Drübergestolpert

beim Durch­se­hen des Foto-Archivs. Ich mei­ne mich zu erin­nern (das Foto ist von 2014), daß das eine ganz klei­ne Flie­ge war, und dem­entspre­chend auch eine klei­ne Pflan­ze.
Sieht die nicht ein wenig wie eine Fibo­nac­ci-Spi­ra­le aus?


Ich soll­te wirk­lich öfter mit dem Makro unter­wegs sein.

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Datenschutz, RLY?

Vor­ge­schich­te: ein der AfD nahe­ste­hen­der Poli­zist greift Daten über poli­ti­sche Geg­ner aus wenigs­tens einer inter­nen Poli­zei-Daten­bank ab und teilt die­se mit Gleich­ge­sinn­ten auf Face­book (Golem dazu).
Die Staats­an­walt­schaft sieht kei­ne straf­recht­li­che Rele­vanz, da kei­ne Berei­che­rungs­ab­sicht erkenn­bar ist. (Nord­ku­rier dazu) Das ist die Ver­laut­ba­rung der Staats­an­walt­schaft, aber nicht die gan­ze Begrün­dung. Die­se ist aller­dings geheim.

Ost­see-Zei­tung 22. Juli 2020

Noch­mal zitiert, weil es so schön ist:

Eine Wei­ter­lei­tung der Begrün­dung ist aus Daten­schutz­grün­den nicht mög­lich.

WTF??? Es bestün­de doch kei­ne Berei­che­rungs­ab­sicht!

 

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Forchheim

In Jena hat­ten wir im Nach­bar­haus im Kel­ler ein ita­lie­ni­sches Restau­rant, zu des­sen Betrei­ber sich über die Jah­re ein bei­na­he freund­schaft­li­ches Ver­hält­nis ent­wi­ckel­te. Unse­re Söh­ne gin­gen in eine gemein­sa­me Klas­se, wir hal­fen Roc­co beim Aus­fül­len von Behör­den­an­trä­gen, fuh­ren ihn nach einem Kon­takt mit 220 Volt 300 Meter mit dem Auto in die Not­auf­nah­me…

Lei­der muß­te er das Restau­rant dann vor sicher­lich mitt­ler­wei­le wenigs­tens 15 Jah­ren auf­ge­ben, da die Stadt ihm Park­plät­ze vor dem Restau­rant ver­wei­ger­te. Er ging dann zurück nach Forch­heim und eröff­ne­te dort ein Restau­rant, das wohl ganz gut läuft.

Mitt­ler­wei­le sind wir nach Greifs­wald umge­zo­gen, und 700 Kilo­me­ter (und zurück) fah­ren um mal bei einem alten Bekann­ten Sal­tim­buc­ca zu essen — nee, das geht nicht.
Aber wir sind ja gera­de in Fürth bei Sohn und Enke­lin­nen, da ist es nicht weit nach Forch­heim. Wir hat­ten also heu­te ein lecke­res Mit­tag. Roc­co war zwar nicht da, aber der Sohn, Giu­sep­pe, erkann­te uns tat­säch­lich (ich war schon mal vor ca. 2 Jah­ren da).

Und danach woll­ten wir uns nur ein wenig die Bei­ne in der Stadt ver­tre­ten.
Das war eine vor­züg­li­che Idee, denn die Innen­stadt ist wirk­lich schnuck­lig.

Ein paar Impres­sio­nen:
(Die­se Grup­pe vom Her­ren, die sich alle gegen­sei­tig beklau­en, steht vor der Spar­kas­se, ich fin­de das sehr wit­zig)

Innen­hof Burg Forch­heim

Muse­um Burg Forch­heim, Audio­bei­spie­le für frän­ki­schen Dia­lekt. Kom­plett unver­ständ­lich 😉

Wand­ma­le­rei Burg Forch­heim, Anbe­tung der hei­li­gen drei Köni­ge.

Alles in allem: Ein sehr hüb­sches Städt­chen, noch dazu wohl mit etli­chen Braue­rei­en.

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Angriff auf die Freiheit

#aus­ge­le­sen

Juli Zeh / Ili­ja Tro­ja­now (was für ein Name! Homer rotiert lachend im Gra­be 😉): Angriff auf die Frei­heit.

Anders als wir es von Freu Zeh ken­nen, ist das kein Roman, son­dern ein Sach­buch.
Das The­ma ist: Der stän­di­ge suk­zes­si­ve Abbau der Bür­ger­rech­te durch den Staat unter dem Vor­wand der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung. Das Buch ist nicht ganz tau­frisch, von 2010 — es könn­te auch 2020 geschrie­ben wor­den sein. Man merkt den Abstand eigent­lich nur dar­an, daß Oba­ma Prä­si­dent ist.

