Tempolimit auf der Autobahn und sonstwo

Es ste­hen ja Wah­len an, und wenn dem deut­schen Wäh­ler eins hei­lig ist, dann ist das ein Tem­po­li­mit auf der Autobahn.
Nun war das vor ein paar Jah­ren noch ein­fach: Freie Fahrt für freie Bür­ger! Mit­hin: Ein gene­rel­les Tem­po­li­mit wird es mit Par­tei [A-Z]{3} nicht geben, nie­mals nicht!

Tem­po­ra mutan­tur et nos mutamur in illis.

Die dum­me Frei­heits-Frak­ti­on ist deut­lich klei­ner gewor­den, und so scheint ein gene­rel­les Tem­po­li­mit in Reich­wei­te. Es ist ja auch bekloppt, wir befin­den uns auf einem Niveau mit Afgha­ni­stan, Bhu­tan, Burun­di, Hai­ti, Mau­re­ta­ni­en, Myan­mar, Nepal, Nord­ko­rea, Soma­lia und Vanua­tu. Wenn das der Scheu­er Andy wüßte!
Jeden­falls ist ein gene­rel­les Tem­po­li­mit Wahl­kampf­the­ma — und ich fin­de es bescheu­ert. Denn mir wird nur die Wahl gelas­sen zwischen

  • 120 (Lin­ke)
  • 130 (Grüne/SPD)
  • ∞ (CDU/CSU/FDP/AfD)

Eins fin­de ich so bescheu­ert wie das ande­re (nein, ∞ ist bescheu­er­ter als alles ande­re). Nur: Wenn ich aus Thü­rin­gen kom­me und nach Hau­se fah­re, dann über die A20. Da kann man locker 120 Kilo­me­ter am Stück mit Tem­po­mat 160 fah­ren, das ist ziem­lich ent­spannt. War­um also nicht?

160 als Ober­li­mit fän­de ich gut, weni­ger in viel­leicht 20-er Schrit­ten über­all dort, wo es ange­mes­sen ist. Aber bit­te nicht starr, son­dern dyna­misch, also abhän­gig von Ver­kehrs­dich­te, Fahr­bahn­zu­stand, Wetter.

Auf die Fra­ge “Sind Sie für ein Tem­po­li­mit von 130 auf der Auto­bahn?” hät­te ich kei­ne Antwort.

Stefan Heym, doppelt

Ers­te Lek­tü­re: Der Win­ter uns­res Miß­ver­gnü­gens — wo die Ver­bin­dung zu Stein­becks The win­ter of our dis­con­tent liegt, weiß ich nicht. Es muß einen Zusam­men­hang geben, der Zufall wäre allzugroß.
Wo begin­nen? Wer Heym nicht kennt: Hier ent­lang. Das Büch­lein ist kein Roman, es sind Tage­buch­no­ti­zen, bear­bei­tet, um Rück­blen­den erwei­tert, kurz: dann doch Lite­ra­tur. Der ers­te Ein­trag datiert vom 16. Novem­ber 1976, dem Tag, an dem Bier­mann offi­zi­ell aus­ge­bür­gert wur­de. Zur Erinnerung:

Die zustän­di­gen Behör­den der DDR haben Wolf Bier­mann, der 1953 aus Ham­burg in die DDR über­sie­del­te, das Recht auf wei­te­ren Auf­ent­halt in der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik entzogen.
Die­se Ent­schei­dung wur­de auf Grund des »Geset­zes über die Staats­bür­ger­schaft der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik – Staats­bür­ger­schafts­ge­setz – vom 20. Febru­ar 1967«, Para­graph 13, nach dem Bür­gern wegen gro­ber Ver­let­zung der staats­bür­ger­li­chen Pflich­ten die Staats­bür­ger­schaft der DDR aberkannt wer­den kann, gefaßt.
Bier­mann befin­det sich gegen­wär­tig in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Mit sei­nem feind­se­li­gen Auf­tre­ten gegen­über der Deut­schen Demo­kra­ti­schen Repu­blik hat er sich selbst den Boden für die wei­te­re Gewäh­rung der Staats­bür­ger­schaft der DDR ent­zo­gen. Sein per­sön­li­ches Eigen­tum wird ihm – soweit es sich in der DDR befin­det – zugestellt.

