Edgerouter-X: ipsec hardware offloading

Nach­dem das ipsec doch erstaun­lich schnell zum Flie­gen gebracht wur­de, woll­te ich doch mal genau­er mes­sen, was off­loa­ding bringt.
In der Con­fig auf dem Edge­rou­ter:

ubnt@router:~$ grep -A3 offload /config/config.boot
    offload {
        hwnat enable
        ipsec enable
    }
ubnt@router:~$

Bzw. disable, wenn man es aus­schal­ten will.

Das Ergeb­nis ist ein­deu­tig:

Jeweils ein iperf3 über 10 Minu­ten über das VPN, im ers­ten Fal­le ohne, im zwei­ten mit Off­loa­ding. Beim ers­ten Test, also ohne off­loa­ding, fin­de ich inter­es­sant, daß nur ein Core (#3) wirk­lich Last bekommt:

Das ist ein Snapshot, si auf Cpu3 war die meis­te Zeit deut­lich höher, so zwi­schen 95 und 100%. Und an ksoftirqd kann man sehr schön sehen, daß die Cpu/3 stöhnt 🙂

Auch der Durch­satz ist höher mit off­loa­ding, aber immer noch mies (34 Mbits/sec mit, 27 ohne off­loa­ding). Aller­dings hängt mein Test­ge­rät am Wlan, das wer­de ich dann wohl mal ans Kabel stöp­seln.

Span­nend!

 

0

wp-to-diaspora wordpress plugin

The­re is a nas­ty litt­le bug in WP to dia­spo­ra — if you have text after a clo­sing </pre>, this text will occur in the pre­for­mat­ted block and not out­si­de, which would be cor­rect.

Here is the fix, if you do not want to wait until an update is released.

—-8<—-

Some text

a line preformatted text
another line preformatted text

Some more text

a line preformatted text
another line preformatted text

And more text at the end

—-8<—-

0

IPSEC site2site VPN ER-X gegen Checkpoint

Fein­fein­fein, das funk­tio­niert näm­lich 🙂

vpn {
    ipsec {
        auto-firewall-nat-exclude enable
        esp-group FOO0 {
            compression disable
            lifetime 3600
            mode tunnel
            pfs enable
            proposal 1 {
                encryption aes256
                hash sha1
            }
        }
        ike-group FOO0 {
            ikev2-reauth no
            key-exchange ikev1
            lifetime 28800
            proposal 1 {
                dh-group 14
                encryption aes256
                hash sha1
            }
        }
        site-to-site {
            peer vpngw.example.com {
                authentication {
                    mode pre-shared-secret
                    pre-shared-secret einsicherespasswortbitte
                }
                connection-type initiate
                description Work
                ike-group FOO0
                ikev2-reauth inherit
                local-address any
                tunnel 1 {
                    allow-nat-networks disable
                    allow-public-networks disable
                    esp-group FOO0
                    local {
                        prefix a.a.a.0/24
                    }
                    remote {
                        prefix b.b.0.0/16
                    }
                }
            }
        }
    }
}

Das muß natür­lich zur Check­point pas­sen.
Erstaun­li­cher­wei­se hat iperf3 den Ein­druck, daß der Durch­satz OHNE ipsec off­loa­ding deut­lich bes­ser ist.
Und ich soll­te mal sehen, ob die Para­me­ter nicht doch noch zu ver­bes­sern sind (SHA-1 vs. SHA-256 zum Bei­spiel).

Aber soweit: 👍

0

Wie kann man nur so schußlig sein?

Heu­te woll­ten wir mit dem Auto nach Thü­rin­gen fah­ren, Enkel, Schwie­ger­toch­ter, Sohn besu­chen. Da der Die­sel mor­gens immer extrem teu­er ist, war ich ges­tern Abend noch tan­ken.
Heu­te früh also das Auto voll­ge­packt, und in Erwar­tung von ca. 6 Stun­den Auto­fahrt los­ge­fah­ren. Komisch. Das Auto stot­tert und ruckelt fürch­ter­lich, so schlimm, daß wir gleich in die Werk­statt fuh­ren. Der Meis­ter sah sich also die Malai­se an, kam nach 30 Minu­ten mit einer berech­tig­ten Fra­ge zurück: „War­um riecht der Die­sel im Tank so streng nach Ben­zin?“

SCHEISSE!!!!!!
Offen­sicht­lich hat­te ich Ben­zin getankt.

