Ich protestiere!

Eine Next­cloud-Instal­la­ti­on möch­te upge­da­ted wer­den, es geht in die Hose beim Sche­ma-Upgrade des mys­ql. Das ist auch des­we­gen ärger­lich, weil ich nicht der mys­ql-Admin bin, das ist ein Kollege.
Jeden­falls muß ein Back­up zurück­ge­spielt wer­den, alles kein Beinbruch.
Es funk­tio­niert auch, aller­dings beschwert sich Next­cloud, daß der letz­te Cron­job, der eigent­lich alle 5 Minu­ten lau­fen soll­te, zuletzt vor Stun­den gelau­fen ist.

Und da wirds unan­ge­nehm: crontab -l lis­tet kei­nen ent­spre­chen­den Job. Ach ja, Poet­te­ring gave systemd-timer to you… Und da fin­det sich dann auch der gesuch­te Job.

War­um zum Gei­er hat man nun zwei unab­hän­gi­ge Sche­du­ler? Ich will einen ein­zi­gen haben, meh­re­re sind doch Murks! Oder mei­net­we­gen einen Kom­pa­ti­bi­li­täts­lay­er, mit /etc/init.d/ hat mans ja auch geschafft.

So, ich suche mir jetzt einen Tre­cker und protestiere!

Die Sittenpolizisten bei Arte

brau­chen eine Weiterbildung:
Ich möch­te mir einen Film anse­hen, die­sen: https://www.arte.tv/de/videos/048182–000‑A/der-diskrete-charme-der-bourgeoisie/
Aber nicht vor 22 Uhr, wenn die Jugend, die ansons­ten tags­über auf Arte nach bösen Buñuel-Fil­men sucht, noch nicht schläft — das darf nicht sein:

Nun ja, grei­fen wir in die böse-Opas-haben-Hackertools-Kiste:

❯ yt-dlp https://www.arte.tv/de/videos/048182-000-A/der-diskrete-charme-der-bourgeoisie/
[ArteTV] Extracting URL: https://www.arte.tv/de/videos/048182-000-A/der-diskrete-charme-der-bourgeoisie/
[ArteTV] 048182-000-A: Downloading JSON metadata
[ArteTV] 048182-000-A: Downloading m3u8 information
[info] 048182-000-A: Downloading 1 format(s): VA-STA-2169+VA-STA-audio_0-Französisch
[hlsnative] Downloading m3u8 manifest
[hlsnative] Total fragments: 978
[download] Destination: Der diskrete Charme der Bourgeoisie [048182-000-A].fVA-STA-2169.mp4
[download] 100% of 1.39GiB in 00:02:16 at 10.48MiB/s
[hlsnative] Downloading m3u8 manifest
[hlsnative] Total fragments: 979
[download] Destination: Der diskrete Charme der Bourgeoisie [048182-000-A].fVA-STA-audio_0-Französisch.mp4
[download] 100% of 90.15MiB in 00:00:54 at 1.65MiB/s
[Merger] Merging formats into "Der diskrete Charme der Bourgeoisie [048182-000-A].mp4"
Deleting original file Der diskrete Charme der Bourgeoisie [048182-000-A].fVA-STA-audio_0-Französisch.mp4 (pass -k to keep)
Deleting original file Der diskrete Charme der Bourgeoisie [048182-000-A].fVA-STA-2169.mp4 (pass -k to keep)

Dem auf­merk­sa­men Leser wird auf­fal­len, daß die fran­zö­si­sche Ton­spur genom­men wird, wer die deut­sche haben will:

yt-dlp -f VA-STA-2169+VA-STA-audio_0-Deutsch https://www.arte.tv/de/videos/048182-000-A/der-diskrete-charme-der-bourgeoisie/

Aber das habt ihr nicht gele­sen, nicht daß die Jugend noch zum Kon­sum sub­ver­si­ver Kunst ange­regt wird!

Umweltverbrechen weit, weit weg

Das ist so bitter.
Die nörd­lichs­te Land­mar­ke Asi­ens ist Kap Ark­tit­sche­ski — und das Foto sieht ja schon mal übel aus:

Die Fäs­ser lie­gen zum gro­ßen Teil direkt an der Abbruch­kan­te. sie wer­den nicht dort­hin geschleppt wor­den sein. Also ent­we­der gerutscht, oder die Eis­kap­pe wird klei­ner (wahr­schein­lich), oder beides.
Satel­li­ten­auf­nah­men sehen weit übler aus. Goog­le Maps hat kei­ne guten, Apple hat wel­che, aber kei­ne Kar­ten­an­wen­dung im Browser.
Mit Duck­duck­go geht es unter Schmer­zen, Screenshot:

Das sind kei­ne Insek­ten­schwär­me, das sind Tau­sen­de Fäs­ser, man beach­te den Maß­stab links oben.