So war das damals. Heym glaubt, daß das eine völ­lig destruk­ti­ve Ent­schei­dung ist, weil jeder ehr­li­che Schrift­stel­ler sich auf­leh­nen wird, er notiert ätzend: “[…] das Aus­bür­gern wür­de sich ein­bür­gern, wenn jetzt nicht gespro­chen wird.”
Wor­aus dann der Pro­test wird.

(Bild von https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0213_bie&object=context&l=de)
Nina Hagen dabei — wohl wegen ihrer Mut­ter und weil Man­fred Krug ihr Zieh­va­ter war — und der nahm kein Blatt vor den Mund, der war ein Haudrauf.

Zurück zu Heym: Natür­lich ent­steht eine sol­che Reso­lu­ti­on, die direkt Hon­ecker angreift (Hermlin war Hon­eckers Duz­freund, der wuß­te, daß man Bier­mann nicht ohne des­sen Pla­cet aus­bür­gern kann). Und dar­über geht dann das Tage­buch: Die Aus­bür­ge­rung, der offe­ne Brief, die Fol­gen von beidem.

Inter­es­sant ist die Lebens­welt von Heym: Der hat über­all den Mund auf­ge­macht und gesagt, was er sagen woll­te. Der hat­te kei­ne Angst vor nie­man­dem, muß­te er wohl auch nicht haben, Heym war sakro­sankt wie kein ande­rer (mit Aus­nah­me von Hermlin viel­leicht) Die Schrift­stel­ler (und ein paar Schau­spie­ler plus Fritz Cremer) waren schnell zu mobi­li­sie­ren: Sie hat­ten alle ein Tele­fon (was durch die gesam­te DDR-Zeit ein Pri­vi­leg war), alle wohn­ten in/bei Ber­lin, und immer war die Woh­nung oder eher das Haus groß genug, um vie­le Men­schen zu ver­sam­meln. Man lese mal, wie Man­fred Krug leb­te — das hat­te mit der Lebens­wirk­lich­keit des ordi­nä­ren Bür­gers nichts mehr zu tun. Heym plant sei­nen Frank­reich-Urlaub. Die DDR ließ sich ihre Vor­zei­ge­künst­ler was kos­ten, frag­los. Gleich­zei­tig wuß­ten alle, daß sie unter stän­di­ger Beob­ach­tung durch die Sta­si stan­den. Tele­fo­ne wur­den abge­hört, stän­dig Bewa­cher im Schlepp­tau, Heym wur­de durch sei­ne Haus­häl­te­rin aus­spio­niert (die Berich­te befin­den sich im Anhang) Heym sel­ber hat das weni­ger ange­foch­ten, er wuß­te, daß er am Tele­fon bes­ser unver­bind­lich bleibt und ansons­ten Nar­ren­frei­heit genießt. Vie­le ande­re waren weni­ger robust und gaben nach Mona­ten auf und gin­gen in den Wes­ten. Denn was soll­te man machen, wenn man nicht ver­öf­fent­li­chen darf, nicht auf­tre­ten darf, kei­ne Fil­me dre­hen darf?

Der letz­te Ein­trag ist vom 24. Dezem­ber 1976, Heym liest zu Hau­se der Fami­lie die Weih­nachts­ge­schich­te vor: Fürch­tet euch nicht!
Das Tage­buch behan­delt also nur etwa fünf Wochen, durch Rück­blen­den dann aber doch einen deut­lich grö­ße­ren Zeitraum.

Und doch: Im Nach­gang kann man sagen: Die Bier­mann-Aus­bür­ge­rung hat das Ende der DDR eingeleitet.

Lese­emp­feh­lung? Ja, es ist nicht viel Text, aber viel Sprung­brett für eige­ne Recher­chen. Man ist nach Lek­tü­re defi­ni­tiv klü­ger als vorher.


