te. Die davor, ich bin mir sehr sicher, war am 1. Mail 1989, vor­bei­de­fi­lie­rend an den Jenen­ser Par­tei­grö­ßen auf der Tribüne.
Heu­te war also in Greifs­wald eine Demo gegen Rechts­ra­di­ka­lis­mus und nament­lich die AfD ange­setzt — und ich hal­te es für eine patrio­ti­sche Pflicht, gegen Rechts­ra­di­ka­lis­mus und nament­lich die AfD nicht nur zu sein, son­dern auch wenigs­tens ab und an zu pas­sen­der Gele­gen­heit zu demons­trie­ren — und heu­te war so eine Gele­gen­heit, noch dazu, wo der Sohn ganz selbst­ver­ständ­lich mein­te, daß er dabei sein wür­de. Was tut man nicht alles, um als coo­ler Papa zu erscheinen.
Also schwan­gen wir uns auf die Räder und fuh­ren zum Markt. Da waren schon vie­le Leu­te, und schnell ver­lor ich den Sohn und sei­ne Kum­pels aus den Augen und blieb für mich.


Dann gings auch schon los mit den Reden, der OB sprach kurz und gut, danach kam eine end­los schei­nen­de Abfol­ge von Rednern/innen, und das war teils gro­tesk. Ja, die Ver­an­stal­ter tra­ten als Bünd­nis auf. Und zu dem Bünd­nis gehö­ren dann neben Par­tei­en und Gewerk­schaf­ten eben auch die anti­fa­schis­ti­schen Frutarier:Innen, die quee­ren Bibliothekar:Innen usw. und natür­lich auch die Ver­ei­nig­te Volks­front. Und sie alle wur­den ihre Gruß­wor­te los.
Unan­ge­nehm absurd wur­de dann eine jun­ge Fau:in, die Pas­tor Niem­öl­ler zitierte:

Als die Nazis die Kommunist:Innen hol­ten, habe ich geschwie­gen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Gewerkschafter:Innen hol­ten, habe ich geschwie­gen, ich war ja kein Gewerkschaftler.
[…]

Doch, wirk­lich!
Man kann sich natür­lich fra­gen, was so eine Ver­an­stal­tung soll, die Teil­neh­mer sind sicher­lich nicht zum Dis­ku­tie­ren gekom­men, es gibt zum The­ma der Demo kei­nen Dis­kus­si­ons­be­darf unter den Teilnehmern.
Und doch: Da war die Jugend (der Sohn hat mit sei­nen Kum­pels und ein paar hun­dert ande­ren die Gegen­de­mo der Leer­den­ker nie­der­ge­brüll­t¹) und auch vie­le Sil­ber­haa­re wie ich. Das ist dann schon schön.

Aber: Ich wer­de gewiß kein Pro­fi-Demons­trant wer­den. Doch wenn es sein muß, bin ich bei aller Grum­pig­keit dabei. Denn Nazis, Schwurb­ler, Rechts­ra­di­ka­le muß man äch­ten als Gesell­schaft. Das ist, ich sag­te es, eine patrio­ti­sche Bürgerpflicht.


¹ https://nitter.net/ole_kracht/status/1749500506219643177#m

 

 

Suche im Browser, Javascript

In mei­nem Vault­wa­ren habe ich eine Notiz (borg­back­up pass­phra­ses), und ich weiß, daß die­se Notiz Anhän­ge hat.

Die Suche im Brow­ser fin­det auch den String “anhäng” — zeigt aber 0/1 Tref­fer an:

Also irgend­wo ist der String, aber wo?
Hier:

War­um es jetzt 2 Tref­fer gibt, weiß ich auch nicht.
Das ist doch Mist. Wenn ich suche und es Ergeb­nis­se gibt, die­se aber nicht ange­zeigt wer­den, dann ist das Mist.

Hät­te ich einen Tre­cker, wür­de ich viel­leicht demonstrieren 😉

 

 

Securitytheater

Bei IPv6 mit pri­va­cy exten­si­ons geht es rich­tig los 🙂
Natür­lich kommt jedes Log­in von einer neu­en Adres­se, das ist ja der Sinn der pri­va­cy extensions.


Wer weiß, wie man das bei Vault­war­den abstel­len kann, schreibt es bit­te unten👇 in die Kommentare 😉

Ich protestiere!

Eine Next­cloud-Instal­la­ti­on möch­te upge­da­ted wer­den, es geht in die Hose beim Sche­ma-Upgrade des mys­ql. Das ist auch des­we­gen ärger­lich, weil ich nicht der mys­ql-Admin bin, das ist ein Kollege.
Jeden­falls muß ein Back­up zurück­ge­spielt wer­den, alles kein Beinbruch.
Es funk­tio­niert auch, aller­dings beschwert sich Next­cloud, daß der letz­te Cron­job, der eigent­lich alle 5 Minu­ten lau­fen soll­te, zuletzt vor Stun­den gelau­fen ist.

Und da wirds unan­ge­nehm: crontab -l lis­tet kei­nen ent­spre­chen­den Job. Ach ja, Poet­te­ring gave systemd-timer to you… Und da fin­det sich dann auch der gesuch­te Job.

War­um zum Gei­er hat man nun zwei unab­hän­gi­ge Sche­du­ler? Ich will einen ein­zi­gen haben, meh­re­re sind doch Murks! Oder mei­net­we­gen einen Kom­pa­ti­bi­li­täts­lay­er, mit /etc/init.d/ hat mans ja auch geschafft.

