Netflix, ihr beknackten Dummbatzen!

In Ergän­zung zu einem frü­he­ren Bei­trag:

#Net­flix auf dem App­leTV ging mal wie­der nicht. Ich soll­te mich ein­log­gen, gebe die rich­ti­ge Email-Adres­se an das rich­ti­ge Paß­wort, “Es ist ein Feh­ler auf­ge­tre­ten, ent­we­der ihre Email-Adres­se oder Ihr Paß­wort ist falsch” (sinn­ge­mäß).

Auf dem Tele­fon geht Net­flix auch nicht, aber nur, wenn ich im WLAN bin, via LTE: Kein Pro­blem. Das müf­felt nach dem alten Pro­blem: Net­flix, v6 via #tun­nel­bro­ker.net. Glück­li­cher­wei­se habe ich ja mei­nen eige­nen anstän­dig log­gen­den Name­ser­ver (bind9), und beim durch­fors­ten von queries.log sticht ins Auge:

26-Oct-2020 20:21:55.814 client 192.168.1.70#62106 (dualstack.apiproxy-website-nlb-prod-2-b4de62b516adfbbf.elb.eu-west-1.amazonaws.com): query: dualstack.apiproxy-website-nlb-prod-2-b4de62b516adfbbf.elb.eu-west-1.amazonaws.com IN A + (192.168.1.41)

dualstack — ick hör Dir trap­sen! (Bit­te nicht fra­gen, war­um nach A und nicht AAAA gefragt wird, ich habe kei­ne Ant­wort)
Jeden­falls hilft in named.conf.local

zone "amazonaws.com" {
        type forward;
        forward only;
        forwarders {
                192.168.1.91;
        };
};

Für ein mie­fi­ges Net­flix schmei­ße ich ganz AWS aus dem v6-Netz! Suuuu­per, ihr Net­flix-Dep­pen! Und auch vie­len Dank für die kom­plett fla­schen Feh­ler­mel­dun­gen, da hät­tet ihr bes­ser geschrie­ben “Hat halt ned gefunzt 🤷‍♂️!”

Nun ja, die Gat­tin ists zufrie­den, die Ehe mal wie­der geret­tet.


Aber ehr­lich mal: Ich könn­te dem Kapi­ta­lis­mus ja ganz even­tu­ell was abge­win­nen — wenn er denn so effi­zi­ent wäre wie die FDP immer behaup­tet. In Wirk­lich­keit aller­dings ist das alles nur bil­li­ger Buden­zau­ber auf Hüt­chen­spie­ler-Niveau.

 

#unmut

0

Zigbee: Reichweite?

Mein #HomeAs­si­stant redet nur über Ethernet/WLAN mit den Gerä­ten. Die­se sind fast alle IKEA Tråd­fri und wer­den von HomeAs­si­stant dann via IKEA-Bridge  ange­spro­chen, die­ses kom­mu­ni­ziert dann mit den Gerä­ten (Lam­pen, Fern­be­die­nun­gen, Schal­ter, Steck­do­sen) via #Zig­bee. Das funk­tio­niert wie es soll.
Nun ist es aber so, daß die Tråd­fri-Fern­be­die­nun­gen schon schick sind — nur lei­der las­sen sie sich von HomeAs­si­stant aus nicht anspre­chen, wahr­schein­lich gibt die Bridge das nicht her. Aber könn­te man sie aus­le­sen, dann lie­ße sich alles mög­li­che damit anstel­len — mein Schwa­ger ist schon ganz scharf dar­auf 😉
Also ist die Idee, die Fern­be­die­nun­gen direkt via Zig­bee anzu­spre­chen — dazu muß HomeAs­si­stant aber erst­mal Zig­bee spre­chen. Das läuft auf einem Raspi 4, und ich lieb­äug­le mit RaspBee II, schon weil der Preis über­schau­bar ist, so daß ein Fehl­kauf nicht schlimm wird.

Nun aller­dings ist der Raspi im Kel­ler, das nächs­te Zig­bee-Gerät (eine Tråd­fri-Lam­pe) ist ca. 6 Meter ent­fernt, getrennt durch eine Kel­ler­de­cke (Stahl­be­ton) und eine Mau­er (Hohl­zie­gel). Da Zig­bee ja ein Mesh-Netz­werk ist, soll­te ich nur einen Zugang benö­ti­gen, eben die­se Lam­pe. Hat jemand prak­ti­sche Erfah­run­gen mit Zig­bee durch Stahl­be­ton?

0

fefe: mal wieder übers Ziel geschossen

Manch­mal bekom­me ich den Ein­druck, fefe wür­de für eine kna­cki­ge Über­schrift sehr viel tun, so auch hier. Lis­ten and repeat:

Die Staats­an­walt­schaft von Olden­burg

Folgt man dem Link, steht da das genaue Gegen­teil:

Ankla­ge­be­hör­de kri­ti­siert Ver­hal­ten ihres Mit­ar­bei­ters

Aber sicher ging es mal wie­der nur um Medi­en­kom­pe­tenz…
Oh, ich lese ihn ger­ne, das ist in den meis­ten Fäl­len erfri­schend und gedan­ken­pro­vo­zie­rend. Aber manch­mal, wie hier, geht es nur um den bil­li­gen Effekt. Scha­de, hat er nicht nötig.

0

Bunte Medienvielfalt ist wichtig

Des­halb: Unter­stützt den Lokal­jour­na­lis­mus, es gibt vie­le gute Argu­men­te dafür!

