Die Angst vor externen Links bei den Qualitätsmedien

Exem­pla­risch an der Süd­deut­schen: Dort gibt es einen inter­es­san­ten Arti­kel, der sich mit Mani­pu­la­ti­on durch Weg­las­sen beschäf­tigt: Es gibt da wohl ein vira­les Video, das aller­dings so geschnit­ten ist, daß es eine völ­lig fal­sche Ver­si­on des Gesche­hens trans­por­tiert. Denn es gibt ein wei­te­res Video, das auch den Kon­text zeigt.
Aller­dings gibt es kei­ne Links, weder auf das eine noch das ande­re Video, wohl aber einen Link auf alle SZ-Bei­trä­ge zum The­ma Trump. Das Link-Ziel bleibt im Wer­be­be­reich der SZ.
Und das ist absurd: Die SZ weist zu Recht dar­auf hin, daß Kür­zun­gen mani­pu­la­tiv sein kön­nen, kürzt aber sel­ber radi­kal jeden Beleg (Link) zum kon­kre­ten Fall voll­stän­dig, indem sie erst gar kei­ne Links aka Bele­ge lie­fert.
Mei­ne Behaup­tung: Weil irgend­ein Mensch mal auf einem Semi­nar gelernt hat, daß man Besu­cher so lan­ge wie mög­lich auf den eige­nen Sei­ten hal­ten muß, wegen der Wer­be­ein­nah­men.
Und die ande­ren, Welt, FAZ, SPON… sind genau­so ängst­lich.
Aber auch das macht Jour­na­lis­mus kaputt, denn Jour­na­lis­mus ohne Bele­ge droht zur Behaup­tungs­ver­brei­tungs­ma­schi­ne zu wer­den.

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Schulempfehlung, Gymnasium

Nun wird unser jüngs­ter tat­säch­lich immer älter, und es steht eine Lebens­ent­schei­dung an: Auf wel­che Schul­form soll er nach der 6. Klas­se (die er gera­de besucht) wech­seln?
Tat­säch­lich haben er und auch wir Eltern nie gezwei­felt: Er möch­te und soll dann auch ein Abitur machen (sei­ne Leh­rer sehen das genau­so)

Aber das ist völ­lig bekloppt: Hier in M-V gibts sowohl G8 (12 Jah­re bis zum Abitur) als auch G9 (13 Jah­re) Die staat­li­chen Gym­na­si­en haben alle nur G8, sei­ne jet­zi­ge Schu­le bie­tet sowohl G8 als auch G9. Das Abitur aber ist ein Zen­tral­ab­itur, die Anfor­de­run­gen sind also nicht nur lan­des­weit ein­heit­lich, son­dern auch das G8-Abitur ist exakt das­sel­be, das bei G9 tes­tiert wird. Also haben die G8-er exakt den­sel­ben Stoff in der­sel­ben Gesamt­stun­den­an­zahl wie die G9-er. Das erreicht man dadurch, daß die G9-er die 10. Klas­se dop­pelt machen; fak­tisch bleibt also jeder, der das Abitur in 13 Jah­ren macht, in der 10. Klas­se sit­zen. Kommt ihr noch mit?
WTF??? Wel­che Irren den­ken sich sowas aus???
Und dann noch der Irr­sinn, daß gefühlt jeder Elek­tro­meis­ter ein Abitur haben müß­te. In der DDR gab es eine Abi-Quo­te von 10% (plus 5% Fach­ar­bei­ter mit Abitur) Und es war gut, denn es bedeu­te­te, daß wirk­lich nur Leis­tungs­fä­hi­ge zum Abitur kamen, und des­halb war es auch kein Pro­blem, das Abi in 12 Jah­ren zu machen. Und wer ein Abi hat­te, hat dann auch in aller Regel stu­diert. Und das war gut. Heu­te haben wir Fach- und Hoch­schu­len, deren För­de­rung an der Stu­den­ten­an­zahl hängt — kein Wun­der, daß die Bil­dungs­an­stal­ten immer mehr mit­tel­mä­ßi­ge Stu­den­ten haben.