Zwei­te Lek­tü­re: Die Archi­tek­ten. Ganz ande­res The­ma, ganz ande­re Zeit (geschrie­ben in den 60-ern). Der Roman geht schon mal rich­tig übel los: Juli­an Goltz, einst vor den Nazis in die Sowjet­uni­on geflo­hen, wird von die­ser an Hit­ler­deutsch­land aus­ge­lie­fert. Er befin­det sich in Brest in einem Vieh­wag­gon, die Über­ga­be steht unmit­tel­bar bevor, er läßt sein Leben Revue pas­sie­ren, erin­nert sich an sei­ne Frau, die im sowje­ti­schen Lager ver­reckt ist, an ihre Toch­ter, die er in guten Hän­den bei einem deut­schen Freund in Mos­kau weiß. Nach Deutsch­land über­stellt zu wer­den ist ihm eigent­lich egal. Er wur­de vom NKWD gefol­tert, nun wird er von der Gesta­po wei­ter­ge­fol­tert werden.
Es gibt einen Aus­weg: Sich erschie­ßen las­sen, und so läuft er los, im Nie­mands­land zwi­schen Deutsch­land und der Sowjetunion.

Von wel­cher Sei­te, dach­te er, wür­de die ers­te Kugel geflo­gen kom­men; dann spür­te er sie, ein ein­zi­ger gro­ßer Schmerz.

Uff. Pau­se, sacken las­sen. Das erin­nert mich an Chris­top Hein, da stirbt der Mann genau­so tro­cken (er wird erschlagen)
Das ist aber nur der Pro­log, die eigent­li­che Hand­lung beginnt spä­ter, in Ost­ber­lin in den 50-ern beim Bau der Sta­lin­al­lee. Die Toch­ter Julia ist mitt­ler­wei­le eine jun­ge Frau, ver­hei­ra­tet mit dem Mann, zu dem ihre Eltern sie in Mos­kau gege­ben haben: Arnold Sund­strom. Der ist mitt­ler­wei­le Chef­ar­chi­tekt der Sta­lin­al­lee, ange­kom­men auf dem Kar­rie­re­gip­fel, den Natio­nal­preis hat er fest in Aus­sicht. Sie haben bei­de ein Kind, ein Haus, ein Auto, eine Haus­häl­te­rin, sie lie­ben sich — alles in Butter.
Ab hier dekon­stru­iert Heym den Sund­strom. Es stellt sich zag­haft anfangs, dann immer deut­li­cher, her­aus, daß Sund­strom Juli­as Eltern damals in Mos­kau denun­ziert hat. Dann hat er es in der DDR und ihrer halb­ga­ren Abrech­nung mit dem Sta­li­nis­mus durch Tak­tie­ren, Krie­chen usw. eben bis zum Chef­ar­chi­tek­ten gebracht.

Der Roman spielt nach dem XX. Par­tei­tag der KPdSU, Julia bekommt irgend­wie Chrust­schows Geheim­re­de. Nehmt euch 30 Minu­ten Zeit und lest das. Das ist Jahr­hun­dert­ge­schich­te. Und nach der Lek­tü­re ist nichts mehr wie es vor­her war in ihrem Leben.

Ich fin­de den Roman nicht son­der­lich gelun­gen. Die Dia­lo­ge könn­ten auf Ver­samm­lun­gen gespro­chen wer­den, aber in der Fami­lie, unter Freun­den und Kol­le­gen? Kaum. Oder war das in den 50-ern viel­leicht doch so?
Es bleibt eine bit­te­re Abrech­nung nicht nur mit dem sowje­ti­schen Sta­li­nis­mus, son­dern auch mit dem unter­schwel­li­gen Sta­li­nis­mus, der in der DDR wei­ter­ge­lebt hat. Dar­in ist der Roman gut.

Lese­emp­feh­lung? Jein

 

