Schlagwort: Unmut

Adobe :-(

Vor einem oder so Monat habe ich in mei­nem iMac die inter­ne HDD gegen eine SSD tau­schen las­sen (nein, das kann man kaum sel­ber machen)
Jeden­falls: Nach anfäng­li­chen Schwie­rig­kei­ten (die neue SSD woll­te sich erst nicht mit der alten, inter­nen und klei­nen SSD zu einem Fusi­on Dri­ve¹ ver­bin­den las­sen, das ging dann aber) habe ich ein aktu­el­les MacOS drauf­be­kom­men und alle Daten aus dem Back­up zurückbekommen.
Aller­dings hat­te ich einen Feh­ler gemacht: Das Lauf­werk mit APFS und Groß/Kleinschreibung for­ma­tiert. Anstän­di­ge Datei­sys­te­me unter­schei­den schließlich.
Ja, alles hat funktioniert.
Bis zu dem Zeit­punkt, zu dem Ado­be Crea­ti­ve Cloud sich updaten woll­te. Tja, und das geht nur, wenn das Datei­sys­tem case insen­si­ti­ve ist.
Es geht nicht ein­mal auf einem exter­nen Lauf­werk, das case insen­si­tiv ist. Idioten 🙁
Also habe ich umfor­ma­tiert, was natür­lich nur unter Ver­lust der kom­plet­ten Par­ti­ti­on geht. Glück­li­cher­wei­se hat Apple ein anstän­di­ges Back­up­kon­zept, und so wird gera­de alles zurück­ge­spielt. Das Back­up liegt auf dem Raspi im Kel­ler, des­sen Ether­net gera­de glüht.

All soft­ware sucks.

 

#Unmut


¹ Apple Sprech für logi­cal volume

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Corona und die Grenzen der Demokratie

Deutsch­land, Dezem­ber 2020: Täg­lich zwi­schen 15k und 30k Neu­in­fek­tio­nen, zwi­schen 500 und 1000 Corona-Tote.
Wir sind in der zwei­ten Wel­le, die ers­te war wohl weni­ger schlimm. Wir hat­ten Zeit, uns auf die zwei­te Wel­le vor­zu­be­rei­ten, die von vie­len Sei­ten pro­gnos­ti­ziert wor­den war.

Wuhan, Chi­na, Febru­ar 2020: eine Rie­sen­kli­nik wird in 10 Tagen errich­tet, eine zwei­te, noch grö­ße­re, folgt kurz dar­auf. Selbst­ver­ständ­lich geht das nur, wenn eine dik­ta­to­ri­sche Büro­kra­tie Geneh­mi­gun­gen aus­gibt und für Bau­ma­te­ri­al und Arbeits­kräf­te 40 Sunden/Tag sorgt. Und schein­bar hat­ten sie aus SARS gelernt. Wir nicht, war ja hin­ten, in Chi­na. Wir sind ja das Kul­tur­volk, Goe­the, Faust I, vor dem Tor, der deut­sche Bürger:

Nichts Bes­sers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hin­ten, weit, in der Türkei,
Die Völ­ker auf­ein­an­der schlagen.
Man steht am Fens­ter, trinkt sein Gläs­chen aus
Und sieht den Fluß hin­ab die bun­ten Schif­fe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und seg­net Fried und Friedenszeiten.

Und wer sich erin­nert: Genau­so war es Anfang 2020 in Deutsch­land: Der Chi­na­mann hat ein Pro­blem, der Dus­sel. Nur schein­bar hat­ten die chi­ne­si­schen Behör­den die SARS-Epi­de­mie ana­ly­siert und die Ana­ly­sen in kon­kre­te Fall­sze­na­ri­en gegossen.

Und wir? Unser SARS war im Früh­jahr. Was haben wir gelernt für die zwei­te Wel­le? Kor­rekt: nichts, gar nichts. Wir sind blind­fah­rend mit Voll­gas rein­ge­don­nert. Ein Mas­sen­un­fall mit Ansa­ge, es war ja so, daß Exper­ten die zwei­te Wel­le vor­aus­ge­sagt hatten.
Man hät­te Zeit gehabt, für aus­rei­chend Res­sour­cen zu sor­gen für die Erkrank­ten. Man hät­te Zeit gehabt, für die Schul­kin­der zu sor­gen, die nun kom­plett unter col­la­te­ral dama­ge ver­bucht wer­den — wie auch die Toten, die man viel­leicht hät­te ret­ten kön­nen in chi­ne­si­schen Krankenhäusern.

So stellt sich die Fra­ge, was denn bes­ser sei: eine büro­kra­ti­sche Demo­kra­tie, die mit der Situa­ti­on über­for­dert ist, soweit, daß es ech­te Opfer kos­tet, nicht nur die ver­bo­te­ne Sil­ves­ter-Böl­le­rei — oder eine büro­kra­ti­sche Dik­ta­tur, die mit der Situa­ti­on krea­tiv umge­hen kann, so gut, daß Men­schen­le­ben geret­tet werden?

Ceter­um cen­seo daß eine föde­ra­le Bil­dungs­po­li­tik zwar vie­le Ses­sel­pup­ser­jobs schafft, ansons­ten aber völ­lig aus der Zeit gefal­len ist.
1871 war früher.

#unmut

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Netflix, ihr beknackten Dummbatzen!