Er hat uns dann gleich dar­auf vor­be­rei­tet, daß das durch­aus zwi­schen fünf- und zehn­tau­send Euro kos­ten kann. 🙁
Vier Stun­den spä­ter kam dann der Anruf: Sprit abge­las­sen, alle Lei­tun­gen gespült, Kraft­stoff­fil­ter gewech­selt, neu betankt, 417 Euro. Uff.

Und dann konn­ten wir also doch och fah­ren, wenn auch mit eini­ger Ver­spä­tung.

Voll­idi­ot!

0

Hallo McPolizei? Jemand zu Hause?

Aus dem heu­ti­gen Wurst­blätt­chen:

Mäd­chen im Alter zwi­schen zehn und elf Jah­ren wur­den auf­ge­for­dert, per Whats­App Nackt­bil­der und Vide­os von sich zu ver­schi­cken.

Zehn und elf Jah­re und einen Whats­App-Account? Da wird die Poli­zei doch sicher­lich die Eltern ins Gebet neh­men?
Nun ja, irgend­wie schon:

Die Poli­zei gibt auch Tipps für den Umgang mit Whats­App:

Kann man sich gar nicht aus­den­ken, sowas.

#Neu­land

0

Monica Kristensen: Amundsens letzte Reise

#aus­ge­le­sen

Von die­sem Buch hat­te ich per Zufall erfah­ren, mor­gens im Radio bei NDR Kul­tur. Das hör­te sich inter­es­sant an, und so kauf­te ich das Buch¹

Das Buch glie­dert sich in zwei Tei­le: zuerst geht es um die Ret­tung der ita­lie­ni­schen Nord­pol-Expe­di­ti­on unter Nobi­le, dann um die Suche nach Amund­sen und sei­ner Mann­schaft. Amund­sen war von Trom­sø Rich­tung Spitz­ber­gen geflo­gen, um bei der Suche nach der Nobi­le-Mann­schaft zu hel­fen, ist dann aber ver­schwun­den, alles im Som­mer bis Früh­herbst 1928, mit Aus­läu­fern bis in die 30-er Jah­re.
Das ist höchst detail­reich und infor­miert geschrie­ben, die Autorin muß Jah­re in Archi­ven zuge­bracht haben.

Beim Lesen wird einem bewußt, wie einer­seits lebens­feind­lich die Ark­tis ist und ander­seits wie­viel tech­ni­schen Forst­schritt wir seit­dem hat­ten.
Tipp: es kom­men ganz vie­le Orts­na­men vor, von Inseln, Kaps, Glet­schern, Land­mar­ken… die man sich auf einer Kar­te anse­hen soll­te, um eine Gefühl für die Dimen­sio­nen zu bekom­men. Goog­le Maps nützt da nichts, weil es die Orte nicht hat: Hier ent­lang! Im Epi­log bezieht sich die Autorin aus­drück­lich auf die­se Kar­te.
Die Schwie­rig­kei­ten bei der Suche müs­sen enorm gewe­sen sein: Die Bruch­lan­dung der Ita­lia mit Nobi­le war im See­eis. Die Über­le­ben­den hat­ten fak­tisch kei­ne Mög­lich­keit, ihre Posi­ti­on zu bestim­men, und selbst wenn sie die gehabt hät­ten: Die Eis­schol­le drif­te­te bis zu 30 Kilo­me­tern am Tag.
Die ers­ten Wochen gab es kei­nen Funk­kon­takt, danach auch nur spo­ra­disch. Doch auch dann wuß­te man nicht, wo sich die Ver­un­glück­ten befan­den.
Wie fin­det man die? Man muß suchen. Hub­schrau­ber gab es noch nicht, Schif­fe, wenn sie denn eis­bre­chend waren, viel zu lang­sam. Also Flug­zeu­ge. Aber selbst wenn ein Flug­zeug die Hava­ris­ten fin­den wür­de, wie könn­te es den Ort bestim­men? Die Ant­wort ist ein­fach: gar nicht. GPS war noch nicht erfun­den. Und wie lan­det man? Mit Was­ser­flug­zeu­gen kann man nur ein einer genü­gend gro­ßen Rin­ne zwi­schen den Schol­len lan­den, auf dem Eis bracht man eine genü­gend gro­ße und vor allem ebe­ne Flä­che.