#aus­ge­le­sen

Kreuzfahren durch die Arktis

Ich muß in die rus­si­sche Ark­tis. Unbe­dingt. Franz-Josef-Land, Sewer­na­ja Seml­ja, Neu­si­bi­ri­sche Inseln, Wran­gel-Insel — kurz: die Nordost-Passage.
Man kann die­se Rei­sen buchen, mit ultra­kom­for­ta­blen Schiff (neh­me ich sehr ger­ne) und lei­der meh­re­ren hun­dert Mit­pas­sa­gie­ren. Wenn ich die Foto­stre­cken so betrach­te, sind das zumeist pen­sio­nier­te Gym­na­si­al­leh­rer, Ober­stu­di­en­rä­te und Pharmazieräte.
Dan­ke der Nach­fra­ge, ich habe fast gar kei­ne Vorurteile 😉
Jeden­falls sehen die auf den Fotos alle wie Ü60 aus, ein Alter, das ich erst in 6 Mona­ten erreicht haben wer­de. Mit solch Tat­ter­volk möch­te ich nicht expe­die­ren. Eigent­lich möch­te ich mir mir allein blei­ben, zumal es nie­man­den gibt, der mit mir so aus­ge­gli­chen zuran­de­kommt wie ich. Wir bei­de kom­men gut aus miteinander 😀
Gut, ein paar weni­ge Dut­zend Fami­lie und Kol­le­gen und Bekannt­schaft gehen so, die dürf­ten mit.

Was tun? Mir kam eine genia­le Idee: Ich buche ein­fach sämt­li­che Kabinen…

 

#addic­ted­to­the­arc­tic

Juli Zeh, Über Menschen


Juli Zeh spielt natür­lich auf Unter Leu­ten an. Es gibt aber nicht wirk­lich eine Ver­bin­dung, außer daß der Hand­lungs­ort hier wie dort ein bran­den­bur­gi­sches Dorf in der Pam­pa ist. Den Titel fin­de ich reich­lich bemüht, Über­men­schen­tum fin­det trotz eines Nazis nicht statt.

Es ist ein Roman gewor­den über die Groß­stadt gegen das Kaff­dorf, über Ber­li­ner hedo­nis­ti­sche Pseu­do-Intel­lek­tu­el­le und Dorf­be­woh­ner, deren Pro­blem kom­plett ande­re sind, über eine Vater-Toch­ter-Bezie­hung, über den Dorf­na­zi, der ein lie­ben­der Vater ist, über die Ber­li­ner nai­ve, libe­ra­le Städ­te­rin, über Coro­na und wie es die Abge­ho­ben­heit der Poli­tik vom Leben her­aus­schält, über Freund­schaft und Haß, über den Tod. Über Men­schen halt.

Die Hel­din Dora (Ach­tung Kli­schee: Wer­be­agen­tur, Ber­li­ner Alt­bau­woh­nung, Freund Gre­ta-Grou­pie), 35 Jah­re, hat eine klei­ne Mid­life-Cri­sis, trennt sich von ihrem Freund, kauft ein her­un­ter­ge­kom­me­nes Haus irgend­wo im bran­den­bur­gi­schen und zieht dort­hin um.
Zum Haus gehört ein über­gro­ßes ver­wu­cher­tes Grund­stück, so ist das nun ein­mal in der Pam­pa, das sie beackert unter Anlei­tung von You­tube-Vide­os. Gleich am Anfang stellt sich der Nach­bar vor: “Ich bin hier der Dorf-Nazi.” Und ganz zwei­fel­los ist er ein Nazi.

Über die ers­te Buch­hälf­te wer­den wei­te­re (Neben)Figuren ein­ge­führt: Das schwu­le Pär­chen, das AFD wählt. Ein ande­rer Nach­bar, der ras­sis­ti­sche Wit­ze auf Fips-Asmus­sen-Niveau jedem erzählt, der es nicht hören will. Die allein­ste­hen­de jun­ge Mut­ter mit blau­en Haar­sträh­nen, die Nacht­schicht schiebt, damit sie ihre zwei Schul­kin­der wenigs­tens noch mor­gens sehen kann. Der Über­va­ter, bedeu­ten­der Hirn­chir­urg, der mit sei­nem Jagu­ar stän­dig zwi­schen der Cha­ri­té und dem Wohn­ort Müns­ter pen­delt. Und noch ein paar mehr.

Die eigent­li­che Geschich­te ist die von Dora und Gote, dem Nazi-Nach­barn, und des­sen Toch­ter (8 Jah­re? Weiß nicht mehr) Fran­zi. Kei­ne Angst, kei­ne Lie­bes­ge­schich­te, aber doch die einer Art Freund­schaft. So hilft Gote unauf­ge­for­dert Dora, baut ihr ein Bett, die drei malern zusam­men im Haus.