In Ergän­zung zu einem frü­he­ren Bei­trag:

#Net­flix auf dem App­leTV ging mal wie­der nicht. Ich soll­te mich ein­log­gen, gebe die rich­ti­ge Email-Adres­se an das rich­ti­ge Paß­wort, “Es ist ein Feh­ler auf­ge­tre­ten, ent­we­der ihre Email-Adres­se oder Ihr Paß­wort ist falsch” (sinn­ge­mäß).

Auf dem Tele­fon geht Net­flix auch nicht, aber nur, wenn ich im WLAN bin, via LTE: Kein Pro­blem. Das müf­felt nach dem alten Pro­blem: Net­flix, v6 via #tun­nel­bro­ker.net. Glück­li­cher­wei­se habe ich ja mei­nen eige­nen anstän­dig log­gen­den Name­ser­ver (bind9), und beim durch­fors­ten von queries.log sticht ins Auge:

26-Oct-2020 20:21:55.814 client 192.168.1.70#62106 (dualstack.apiproxy-website-nlb-prod-2-b4de62b516adfbbf.elb.eu-west-1.amazonaws.com): query: dualstack.apiproxy-website-nlb-prod-2-b4de62b516adfbbf.elb.eu-west-1.amazonaws.com IN A + (192.168.1.41)

dualstack — ick hör Dir trap­sen! (Bit­te nicht fra­gen, war­um nach A und nicht AAAA gefragt wird, ich habe kei­ne Antwort)
Jeden­falls hilft in named.conf.local

zone "amazonaws.com" {
        type forward;
        forward only;
        forwarders {
                192.168.1.91;
        };
};

Für ein mie­fi­ges Net­flix schmei­ße ich ganz AWS aus dem v6-Netz! Suuuu­per, ihr Net­flix-Dep­pen! Und auch vie­len Dank für die kom­plett fla­schen Feh­ler­mel­dun­gen, da hät­tet ihr bes­ser geschrie­ben “Hat halt ned gefunzt 🤷‍♂️!”

Nun ja, die Gat­tin ists zufrie­den, die Ehe mal wie­der gerettet.


Aber ehr­lich mal: Ich könn­te dem Kapi­ta­lis­mus ja ganz even­tu­ell was abge­win­nen — wenn er denn so effi­zi­ent wäre wie die FDP immer behaup­tet. In Wirk­lich­keit aller­dings ist das alles nur bil­li­ger Buden­zau­ber auf Hütchenspieler-Niveau.

 

#unmut

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Bunte Medienvielfalt ist wichtig

Des­halb: Unter­stützt den Lokal­jour­na­lis­mus, es gibt vie­le gute Argu­men­te dafür!

(zwei Screen­shots rei­chen zur Illustration)

Ost­see-Zei­tung:


Leip­zi­ger Volks­zei­tung:

Han­no­ver­sche Allgemeine

Kie­ler Nachrichten

Dresd­ner neu­es­te Nachrichten

Mär­ki­sche Allgemeine

Wolfs­bur­ger Allgemeine

 

Toll. so vie­le Mei­nun­gen unab­hän­gi­ger Jour­na­lis­ten lesen zu können!
Oder sind die viel­leicht gar nicht unab­hän­gig, son­dern dru­cken nur wei­sungs­ge­mäß die Vor­la­gen aus der Kon­zern­zen­tra­le ab?

Tache­les: Mir ist durch­aus klar, daß auch Jour­na­lis­ten Mie­te zah­len müs­sen. Das muß­ten sie frei­lich frü­her auch, und es funk­tio­nier­te. Nie­mand hat euch Zei­tun­gen ins Web gezwun­gen, das war eure freie Entscheidung.
Ich bin ein alter grump­li­ger Sack mitt­ler­wei­le, das hat den Vor­teil, über Erfah­rung zu verfügen.

I’ve seen things you peop­le would­n’t belie­ve. An inter­net without coo­kies. I saw porn in stills only. Mail ser­vers that relay­ed for ever­yo­ne. Sear­ching gopher­space with vero­ni­ca. All tho­se moments will be lost in time, like tears in rain.

Time to live on

Wenn ihr kei­ne funk­tio­nie­ren­de Geschäfts­idee habt, dann macht eure Online-Buden dicht! Oder wenigs­tens: Hört auf in Text­bau­stei­nen alle hal­be Jah­re erneut zu bet­teln, das ist unwürdig.

 

#Jour­na­lis­mus #Unmut

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Eine Runde fazialpalmieren, bitte!

Kun­de sen­det Mail an mei­ne Fir­ma. Mail kommt nicht an, Kun­de kriegt einen Boun­ce. Die­sen:

WTF??? 4xx ist ein tem­po­rä­rer Feh­ler (hier durch Grey­lis­ting sogar beab­sich­tigt) Ein zwei­ter Zustell­ver­such wur­de gar nicht erst unternommen.
Was zur Höl­le machen die eigent­lich beruf­lich bei Mimecast?

Ach so, Email machen die also:

Mime­cast is an inter­na­tio­nal com­pa­ny spe­cia­li­zing in cloud-based email manage­ment for Micro­soft Exchan­ge and Micro­soft Office 365,[1] inclu­ding secu­ri­ty, archi­ving, and con­ti­nui­ty ser­vices to pro­tect busi­ness mail.

🤦‍♂️

Aber sie haben wahr­schein­lich sehr gute Powerpoint-Präsentationen!

#Unmut

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