Auf duck­duck­go  gehen, raus­zoo­men und ca. zwei Kilo­me­ter nach Wes­ten gehen, dann sieht man es. Ich weiß nicht, von wann die Satel­li­ten­auf­nah­me ist, das Foto oben wohl von 2014, also noch nicht sehr alt. Daß die Rus­sen da auch nur ein paar Fäs­ser abge­holt haben, darf man bezwei­feln, eher fal­len die jedes Jahr ein­fach über die Klip­pe ins Wasser 🙁

 

Kuckbefehl

 

Ja, eine lan­ge Doku, und die letz­ten 30 Minu­ten sind irgend­wie ver­schütt gegan­gen¹. Har­te, sehr har­te Kost. Ich habe über 3 Tage in Abschnit­ten gese­hen, am Stück hät­te ich es nicht aus­ge­hal­ten. Macht kei­ne gute Lau­ne und jede Schu­le soll­te es den Schü­lern zeigen.
Men­schen sind zu /allem/ fähig.
Das muß man sich klar machen: Das Gulag war ein Wirt­schafts­sys­tem, um stän­dig neue Skla­ven zum Auf­bau des Sozia­lis­mus zu bekom­men. Mil­lio­nen und Aber­mil­lio­nen Män­ner, Frau­en, Kinder.

Das ist alles nicht neu. Wis­sen­schaft­ler haben dar­über geschrie­ben, eben­so wie deut­sche und sowje­ti­sche Schrift­stel­ler. Und doch. Die­se Doku mit ihren Bil­dern ist ein For­mat, was man nicht lesen kann.

Wirk­lich. Bit­te. Seht euch das Video an, auch wenn es schmerzt. Gera­de deswegen.

#Sta­lin #Sowjet­uni­on #Gulag


¹ Mit der eng­li­schen Ton­spur geht das Video bis zum Ende

 

Kajak fahren?

Das ist irre. Ich bewun­de­re den Mann nicht, bin aber beeindruckt.

Ohne Hand­schu­he!
Das ist auf der zweit­größ­ten Insel Spitz­ber­gens: Nord­aus­t­lan­det, kon­kret Brås­vell­breen, irgend­wo hier.
Wie immer hat Rolf Stan­ge aus­führ­li­che Hin­ter­gund­in­for­ma­tio­nen.

Ich kann mir nicht vor­stel­len, daß der Sys­sel­mes­te­ren die Akti­on geneh­migt hat, die Nor­we­ger sind da sehr rigi­de, und die gan­ze Insel ist Nationalpark.

Streaming für klassische Musik

Das ist noch stark verbesserungswürdig.

  • Die Ver­schlag­wor­tung (Inter­pret, Album, Titel) kommt wohl vom (nie stan­dar­di­sier­ten) ID3, taugt für klas­si­sche Musik aber nicht: “Spie­le Beet­ho­vens neun­te unter Clau­dio Abba­do mit den Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­kern aus dem Jahr 2000”. Viel Glück bei der Suche, auch wenn die meis­ten Strea­ming­diens­te das haben werden.
  • Über­haupt: Inter­pret. Wer ist denn in die­sem Bei­spiel Inter­pret? Beet­ho­ven ja mal nicht, und doch fin­det man Beet­ho­ven unter Interpreten.
  • Namen: Wie heißt er denn nun? Tschai­kow­ski? Tschai­kow­sky? Tchai­kow­sky? Tchai­kovs­ky? Чайко́вский jeden­falls nicht, obwohl das kor­rekt wäre. Kor­rekt wäre auch im latei­ni­schen Alpha­bet Čaj­kovs­kij, das gibts zwar, aber eher selten.

Das wäre doch was für eine KI!

