Kategorie: Haus

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Hier (iPho­ne-App) kann man hübsch visua­li­siert sehen, wie das funk­tio­niert.

Es wird ja die gan­ze Zeit Luft von drau­ßen ins Haus gebla­sen, das ist, als hät­te man stän­dig die Fens­ter leicht gekippt und einen leich­ten Durch­zug. Dann aller­dings wür­de die kal­te Außen­luft direkt ins Haus kom­men.
Im Bild aber sieht man, daß die Außen­luft mit 1°C (tat­säch­lich sind drau­ßen gera­de -4°C) in den Wär­me­tau­scher kommt und dort durch die Abluft von 22°C auf immer­hin 18°C erwärmt wird. Die Abluft aus dem Haus hat hin­ter dem Wär­me­tau­scher nur noch 5°C.

Wer also ein Haus baut und noch ein paar Taler übrig hat: Ich kann so eine Umluft-Anla­ge nur emp­feh­len. Man hat immer fri­sche Luft ohne ein ein­zi­ges Fens­ter auf­ma­chen zu müs­sen.

Ob sich das energetisch/finanziell rech­net? Glau­be ich kaum. Aber der Kom­fort­ge­winn ist enorm!

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Trådfri befreien

Na ja, ein rei­ße­ri­scher Titel muß schon sein, gell?

Man kann sein Smart Home bei IKEA furcht­bar güns­tig begin­nen: Man kauft eine Lam­pe im Set mit einer Fern­be­die­nung. Da ist die Fern­be­die­nung schon mit der Lam­pe gekop­pelt, man schraubt die Lam­pe ein­fach in den Sockel, gibt Strom drauf — und schon kann man die Lam­pe mit der Fern­be­die­nung schal­ten. 15 Euro oder so. Das war mei­ne ers­te Lam­pe. Dann kam im Wind­fang eine Lam­pe nicht mit Fern­be­die­nung, son­dern mit Bewe­gungs­mel­der hin­zu.

Das ist jetzt das The­ma.

Am Bewe­gungs­mel­der kann man hin­ten zwei Din­ge ein­stel­len: Leucht­dau­er und ob der nur im Dun­keln oder immer schal­ten soll. Selbst­ver­ständ­lich soll er nicht schal­ten, wenn es tags­über hell ist — das wäre ja Schwach­sinn.. Nur: er funk­tio­niert ver­läß­lich nur in der Stel­lung always on. Das ist natür­lich nicht wei­ter tra­gisch; den zusätz­li­chen Ener­gie­ver­brauch kann man ver­nach­läs­si­gen. Aber schön ist das eben doch nicht.

Und jetzt kommt die rich­ti­ge™ Home Auto­ma­ti­sie­rung ins Spiel: Was wäre, wenn man die Ver­bin­dung zwi­schen Bewe­gungs­mel­der und Lam­pe kom­plett auf­bricht und die gan­ze Logik an (HomeAssistant|OpenHAB|IOBroker|Whatever) aus­la­gert?
Das muß gehen. Jeden­falls kann ich schon mal eine belie­bi­ge Akti­on (Home­As­si­stant) aus­füh­ren las­sen, sobald ich den Wind­fang betre­te.

- alias: Bewegung im Windfang Licht in HWR einschalten
  trigger:
    platform: state
    entity_id: sensor.windfang_bewegungsmelder
    to: 'on'
  action:
    service: light.turn_on
    data:
      entity_id: light.hwr_deckenlampe
      brightness_pct: 100

Ich möch­te das dann mit sun ver­bin­den, dann habe ich näm­lich genau das, was ich will: tags­über wird nicht geschal­tet, im Dun­keln schon.
Aber erst mor­gen 🙂

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Vielleicht bekomme ich die Pluggit ja doch noch ans HomeAssistant

Jeden­falls habe ich mal die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Tele­fon und Anla­ge mit­ge­schnit­ten — das sieht sehr ein­fach gestrickt aus, und zumin­dest zum Lesen ist wohl auch kei­nen Authen­ti­fi­zie­rung nötig.

Es ist immer ein Fra­ge-Ant­wort-Spiel: Die App fragt ein Regis­ter ab, die Anla­ge ant­wor­tet.
Ein typi­sches Ant­wort­pa­ket sieht so aus:

Die 23 könn­te die Luft­tem­pe­ra­tur im Haus sein. Man müß­te jetzt “nur” noch wis­sen, wie man an ein bestimm­tes Regis­ter kommt, und wel­ches Regis­ter wel­chen Wert lie­fert.
Dann soll­te man mit der Doku wei­ter­kom­men.

