Danke, Wurstblatt!

Irgend­ein Geis­tes­he­roe hat mei­nem loka­len Wurst­blatt vor­ge­schla­gen, fak­tisch sämt­li­che Arti­kel hin­ter einer Pay­wall zu ver­ber­gen. Mit einer trick­rei­chen Inno­va­ti­on: Alle Arti­kel sind etwa eine Stun­de nach Ver­öf­fent­li­chung frei les­bar.
Das hier ist hin­ter der Pay­wall. Das hier nicht.
Wahr­schein­lich geht das bei allen Ange­bo­ten aus dem Haus Mad­sack so.

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Raspi 3, Kodi, H.264

Ich habe mei­ne Fil­me immer mit H.264 und AAC kodiert, weil der Raspi angeb­lich H.265 nicht kann.

Jetzt habe ich mal spa­ßen­s­hal­ber einen Film mit H.265 kodiert, eine Video­spur, zwei Ton­spu­ren. Full HD, 25 fps.

ffmpeg -i input.mkv -map 0:0 -map 0:1 -map 0:2 -threads 12 -preset veryslow -c:v libx265 -c:a:0 libopus -b:a:0 64k -c:a:1 libopus -b:a:1 64k output.mkv

Und mal dem Kodi vor­ge­wor­fen, Ergeb­nis: Gar kein Pro­blem.

Die Cores dre­hen Däum­chen

Load

Und so rich­tig warm wirds auch nicht:

CPU Tem­pe­ra­tur

In die­sem Fal­le hat das kom­plet­te Video knapp ein GB, wäh­rend das ana­lo­ge mit H.264 3,7 GB sind. Zwar hat das enco­die­ren zu H.265 wesent­lich län­ger gedau­ert (ca. 1 Tag auf 12 Cores), aber die Platz­erspar­nis ist es das wert.

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ethernet-wlan-bridge auf Raspian

Die Gat­tin hat beschlos­sen, im Kel­ler Sport trei­ben zu wol­len. Ich hal­te das ja für ein Hirn­ge­spinst, bei kon­stant 13°C Tem­pe­ra­tur und 70% rela­ti­ver Luft­feuch­te. Aber nun ja. Auf mich hört nach > 25 Jah­ren IT nie­mand, war­um soll­te die Gat­tin nach 33 Jah­ren Ehe auf mich hören?
Sport ohne Musik ist doof, also muß Musik her. Das Haus ist mit Sonos ver­sorgt, also muß ein wei­te­rer Sonos in den Kel­ler (Es wird ein IKEA-Sonos aka Sym­fo­nisk wer­den).
Aber ob von Sonos direkt oder IKEA — er braucht WLAN. Da unten gibt es kein WLAN, aller­dings einen Raspberry4 mit WLAN. Dan kann man als Access Point ein­rich­ten. Das ist kein Voo­doo, ein Access Point ist nichts wei­ter als ein Medi­en-Kon­ver­ter; WLAN auf Ether­net und vice ver­sa. Bei Linux macht das eine Bridge (also ein Switch in Soft­ware)
Im Prin­zip: Ich habe irgend­was (näm­lich die Bridge), da stop­fe ich das Ether­net-Kabel und das WLAN-Kabel rein.
Ich bin nach https://www.elektronik-kompendium.de/sites/raspberry-pi/2002161.htm vor­ge­gan­gen — das funk­tio­niert wun­der­bar:

pi@r4:~ $ brctl show br0
bridge name	bridge id		STP enabled	interfaces
br0		8000.2e65a1eb24d4	no		eth0
							wlan0
pi@r4:~ $

Die Sache hat nur einen klei­nen Nach­teil: Sie funk­tio­niert nicht 🙂
Cli­ents bekom­men kei­ne DHCP-Adres­se, selbst mit einer fixen und kor­rek­ten IP-Kon­fi­gu­ra­ti­on kom­men sie nir­gend­wo­hin. Was tun? Natür­lich die Admin-Waf­fen her­aus­ho­len, die ganz gro­ße Bazoo­ka:

pi@r4:~ $ sudo tcpdump -i wlan0 ether host  d0:d2:b0:17:13:32
tcpdump: verbose output suppressed, use -v or -vv for full protocol decode
listening on wlan0, link-type EN10MB (Ethernet), capture size 262144 bytes

zeigt dann, daß der Cli­ent über­haupt mit gar nie­man­dem reden kann.
Das Ende vom Lied und nach Goog­len:

pi@r4:~ $ tail -4 /etc/sysctl.conf
# Damit die Bridge aus eth0 und wlan0 Pakete zwischen
# beiden Interfaces transportiert
# https://serverfault.com/questions/117788/linux-bridging-not-forwarding-packetsnet.bridge.bridge-nf-call-iptables = 0
net.bridge.bridge-nf-call-iptables = 0
pi@r4:~ $

Und die Schei­ße geht!

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Nordstream 2?

Heu­te beim Radeln kam ich hier vor­bei:

Das war süd­lich von Lub­min, mit Blick eben nach Lub­min. Ich muß­te sofort an Nord­stream 2 den­ken, wahr­schein­lich ist es das auch, denn EUGAL ist wohl die­ses. Und ARGE? Nun ja, das Job­cen­ter. Also wenn ich mich nicht täu­sche: Das ist der Punkt, an dem mor­gens sich die Bil­lig­löh­ner für Gaz­prom zu mel­den haben.