War ja nicht alles gut in der Zone ;-)

Als ich eben durch Haus ging: In der Küche wäscht der Geschirr­spü­ler, in der Flu­re­cke war­tet der Saug­ro­bo­ter auf Befeh­le. Oben im Bad wäscht die Wasch­ma­schi­ne, trock­net der Trockner.
Meine/unsere ers­te Wasch­ma­schi­ne war eine WM66, mit dazu­ge­hö­ri­ger TS66. Die­se war gräß­lich: man muß­te die nas­se Wäsche gleich­mä­ßig ein­le­gen, ansons­ten lief sie unrund und war auch mit fes­tem Griff nicht zu hal­ten. Dann hat man eben zwei Paar Socken und einen Schlüp­fer (wir hat­ten ja nix, nicht ein­mal Slips) 90 Grad ver­dreht neu ein­ge­legt. Neu­er Ver­such. Ich weiß nicht mehr, ob wir immer die Schleu­der fest­hal­ten muß­ten, aber sicher meistens.
Spä­ter dann, Ehe­kre­dit, der aus­ge­ge­ben wer­den muß­te, kam ein Rolls Roy­ce: Ein Voll­au­to­mat (also mit Schleu­der) und: LEDs! Top­la­der, man muß­te die Trom­mel hän­disch so weit dre­hen, daß der Deckel oben war. Schleu­der mit 800 upm, glau­be ich.
Aber egal, sie hat uns noch Jah­re gute Diens­te geleistet.
Das ers­te nach der Wäh­rungs­uni­on: Ein Geschirr­spü­ler, von Quel­le, Pri­vi­leg. (Nein, das ers­te war U2: Joshua Tree)

Und jetzt freue ich mich über all die Hel­fer, die uns Zeit im Haus­halt spa­ren. Das ist Lebenszeit.
Ja, wir konn­ten die Win­deln auch in der Wasch­ma­schi­ne aus­ko­chen, dann in die Schleu­der ver­frach­ten, dann auf­hän­gen, so daß das Stu­den­ten­zim­mer von 24 m² stän­dig feucht war, wir waren zu viert in die­sem Zimmer.

Schön war das nicht im Rück­blick, ich bin doch froh, daß es so ist wie es jetzt ist.

Eine Merkbefreiung für die Barmer

Vor­hin sehe ich auf dem Han­dy in mei­ne Mail­box: Es gibt eine Mail von der Barmer.:

im Post­fach liegt noch eine unge­le­se­ne Nach­richt für Sie bereit.

Log­gen Sie sich auf www.barmer.de oder in der BAR­MER-App ein, um die­se zu lesen.

Ja dann schickt mir die Mail doch einfach!
Na gut, ich möch­te mich ein­log­gen (immer­noch auf dem Han­dy). Login/Paßwort sind glück­li­cher­wei­se im Bit­war­den hin­ter­legt, und modern wie die Bar­mer zu sein hal­lu­zi­niert, schi­cken sie mir dann eine SMS-TAN 🤦‍♂️.
Nein, lesen kann ich die “Mail” natür­lich noch nicht wegen Coo­kie­ter­ror­ban­ner. Nein, ich will eure Kek­se nicht haben, auch nicht die, die angeb­lich uner­läß­lich sind, aber die kann ich natür­lich nicht ablehnen.
Da ist ein Fra­ge­bo­gen als PDF drin. Na mal reinsehen.

Aber nicht doch!

Popups! Die 2000-er sind zurück! Ich bin mir sicher, daß ein Groß­teil der Nut­zer gar nicht weiß, was im Brow­ser ein Popup ist.
Hilft ja nichts, also am Rech­ner die gan­ze Pro­ze­dur mit Ein­log­gen und SMS-TAN und Cookieterrorbanner.
Das sind übri­gens die funk­tio­nal not­wen­di­gen Cookies:

Ja schon klar.
Jeden­falls kann ich jetzt das PDF laden. Und was steht drin?

[…]
Ant­wor­ten Sie uns ein­fach und schnell online! Rufen Sie dazu unse­ren Online-Ser­vice auf. Die­sen errei­chen Sie über den Link in Ihrer per­sön­li­chen Postfachnachricht.
[…]

In die­sem PDF, das in der “Mail” steckt, steht also: Bit­te den Link in der “Mail” kli­cken. Ganz gro­ßes Tennis!
Ich kom­me also zu einem mehr­sei­ti­gen For­mu­lar, wel­ches ich aus­fül­len soll.
Natür­lich unter­schei­den sich die Sei­ten, bis auf:

Die haben doch nicht alle Lat­ten am Zaun 🙁

Lie­be Bar­mer, falls ihr mit­lest: hier ent­lang ☞ Eure Merk­be­frei­ung, bit­te sel­ber ausfüllen.