Dazu die poli­ti­sche Situa­ti­on: Nor­we­gen war erst 1905 unab­hän­gig von Schwe­den gewor­den, Mus­so­li­ni woll­te der Welt zei­gen, daß sein faschis­ti­sches Ita­li­en auch in der Ark­tis Erfol­ge hat, die Sowjet­uni­on ihre Ansprü­che in der Ark­tis unter­mau­ern.
Und nicht zuletzt: Amund­sen, der wohl unbe­dingt als ers­ter Nobi­le fin­den woll­te, für den das eine Fra­ge sei­ner Män­ner­eh­re war. Nobi­les Ret­tung war wohl auch Amund­sens Ego­trip.

Ein span­nen­des Buch, eher Sach­buch als Roman. Die Fak­ten­men­ge ist manch­mal erdrü­ckend, dann muß man das Buch zur Sei­te legen und was ande­res machen. Es ist sicher­lich kei­ne gro­ße Lite­ra­tur, eher ein­fach geschrie­ben, vie­le kur­ze Haupt­sät­ze. Aber das fin­de ich einem Sach­buch ange­mes­sen.

Was aller­dings ärger­lich ist: Die lieb­lo­se Umset­zung als Ebook. Sil­ben­tren­nung hät­te schon viel gehol­fen, eben­so sind Huren­kin­der ein typo­gra­phi­sches Ver­bre­chen.
Die­se Schlam­pe­rei trübt das Lese­ver­gnü­gen dann doch.

 

 

 

Lese­emp­feh­lung? Ja, es ist ein span­nen­des Buch, kein Kri­mi. Und sogar ein wenig Ver­schwö­rungs­theo­rie, weil Amund­sens Schick­sal dann doch offen gelas­sen wird. Viel­leicht hat er ja über­lebt?


¹ Daß der Ver­lag für das Ebook exakt 1 Cent weni­ger als für die gebun­de­ne Aus­ga­be ver­langt, ist dabei eine aus­ge­mach­te Frech­heit.

0

bzip2 vs. lbzip2

Letz­te­res ist die mul­ti­thre­aded Vari­an­te von ers­te­rem. Ich kann­te lbzip2 bis vor einer Stun­de gar nicht.
Ich packe 10 Giga­byte Zufall auf einer 12-Core-Maschi­ne:

rainer@big:~$ dd if=/dev/urandom of=10G bs=1000M count=10 iflag=fullblock
10+0 records in
10+0 records out
10485760000 bytes (10 GB, 9.8 GiB) copied, 236.169 s, 44.4 MB/s
rainer@big:~$ time bzip2 -9 -k 10G

real 39m50.132s
user 39m4.859s
sys 0m28.117s
rainer@big:~$ time lbzip2 -9 -f 10G

real 11m5.742s
user 25m29.338s
sys 0m18.990s
rainer@big:~$

40 Minu­ten gegen 11 Minu­ten, das ist zwar schnell, aber doch nicht so schnell, wie ich nai­ver­wei­se erwar­tet hat­te.

0

Tempo 130, nochmal

In Bran­den­burg wur­de unter­such­t¹, wel­che Aus­wir­kun­gen es hat, wenn man einen „frei­en“ Stre­cken­ab­schnitt auf 130 begrenzt. Nicht wür­de, hät­te, könn­te, son­dern sie haben die Aus­wir­kun­gen gemes­sen.
Die Stu­die kommt zu einem bis­lang wenig beach­te­ten Ergeb­nis:

Eine Begren­zung für Pkws nähert die gefah­re­nen Geschwin­dig­kei­ten der ver­schie­de­nen Fahr­zeug­ar­ten an und har­mo­ni­siert somit den Ver­kehrs­fluss auf Auto­bah­nen. Gleich­zei­tig kann mit einer Geschwin­dig­keits­be­gren­zung die Kapazität je Fahr­strei­fen um 100 Kfz/h erhöht wer­den.

Heißt: Mit einer Geschwin­dig­keits­be­gren­zung ist die Auf­nah­me­fä­hig­keit der Auto­bahn gestie­gen!


¹ 2007, wer einen guten Grund hat anzu­neh­men, daß das heu­te anders sei, bit­te in den Kom­men­ta­ren las­sen.

0