Das ist alles ziem­lich kli­schee­haft, und das hat mich anfangs gestört. Jedoch: Das muß so. Juli Zeh ent­wirft ihre Figu­ren, ent­wirft die Büh­ne (sie sel­ber wohnt ja in einem bran­den­bur­gi­schen Dorf) und läßt sie dann auf­ein­an­der los.
Das ist immer span­nen­der zu lesen mit jedem Kapitel.
Die let­zen bei­den, Gotes Tod und sein Begräb­nis, aber vor allem Fran­zis Schick­sal im let­zen Kapi­tel, haben mich dann arg mit­ge­nom­men, ja, ich habe geweint.

Zehs Schrei­be ist nüch­tern und ein­fach. Haupt­satz, Neben­satz, Haupt­satz. Das ist kein sub­li­mer Stil, paßt aber zu den Figu­ren und zum Land. Und sie hat fei­nen Humor, vor allem dort, wo sie die Lebens­fremd­heit der “Krea­ti­ven” in ihren sozia­len Fil­ter­bla­sen aufs Korn nimmt.

Man kann dem Roman vor­wer­fen: er men­schelt mit dem Nazi. Zeh läßt kei­nen Zwei­fel auf­kom­men: Gote ist ein Nazi. Wer bei Bier mit den Nazi-Kum­pels das Horst-Wes­sel-Lied grölt, ist ein Nazi. Und doch ist er auch ein hilfs­be­rei­ter Nach­bar und lie­ben­der und sor­gen­der Vater.
Leser, die sich ihr Welt­bild aus der 280-Zei­chen-Fil­ter­bla­se zurecht­ser­vie­ren las­sen, wer­den damit mög­li­cher­wei­se nicht klar kommen.

Ger­ne hät­te ich gewußt, wie es mit Fran­zi wei­ter­geht. Wer weiß, viel­leicht gibt es ja einen Nachfolgeroman?

Lese­emp­feh­lung? Bis ca. zur Hälf­te war ich mir nicht sicher. Die Figu­ren sind Ste­reo­ty­pen, sie ste­hen für einen Men­schen­typ, sie ent­wi­ckeln sich nicht. Doch dann kommt Fahrt auf: Das Ver­hält­nis Dora — Gote — Fran­zi ent­wi­ckelt sich doch span­nend, und man nimmt Anteil — bis man eben am Ende flennt.
Also: Leseempfehlung!

 

#aus­ge­le­sen

Der Kreml auf Jan Mayen

Kris­ti­an und Johan hat­ten Geburts­tag — herz­li­chen Glückwunsch!
Was mich neu­gie­rig gemacht hat: Der Kreml.
Kreml auf Jan Mayen
War­um hat eine Hüt­te auf Jan May­en den Namen “Kreml 1958”?
Nun, Olon­kin­by­en wur­de ab 1958 gebaut, und die Bau­ar­bei­ter muß­ten ja irgend­wo unter­kom­men, Und so wur­den meh­re­re Hüt­ten gebaut, aus Treib­holz. Das Treib­holz auf Jen May­en kommt aus Sibi­ri­en. Und des­halb nann­te man damals die Hüt­ten scherz­aft “Kreml”

Habe ich im Inter­net irgend­wo gelesen!

 

#addic­ted­to­the­arc­tic

Neue Brille

nach zehn oder so Jah­ren, die Augen­ärz­tin war baß erstaunt.
Die Wer­te haben sich kaum geän­dert, nur im Nah­be­reich signi­fi­kant. Sie mein­te, das sei nun mal im Alter so.

Vor­hin habe ich die Bril­le geholt, ich hab’ alles drin: helio­troph, Kunst­stoff, ent­spie­gelt, beschich­tet, dün­ner geschlif­fen und: Gleit­sicht. Die alte war auch eine Gleit­sicht­bril­le, aber schein­bar anders geschlif­fen, jeden­falls jetzt sehe ich am Rech­ner mit der neu­en unge­nau­er als mit der alten, Gott sei für das Ein­zoo­men in den Bild­schirm gedankt.

Wird wohl ein paar Tage dau­ern, bis ich mich dar­an gewöhnt habe.