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Ärger am Abend

Beim Grie­chen via Lie­fe­r­an­do bestellt.
Was nicht kommt, ist das Essen.
Nach­ge­fragt beim Grie­chen: Lie­fe­r­an­do faxt die Bestel­lun­gen zum Grie­chen. Als Batch. Wenn der Batch meh­re­re Bestel­lun­gen ent­hält, fällt das Fax­ge­rät beim Grie­chen in Schock­star­re.
Unse­re Bestel­lung ist nie ange­kom­men.
Die Kin­der sind hung­rig und “freu­en” sich nun auf Schnit­te mit Brot.

Kennt jemand die Vor­wahl von #neu­land?

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Radeln gestern und heute

Ges­tern nach­mit­tag gings zur ver­bo­te­nen Insel: Koos. Die Salz­wie­sen davor sind größ­ten­teils tro­cken; das biß­chen Regen, was die letz­ten Tage run­ter­ge­kom­men ist, hat den Gär­ten gut getan — aber für die Natur war es viel zu wenig.

Natür­lich kam ich zum Brü­cken­zug, na ja, sind nicht so wahn­sin­nig vie­le Boo­te drau­ßen, so daß ich nur viel­leicht 10 Minu­ten war­ten muß­te.

Am Raps könn­te ich mich besof­fen sehen 🙂

Koos links.

Blick über die Salz­wie­sen und den Koo­ser See nach Greifs­wald

Hier läßt sichs radeln 😉

Und am nächs­ten Tag (also heu­te) nach dem Früh­stück kur­ze 25 Kilo­me­ter ums Städt­chen, zunächst am Ryck ent­lang.

Hier sieht man Coro­na: Nor­ma­ler­wei­se sind die Lie­ge­plät­ze um die­se Zeit voll. Dafür müs­sen die Boo­te aber ins Was­ser gekrant wer­den, und dafür braucht man ein Team mit mehr als zwei Men­schen aus einem Haus­halt. Wer also sein Boot vor der Kon­takt­sper­re gekrant hat­te, der liegt im Was­ser, wer nicht, ist noch im Boots­schup­pen.

Wei­ter auf­re­gen­des ist nicht zu berich­ten, nach dem Mit­tag gings dann Rich­tung Lud­wigs­bur­ger Haken, Lois­sin und Gahl­kow.

Man sieht, aus wel­cher Rich­tung der stei­fe Wind kommt, man kann sich dann den­ken, in wel­che Rich­tung ich zurück fah­ren muß­te 🙂

Pit­to­res­ker Baum­rest am Stra­ßen­rand.

Blick von mei­nem Lieb­lings­platz.

Kite­sur­fer — wird er aus dem Was­ser kom­men?

Die gehen auf Horn­hecht — mit Coro­na-Abstand.

Und dann gings nur noch nach Hau­se.
Beloh­nung: nach 3 Tagen bin ich ers­ter beim #Stadt­ra­deln 🙂

 

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Marktwirtschaft

Kann mir mal bit­te jemand Markt­wirt­schaft, ins­be­son­de­re das Ding mit Ange­bot, Nach­fra­ge, Preis erklä­ren?

Ich bin heu­te an eini­gen Tank­stel­len vor­bei­gera­delt und habe mich über die nied­ri­gen Die­sel­prei­se gewun­dert.
Die Prei­se sind so nied­rig, lese ich allent­hal­ben, weil wegen Coro­na die Nach­fra­ge ein­ge­bro­chen ist. Daß sie ein­ge­bro­chen ist, ist sicher­lich rich­tig. Nur: fährt jetzt irgend­je­mand vor Freu­de über die nied­ri­gen Prei­se hun­der­te Kilo­me­ter um den Block, nur um bil­lig nach­tan­ken zu kön­nen? Kaum. Bei mir ist der Tank seit Wochen voll; auch wenn der Sprit exakt 0 Cent kos­ten wür­de, könn­te ich gar nicht tan­ken, der Tank ist ja voll.
Ande­res­her­um aber auch: Klar gibt es immer noch vie­le, die tan­ken müs­sen. Man sieht ja, die Stra­ßen sind nicht leer. Nur: alle, die tan­ken müs­sen, wür­den auch die “alten” Prei­se zah­len — es blie­be ihnen ja nichts ande­res übrig.

Daß also der Sprit­preis durch Ange­bot und Nach­fra­ge bestimmt wür­de — ich glau­be es (noch) nicht.

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Wie funktioniert eigentlich twittern bei Politikern?

Eben stol­per­te ich über die­sen Tweet des Fri­sör­meis­ters und Minis­ter­prä­si­den­ten für kür­zes­te Zeit Tomas Kem­me­rich. Der Tweet ist natür­lich horns­dumm — was bei jeman­dem, der sich von der AfD ins Amt hie­ven läßt, nicht über­rascht. Seis drum.

Ich fra­ge mich aller­dings: Feu­ert der ein­fach sei­ne Tweets ab und küm­mert sich nicht um deren Wir­kung? Soll­te es so sein und die Wir­kung wum­pe — war­um twit­tert er dann über­haupt? Anders­her­um wird es aber auch nicht bes­ser: Wenn die Wir­kung nicht egal ist, dann hät­te er längst ein­grei­fen müs­sen, und sei es, indem er den Tweet löscht. Oder hält er sich für Trump?

So oder so habe ich den Ver­dacht, daß der nur twit­tert, weil die ande­ren auch twit­tern, die Inhal­te aber letzt­lich egal sind. Das kann man ja so machen — aber war­um liest ihn dann irgend­je­mand?

Und: Unter­schei­det er sich da grund­le­gend von ande­ren Poli­ti­kern sei­ner Gehalts­klas­se?

Und nicht zuletzt: Haben die nicht alle einen unter­be­zahl­ten Social-Media-Prak­ti­kan­ten, der wenigs­tens Kor­rek­tur liest?

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