Man könn­te auf Sei­te neun auf­hö­ren zu lesen, da steht, wor­um es geht:

Frei­heit ist kein Geschenk der Obrig­keit, son­dern ein Grund­zu­stand der Natur oder eine Gabe Got­tes, je nach­dem, wel­che Schöp­fungs­ge­schich­te Sie bevor­zu­gen.

Das ist die Grund­über­zeu­gung der Autoren. Und sie zei­gen mit vie­len Bele­gen ver­se­hen, daß die­se Frei­heit unter schwe­rem Beschuß steht. Aus dem Abstand von 10 Jah­ren muß man sagen: Es ist erschre­ckend. Schon damals war unüber­seh­bar, daß der Kampf gegen den Ter­ro­ris­mus als Uni­ver­sal­tool benutzt wird, um unse­re Frei­heits­rech­te Stück für Stück weg­zu­neh­men. Wer hat noch einen nicht-bio­me­tri­schen Per­so­nal­aus­weis?

Es ist unüber­les­bar, daß Frau Zeh Juris­tin ist (und Herr Tro­ja­now auch). Das ist sehr ange­nehm, weil sie strin­gent argu­men­tie­ren und ihre Denk­vor­aus­set­zun­gen bele­gen kön­nen

Das gan­ze Büch­lein ist ein ein­zi­ger Appell an die Leser, sich nicht ein­lul­len zu las­sen — es könn­te an einem point of no return zu spät sein. Das hört sich viel­leicht alar­mis­tisch an, und an man­chen Stel­len ist mir die Argu­men­ta­ti­on zu sehr ver­ein­facht. Den­noch: Sie sind über­zeu­gend.

Die Stär­ke des Buches sind ganz klar die Anmer­kun­gen, in denen die Bele­ge (es sind fak­tisch alles URLs) zu fin­den sind. Die­ser Bele­ge begin­nen schon bei 69% des Gesamt­bu­ches, also etwa 1/3 sind Bele­ge. Das ist sehr viel ange­neh­mer als das, wann man heut­zu­ta­ge oft hin­neh­men muß: Screen­shots, die echt sein kön­nen, aber es all­zu­oft nicht sind oder in einen kom­plett ande­ren Kon­text gestellt wer­den.
Und genau das ist eine Unver­schämt­heit des Ver­la­ges: Am Ende des Buches gibt es näm­lich einen Ver­weis auf eine Samm­lung der Bele­ge: http://juli-zeh.de/Angriff-auf-die-Freiheit/ — müßt ihr nicht kli­cken, Ran­dom­house hat die Sei­te kom­plett und ersatz­los vom Netz genom­men. archive.org hat sie dan­kens­wer­ter­wei­se gesi­chert.
Das fin­de ich unver­schämt vom Ver­lag.

Juli Zeh ist übri­gens ehren­amt­li­che Ver­fas­sungs­rich­te­rin in Bran­den­burg. Ich ver­mu­te, eine gute.

Lese­emp­feh­lung? Viel­leicht, wenn man inter­es­siert am The­ma ist und dabei sach­lich und ohne gut­ge­mein­te Eifer infor­miert wer­den möch­te. Wer die Autorin Zeh lesen möch­te, viel­leicht weil er Unter­leu­ten gele­sen hat, der könn­te ent­täuscht wer­den.

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Nebel

Ges­tern Abend so gegen halb 11 sah ich den Nebel kom­men, es war noch genug Licht für eine Lang­zeit­auf­nah­me.
Also habe ich den Grill als Sta­tiv miß­braucht und drauf­ge­hal­ten. Die ers­ten Auf­nah­men mit f/2.8 waren völ­lig unscharf (wahr­schein­lich hat der AF bei dem weni­gen Licht schlicht nicht getrof­fen) — die mit f/5.6 war dann aber scharf.

Das ist raus­ge­kom­men, ich fin­de s/w hier bes­ser als Far­be.

 

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Schweinekopf vor der Moschee

lese ich hier — daß der Staats­schutz ermit­telt, ist sicher­lich rich­tig, denn die Ver­mu­tung, ein paar doit­sche Hel­den, bei der Ver­tei­lung von Hirn zu kurz gekom­men, sei­en betei­ligt, die liegt nahe.

Was ich mich fra­ge: Woher bekommt man so eben einen Schwei­ne­kopf?

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Drama Baby!

Die klei­ne Toch­ter zel­te­te zwei Näch­te mit einer Freun­din auf der Wie­se hin­term Haus.

Abends gegen 10 nahm ich die­ses Foto auf, wobei ich bewußt die Belich­tungs­wer­te aus dem Him­mel genom­men hat­te: erfah­rungs­ge­mäß las­sen sich abge­sof­fe­ne Par­tien eher wie­der­be­le­ben als aus­ge­brann­te.

So also fiel das Foto aus der Kame­ra:

Und das ist es nach Bear­bei­tung 🙂

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