(zwei Screen­shots rei­chen zur Illus­tra­ti­on)

Ost­see-Zei­tung:


Leip­zi­ger Volks­zei­tung:

Han­no­ver­sche All­ge­mei­ne

Kie­ler Nach­rich­ten

Dresd­ner neu­es­te Nach­rich­ten

Mär­ki­sche All­ge­mei­ne

Wolfs­bur­ger All­ge­mei­ne

 

Toll. so vie­le Mei­nun­gen unab­hän­gi­ger Jour­na­lis­ten lesen zu kön­nen!
Oder sind die viel­leicht gar nicht unab­hän­gig, son­dern dru­cken nur wei­sungs­ge­mäß die Vor­la­gen aus der Kon­zern­zen­tra­le ab?

Tache­les: Mir ist durch­aus klar, daß auch Jour­na­lis­ten Mie­te zah­len müs­sen. Das muß­ten sie frei­lich frü­her auch, und es funk­tio­nier­te. Nie­mand hat euch Zei­tun­gen ins Web gezwun­gen, das war eure freie Ent­schei­dung.
Ich bin ein alter grump­li­ger Sack mitt­ler­wei­le, das hat den Vor­teil, über Erfah­rung zu ver­fü­gen.

I’ve seen things you peop­le would­n’t belie­ve. An inter­net without coo­kies. I saw porn in stills only. Mail ser­vers that relay­ed for ever­yo­ne. Sear­ching gopher­space with vero­ni­ca. All tho­se moments will be lost in time, like tears in rain.

Time to live on

Wenn ihr kei­ne funk­tio­nie­ren­de Geschäfts­idee habt, dann macht eure Online-Buden dicht! Oder wenigs­tens: Hört auf in Text­bau­stei­nen alle hal­be Jah­re erneut zu bet­teln, das ist unwür­dig.

 

#Jour­na­lis­mus #Unmut

0

Detlef Lotze: Griechische Geschichte

Zu die­sem Büch­lein hebe ich ein beson­de­res Ver­hält­nis — vor mehr als 30 Jah­ren hat­te ich beim Autor Vor­le­sun­gen in Alter Geschich­te, ich den­ke, auch Semi­na­re in Epi­gra­phik, wenn ich mich rich­tig erin­ne­re.
Die Vor­le­sun­gen, Semi­na­re, Übun­gen waren ein Graus. Der Mann war ein wan­deln­des Lexi­kon, der wuß­te ALLES (über grie­chi­sche Geschich­te) und war dabei staub­tro­cken wie die gan­zen Bücher in den Rega­len, die er durch­ge­ar­bei­tet haben muß.

Nun ja: Ich wer­de älter und stel­le immer öfter fest, daß es noch eini­ges nach­zu­ho­len und auf­zu­ar­bei­ten gilt im immer kür­zer wer­den­den Rest­le­ben — war­um also nicht mal mit dem Alt­his­to­ri­ker von damals?

Das Buch ist genau­so kno­chen­tro­cken wie sein Autor es war. Eine end­los lan­ge Ket­te an Haupt­sät­zen, in die sich nur ver­se­hent­lich ab und an ein Neben­satz ver­irrt hat.
Wer mal auch nur den Anfang der Gene­sis gele­sen hat, der wird wis­sen, was ich mei­ne. Nur fol­gen bei Lot­ze Schlacht auf Schlacht, Herr­scher auf Herr­scher, Söh­ne auf Väter. Und so quält man sich denn durch das gan­ze Buch — Lese­ver­gnü­gen ist was ande­res.
Bele­ge via Fuß­no­ten gibt es kei­ne, man muß dem Autor ver­trau­en (gele­gent­lich merkt er an, daß etwas umstrit­ten sei, das ist aber eher sel­ten) — im Prin­zip ist das ein aus­ufern­der, rie­sen­lan­ger Lexi­kon­ar­ti­kel, der aus der Hoch­zeit des Posi­ti­vis­mus im 19. Jahr­hun­dert stam­men könn­te. (Dazu sei aber ein­ge­scho­ben: In sei­nen Lehr­ver­an­stal­tun­gen leg­te er gro­ßen Wert auf die Fest­stel­lung, daß man allen Über­lie­fe­run­gen erst­mal skep­tisch begeg­nen sol­le, ins­be­son­de­re bei all­zug­lat­ten Zah­len: 10.000 Grie­chen gegen 100.000 Per­ser und ähn­li­ches)

Am Ende gibt es zwei Nach­wör­ter, eine recht nütz­li­che Zeit­ta­fel, eine umfang­rei­che Lite­ra­tur­lis­te (völ­lig wert­frei, ein­fach nur auf­ge­lis­tet, eins, zwei, drei) und ein Per­so­nen­re­gis­ter. Das könn­te nütz­lich sein, wenn denn Links gelegt wor­den wären, anstatt nur eine Sei­ten­zahl nach der Per­son abzu­dru­cken.

Lese­emp­feh­lung?
Für ange­hen­de Geschichts­stu­den­ten, die einen schnel­len und dabei doch umfas­sen­den Abriß der grie­chi­schen Geschich­te suchen — viel­leicht, eben­so viel­leicht für alle inter­es­sier­ten Lai­en.
Für den gro­ßen Rest der Mensch­heit eher nicht.

#aus­ge­le­sen

0