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Ingenieure, IT

Hier im Haus haben wir eine ziem­lich gute (ziem­lich ist unter­trie­ben) Lüf­tungs­an­la­ge eines deut­schen(?) Her­stel­lers — die­se.
Nun kann man heut­zu­ta­ge kaum noch Anla­gen ver­kau­fen, die nicht in irgend­ei­ner Wei­se über Com­pu­ter und/oder Apps bedient wer­den kön­ne, so auch unse­re Anla­ge.
Jeden­falls irgend­wie:

WLAN TCP / IP via Rou­ter ja
Anschluss Mod­bus / IP via Rou­ter ja

Das

via Rou­ter ja

ist natür­lich falsch: Das Gerät hat einen Ether­net-Anschluß, ist ein DCHP-Cli­ent (nix IPv6) und spricht dort nicht etwa HTTP, son­dern Mod­Bus. Die Anla­ge muß also nur ans LAN mit einem DHCP-Ser­ver (es läßt sich kei­ne fixe Adres­se ver­ge­ben) kom­men. Daß man im Tech­nik­raum Ether­net zu lie­gen hat, ist eher unwahr­schein­lich, aber für WLAN hat es aus wel­chen Grün­den auch immer nicht gereicht (nein, man kann es auch nicht nach­rüs­ten).

Hat man dann doch die Anla­ge ans Netz bekom­men, kann man sie mit einer App (Andro­id oder IOS) steu­ern, also jeden­falls wenn die App die Anla­ge fin­det, was immer­hin oft der Fall ist. nmap -sT -p502 fin­det die Anla­ge immer.

Aber man kann sie auch viel detail­lier­ter kon­fi­gu­rie­ren — dafür hat die Anla­ge einen USB-Anschluß. Mini-USB-B. Schon das ist gaga. Um das machen zu kön­nen, gibt es ein Pro­gramm namens iFlow, nur hipp mit dem i. Aller­dings nur für Win­dows. Es braucht .NET 3.5, das ist von anno dazu­mal. Es braucht genau die­se Ver­si­on, neue­re gehen nicht.
Ich habe kein Win­dows, in einer VM auf Linux wird die Anla­ge nicht gefun­den (ich wer­de wei­terfri­ckeln, viel­leicht doch irgend­wann?)
Wür­de ich eine Ver­bin­dung bekom­men, hät­te ich 3 Accounts:

  • User (ohne Paß­wort)
  • Instal­la­teur (mit Paß­wort)
  • Admin (mit ande­rem Paß­wort)

Die Paß­wör­ter sind hart codiert und ste­hen im Inter­net. Das GUI ähnelt der SPS-Steue­rung eines Atom­kraft­wer­kes (jeden­falls stel­le ich mir eine sol­che so vor)

Ehr­lich: So schafft sich Deutsch­land ab.

2+

Pluggit am Netz

Das war ein klei­nes Dra­ma. Das Teil kann auf drei­er­lei Arten bedient wer­den:

  • am Front­pa­nel
  • am Rech­ner via USB-Kabel
  • via App

Am Front­pa­nel ist ja ein­fach — aber da gibts auch nur die Mög­lich­keit, zwi­schen den Stu­fen 0 (aus) und 4 zu wäh­len, das ist dann alles.
Und natür­lich zuwe­nig.
Die meis­ten Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten bie­tet wohl die Vari­an­te via USB. Da gibts dann ein Pro­gramm, aller­dings nur für Win­dows. Und da es hier kein Win­dows gibt, bleibt nur noch die drit­te Vari­an­te übrig: via IOS-/An­dro­id-App.
Dazu müß­te aller­dings die Plug­git erst­mal ins WLAN kom­men. Kommt sie aber man­gels WLAN-Modul nicht. Es gibt nur Ether­net via RJ45, und auch nur DHCP.
Glück­li­cher­wei­se hat­te ich noch einen alten Access-Point rum­zu­lie­gen, den man im Cli­ent-Mode betrei­ben kann. Das WLAN ist dahin­ten zwar mies, reicht aber.
Ein nmap zeig­te dann schnell Port 502 (Mod­Bus) als offen an. Bis­lang hat­te die App noch nie die Plug­git gefun­den — und tat es auch dies­mal, trotz mehr­ma­li­gen Anbrül­lens, nicht.
Run­ter­ge­wor­fen, neu­in­stal­liert, tut.

Schlicht, aber aus­rei­chend

Angeb­lich kann man mit dem Win­dows-Pro­gramm sehr viel mehr ein­stel­len, ins­be­son­de­re die Schwell­wer­te für den Som­mer-Bypass (dann wird die küh­le Nacht­luft nicht mehr am Wär­me­tau­scher vor­bei­ge­führt, son­dern direkt ins Haus gebla­sen) mani­pu­lie­ren.
Da muß ich mir noch mal jeman­den mit Win­dows auf ein Bier ein­la­den.

Für Home­As­si­stant gibt es ein Mod­Bus-Modul, das wäre was für graue Win­ter­aben­de viel­leicht 😉

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Nicht ganz fertig geworden

So, die Lüf­tungs­an­la­ge ist fast fer­tig, aber eben nicht ganz, der Fuß­bo­den­le­ger muß noch mal Mon­tag kom­men und die Sockel­leis­ten anbrin­gen.

Aaaber: Sophia kann nach Wochen wie­der end­lich in ihrem Zim­mer in ihrem Bett schla­fen.
Dar­auf freut sie sich.

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