Also: Was wir brau­chen, sind viel weni­ger Abitu­ri­en­ten. Ein Abitur soll­te erlangt wer­den, um an einer Uni zu stu­die­ren. Unis soll­ten Wis­sen­schaft­ler aus­bil­den. Dann ist das Abitur in 12 Jah­ren auch kein Pro­blem mehr. Wenn die omi­nö­se Indus­trie Wis­sen­schaft­ler braucht, ist das ja OK. Wenn sie hoch­spe­zia­li­sier­te Fach­idio­ten braucht: bit­te sel­ber aus­bil­den.
Und: Nehmt end­lich den Län­dern die Bil­dungs­ho­heit weg, ver­dammt!

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Wreckwatching, Inselbrauerei

Neu­lich hats auf der Schaa­be ein Wrack frei­ge­spült — die Welt­me­di­en über­schlu­gen sich.
Die Schwes­ter frug an, ob wir wohl zusam­men das Wrack bestau­nen woll­ten — natür­lich woll­ten wir.

Kurz über­leg­te ich, ob Moritz und ich nicht mit dem Rad hin­fah­ren soll­ten (sind ca. 100 Kilo­me­ter) Aber dann: Nein, es ist recht kühl und wir sind untrai­niert und müß­ten ja auch wie­der zurück. Über 200 Kilo­me­ter an einem Tag gehen dann wohl doch aufs Sitz­fleisch.
Nein, war ein Scherz, natür­lich dach­ten wir nicht über Radeln nach 🙂

Auf der Hin­fahrt schlief Sophia sofort ein, sie war die Nacht vor­her bei einer Freun­din, und sie haben wohl noch von 1 bis 3 Film gese­hen (WTF???)
Da rund Ber­gen an der B96 gear­bei­tet wird, das Navi davon nichts wuß­te und die Aus­schil­de­rung der Umlei­tung reich­lich spar­sam ist, sind wir erst­mal eine Ehren­run­de um Ber­gen her­um­ge­fah­ren — aber mal ganz ehr­lich: wer kann das schon von sich behaup­ten? 😉

Das Wrack war dann recht unspek­ta­ku­lär, aber das wuß­ten wir ja.

Es ist übri­gens hier:

Und so sieht es aus:

Man hat einen schö­nen Blick rüber nach Wittow/Kap Arko­na:

Nach Wür­di­gung sind wir am Strand nach Glo­we spa­ziert, um im Fischer­hus Mit­tag zu essen, fast alle hat­ten wir das tra­di­tio­nel­le Ruga­ner Gericht Fish’n Chips. Anfangs schien die Kell­ne­rin über­for­dert, aber das war ein Irr­tum. Und nein, es gibt kei­ne Fotos, nicht ein­mal kom­pro­mit­tie­ren­de!

Halb­wegs gesät­tigt spa­zier­ten wir dann durch den recht brei­ten Küs­ten­wald zurück zum Park­platz. Inter­es­sant war, daß es dort gar kei­ne rich­ti­gen Wege gibt — man kann lau­fen, wo man will. Aller­dings gibt es dann doch fest­ge­tre­te­ne Wege, die sind aber wohl nur ent­stan­den, weil Men­schen nun mal dort lang­ge­hen, wo schon ande­re Men­schen lang­ge­gan­gen sind ind er Ver­gan­gen­heit.

Nun, und dann fuh­ren wir halt zurück. Bine brauch­te noch Brot, und in Ram­bin (fast) an der Stre­cke gibt es einen “Bau­ern­markt”, bei dem man neben sehr vie­len ande­ren Din­gen auch Brot kau­fen kann.
Und fast ganz genau­so wich­tig ist, daß es neben­an einen Werks­ver­kauf der Insel­braue­rei gibt, mit Aus­schank. Das muß­ten Bernd und ich natür­lich sofort tes­ten.