So, ich suche mir jetzt einen Tre­cker und protestiere!

Die Sittenpolizisten bei Arte

brau­chen eine Weiterbildung:
Ich möch­te mir einen Film anse­hen, die­sen: https://www.arte.tv/de/videos/048182–000‑A/der-diskrete-charme-der-bourgeoisie/
Aber nicht vor 22 Uhr, wenn die Jugend, die ansons­ten tags­über auf Arte nach bösen Buñuel-Fil­men sucht, noch nicht schläft — das darf nicht sein:

Nun ja, grei­fen wir in die böse-Opas-haben-Hackertools-Kiste:

❯ yt-dlp https://www.arte.tv/de/videos/048182-000-A/der-diskrete-charme-der-bourgeoisie/
[ArteTV] Extracting URL: https://www.arte.tv/de/videos/048182-000-A/der-diskrete-charme-der-bourgeoisie/
[ArteTV] 048182-000-A: Downloading JSON metadata
[ArteTV] 048182-000-A: Downloading m3u8 information
[info] 048182-000-A: Downloading 1 format(s): VA-STA-2169+VA-STA-audio_0-Französisch
[hlsnative] Downloading m3u8 manifest
[hlsnative] Total fragments: 978
[download] Destination: Der diskrete Charme der Bourgeoisie [048182-000-A].fVA-STA-2169.mp4
[download] 100% of 1.39GiB in 00:02:16 at 10.48MiB/s
[hlsnative] Downloading m3u8 manifest
[hlsnative] Total fragments: 979
[download] Destination: Der diskrete Charme der Bourgeoisie [048182-000-A].fVA-STA-audio_0-Französisch.mp4
[download] 100% of 90.15MiB in 00:00:54 at 1.65MiB/s
[Merger] Merging formats into "Der diskrete Charme der Bourgeoisie [048182-000-A].mp4"
Deleting original file Der diskrete Charme der Bourgeoisie [048182-000-A].fVA-STA-audio_0-Französisch.mp4 (pass -k to keep)
Deleting original file Der diskrete Charme der Bourgeoisie [048182-000-A].fVA-STA-2169.mp4 (pass -k to keep)

Dem auf­merk­sa­men Leser wird auf­fal­len, daß die fran­zö­si­sche Ton­spur genom­men wird, wer die deut­sche haben will:

yt-dlp -f VA-STA-2169+VA-STA-audio_0-Deutsch https://www.arte.tv/de/videos/048182-000-A/der-diskrete-charme-der-bourgeoisie/

Aber das habt ihr nicht gele­sen, nicht daß die Jugend noch zum Kon­sum sub­ver­si­ver Kunst ange­regt wird!

Umweltverbrechen weit, weit weg

Das ist so bitter.
Die nörd­lichs­te Land­mar­ke Asi­ens ist Kap Ark­tit­sche­ski — und das Foto sieht ja schon mal übel aus:

Die Fäs­ser lie­gen zum gro­ßen Teil direkt an der Abbruch­kan­te. sie wer­den nicht dort­hin geschleppt wor­den sein. Also ent­we­der gerutscht, oder die Eis­kap­pe wird klei­ner (wahr­schein­lich), oder beides.
Satel­li­ten­auf­nah­men sehen weit übler aus. Goog­le Maps hat kei­ne guten, Apple hat wel­che, aber kei­ne Kar­ten­an­wen­dung im Browser.
Mit Duck­duck­go geht es unter Schmer­zen, Screenshot:

Das sind kei­ne Insek­ten­schwär­me, das sind Tau­sen­de Fäs­ser, man beach­te den Maß­stab links oben.

Auf duck­duck­go  gehen, raus­zoo­men und ca. zwei Kilo­me­ter nach Wes­ten gehen, dann sieht man es. Ich weiß nicht, von wann die Satel­li­ten­auf­nah­me ist, das Foto oben wohl von 2014, also noch nicht sehr alt. Daß die Rus­sen da auch nur ein paar Fäs­ser abge­holt haben, darf man bezwei­feln, eher fal­len die jedes Jahr ein­fach über die Klip­pe ins Wasser 🙁

 

Kuckbefehl

 

Ja, eine lan­ge Doku, und die letz­ten 30 Minu­ten sind irgend­wie ver­schütt gegan­gen¹. Har­te, sehr har­te Kost. Ich habe über 3 Tage in Abschnit­ten gese­hen, am Stück hät­te ich es nicht aus­ge­hal­ten. Macht kei­ne gute Lau­ne und jede Schu­le soll­te es den Schü­lern zeigen.
Men­schen sind zu /allem/ fähig.
Das muß man sich klar machen: Das Gulag war ein Wirt­schafts­sys­tem, um stän­dig neue Skla­ven zum Auf­bau des Sozia­lis­mus zu bekom­men. Mil­lio­nen und Aber­mil­lio­nen Män­ner, Frau­en, Kinder.

Das ist alles nicht neu. Wis­sen­schaft­ler haben dar­über geschrie­ben, eben­so wie deut­sche und sowje­ti­sche Schrift­stel­ler. Und doch. Die­se Doku mit ihren Bil­dern ist ein For­mat, was man nicht lesen kann.

Wirk­lich. Bit­te. Seht euch das Video an, auch wenn es schmerzt. Gera­de deswegen.

#Sta­lin #Sowjet­uni­on #Gulag


¹ Mit der eng­li­schen Ton­spur geht das Video bis zum Ende