Und dann ging es nur noch nach Hau­se 🙂

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Wohnen im Greifswalder Hafenquartier

Also wenn die OZ rich­tig zitiert:

Auch wenn noch kei­ne Grund­stücks­prei­se für das Quar­tier bekannt sei­en, rech­ne sie mit Kalt­mie­ten um die zehn bis elf Euro pro Qua­drat­me­ter sowie einem zu zah­len­den Genos­sen­schafts­an­teil von 400 bis 700 Euro pro Qua­drat­me­ter. Das macht für eine 80 Qua­drat­me­ter-Woh­nung locker bis zu 56000 Euro aus.

dann haben die Pro­jekt­ent­wick­ler einen an der Waf­fel. Die­se Genos­sen­schafts­an­tei­le kann man viel­leicht in Dubai ver­lan­gen…

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Satzkunst und Ebooks

Jeden­falls Kind­les .kfx macht Huren­kin­der. Das fin­de ich ja nun aus­ge­spro­chen pein­lich.

Das ist beson­ders ärger­lich, da der Kind­le ja nicht zwei Sei­ten neben­ein­an­der dar­stellt, son­dern ein­zel­ne Sei­ten,

Schau­der 🙁

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Trådfri befreien

Na ja, ein rei­ße­ri­scher Titel muß schon sein, gell?

Man kann sein Smart Home bei IKEA furcht­bar güns­tig begin­nen: Man kauft eine Lam­pe im Set mit einer Fern­be­die­nung. Da ist die Fern­be­die­nung schon mit der Lam­pe gekop­pelt, man schraubt die Lam­pe ein­fach in den Sockel, gibt Strom drauf — und schon kann man die Lam­pe mit der Fern­be­die­nung schal­ten. 15 Euro oder so. Das war mei­ne ers­te Lam­pe. Dann kam im Wind­fang eine Lam­pe nicht mit Fern­be­die­nung, son­dern mit Bewe­gungs­mel­der hin­zu.

Das ist jetzt das The­ma.

Am Bewe­gungs­mel­der kann man hin­ten zwei Din­ge ein­stel­len: Leucht­dau­er und ob der nur im Dun­keln oder immer schal­ten soll. Selbst­ver­ständ­lich soll er nicht schal­ten, wenn es tags­über hell ist — das wäre ja Schwach­sinn.. Nur: er funk­tio­niert ver­läß­lich nur in der Stel­lung always on. Das ist natür­lich nicht wei­ter tra­gisch; den zusätz­li­chen Ener­gie­ver­brauch kann man ver­nach­läs­si­gen. Aber schön ist das eben doch nicht.

Und jetzt kommt die rich­ti­ge™ Home Auto­ma­ti­sie­rung ins Spiel: Was wäre, wenn man die Ver­bin­dung zwi­schen Bewe­gungs­mel­der und Lam­pe kom­plett auf­bricht und die gan­ze Logik an (HomeAssistant|OpenHAB|IOBroker|Whatever) aus­la­gert?
Das muß gehen. Jeden­falls kann ich schon mal eine belie­bi­ge Akti­on (Home­As­si­stant) aus­füh­ren las­sen, sobald ich den Wind­fang betre­te.

- alias: Bewegung im Windfang Licht in HWR einschalten
  trigger:
    platform: state
    entity_id: sensor.windfang_bewegungsmelder
    to: 'on'
  action:
    service: light.turn_on
    data:
      entity_id: light.hwr_deckenlampe
      brightness_pct: 100

Ich möch­te das dann mit sun ver­bin­den, dann habe ich näm­lich genau das, was ich will: tags­über wird nicht geschal­tet, im Dun­keln schon.
Aber erst mor­gen 🙂

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McGoogle, jemand zu Hause?

Die dre­hen ja völ­lig frei bei Goog­le.

Zeit, dem Laden end­gül­tig den Rücken zu keh­ren.
Viel­leicht noch die gmail-Adres­se als Spamton­ne wei­ter­ver­wen­den; glück­li­cher­wei­se habe ich gmail nie für ande­res als Goog­le sel­ber benutzt.

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