Kategorie: Krimskrams

Geldanlage A380?

Die Pro­duk­ti­on des A380 wird ein­ge­stellt wer­den. Zitat aus der Pres­se­mit­tei­lung:

As a result of this decisi­on we have no sub­stan­ti­al A380 back­log and hence no basis to sustain pro­duc­tion, despi­te all our sales efforts with other air­lines in recent years. This leads to the end of A380 deli­ve­ries in 2021,” said Air­bus Chief Exe­cu­ti­ve Offi­cer Tom End­ers.

Über­le­ge, mir ein paar Rest­ex­em­pla­re zu sichern. Even­tu­ell ent­fal­len ja sogar bei einer Sam­mel­be­stel­lung die Lie­fer­kos­ten — möch­te jemand mit­ma­chen?

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Wie kann man nur so schußlig sein?

Heu­te woll­ten wir mit dem Auto nach Thü­rin­gen fah­ren, Enkel, Schwie­ger­toch­ter, Sohn besu­chen. Da der Die­sel mor­gens immer extrem teu­er ist, war ich ges­tern Abend noch tan­ken.
Heu­te früh also das Auto voll­ge­packt, und in Erwar­tung von ca. 6 Stun­den Auto­fahrt los­ge­fah­ren. Komisch. Das Auto stot­tert und ruckelt fürch­ter­lich, so schlimm, daß wir gleich in die Werk­statt fuh­ren. Der Meis­ter sah sich also die Malai­se an, kam nach 30 Minu­ten mit einer berech­tig­ten Fra­ge zurück: „War­um riecht der Die­sel im Tank so streng nach Ben­zin?“

SCHEISSE!!!!!!
Offen­sicht­lich hat­te ich Ben­zin getankt.

Er hat uns dann gleich dar­auf vor­be­rei­tet, daß das durch­aus zwi­schen fünf- und zehn­tau­send Euro kos­ten kann. 🙁
Vier Stun­den spä­ter kam dann der Anruf: Sprit abge­las­sen, alle Lei­tun­gen gespült, Kraft­stoff­fil­ter gewech­selt, neu betankt, 417 Euro. Uff.

Und dann konn­ten wir also doch och fah­ren, wenn auch mit eini­ger Ver­spä­tung.

Voll­idi­ot!

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Monica Kristensen: Amundsens letzte Reise

#aus­ge­le­sen

Von die­sem Buch hat­te ich per Zufall erfah­ren, mor­gens im Radio bei NDR Kul­tur. Das hör­te sich inter­es­sant an, und so kauf­te ich das Buch¹

Das Buch glie­dert sich in zwei Tei­le: zuerst geht es um die Ret­tung der ita­lie­ni­schen Nord­pol-Expe­di­ti­on unter Nobi­le, dann um die Suche nach Amund­sen und sei­ner Mann­schaft. Amund­sen war von Trom­sø Rich­tung Spitz­ber­gen geflo­gen, um bei der Suche nach der Nobi­le-Mann­schaft zu hel­fen, ist dann aber ver­schwun­den, alles im Som­mer bis Früh­herbst 1928, mit Aus­läu­fern bis in die 30-er Jah­re.
Das ist höchst detail­reich und infor­miert geschrie­ben, die Autorin muß Jah­re in Archi­ven zuge­bracht haben.

Beim Lesen wird einem bewußt, wie einer­seits lebens­feind­lich die Ark­tis ist und ander­seits wie­viel tech­ni­schen Forst­schritt wir seit­dem hat­ten.
Tipp: es kom­men ganz vie­le Orts­na­men vor, von Inseln, Kaps, Glet­schern, Land­mar­ken… die man sich auf einer Kar­te anse­hen soll­te, um eine Gefühl für die Dimen­sio­nen zu bekom­men. Goog­le Maps nützt da nichts, weil es die Orte nicht hat: Hier ent­lang! Im Epi­log bezieht sich die Autorin aus­drück­lich auf die­se Kar­te.
Die Schwie­rig­kei­ten bei der Suche müs­sen enorm gewe­sen sein: Die Bruch­lan­dung der Ita­lia mit Nobi­le war im See­eis. Die Über­le­ben­den hat­ten fak­tisch kei­ne Mög­lich­keit, ihre Posi­ti­on zu bestim­men, und selbst wenn sie die gehabt hät­ten: Die Eis­schol­le drif­te­te bis zu 30 Kilo­me­tern am Tag.
Die ers­ten Wochen gab es kei­nen Funk­kon­takt, danach auch nur spo­ra­disch. Doch auch dann wuß­te man nicht, wo sich die Ver­un­glück­ten befan­den.
Wie fin­det man die? Man muß suchen. Hub­schrau­ber gab es noch nicht, Schif­fe, wenn sie denn eis­bre­chend waren, viel zu lang­sam. Also Flug­zeu­ge. Aber selbst wenn ein Flug­zeug die Hava­ris­ten fin­den wür­de, wie könn­te es den Ort bestim­men? Die Ant­wort ist ein­fach: gar nicht. GPS war noch nicht erfun­den. Und wie lan­det man? Mit Was­ser­flug­zeu­gen kann man nur ein einer genü­gend gro­ßen Rin­ne zwi­schen den Schol­len lan­den, auf dem Eis bracht man eine genü­gend gro­ße und vor allem ebe­ne Flä­che.

Dazu die poli­ti­sche Situa­ti­on: Nor­we­gen war erst 1905 unab­hän­gig von Schwe­den gewor­den, Mus­so­li­ni woll­te der Welt zei­gen, daß sein faschis­ti­sches Ita­li­en auch in der Ark­tis Erfol­ge hat, die Sowjet­uni­on ihre Ansprü­che in der Ark­tis unter­mau­ern.
Und nicht zuletzt: Amund­sen, der wohl unbe­dingt als ers­ter Nobi­le fin­den woll­te, für den das eine Fra­ge sei­ner Män­ner­eh­re war. Nobi­les Ret­tung war wohl auch Amund­sens Ego­trip.

Ein span­nen­des Buch, eher Sach­buch als Roman. Die Fak­ten­men­ge ist manch­mal erdrü­ckend, dann muß man das Buch zur Sei­te legen und was ande­res machen. Es ist sicher­lich kei­ne gro­ße Lite­ra­tur, eher ein­fach geschrie­ben, vie­le kur­ze Haupt­sät­ze. Aber das fin­de ich einem Sach­buch ange­mes­sen.

Was aller­dings ärger­lich ist: Die lieb­lo­se Umset­zung als Ebook. Sil­ben­tren­nung hät­te schon viel gehol­fen, eben­so sind Huren­kin­der ein typo­gra­phi­sches Ver­bre­chen.
Die­se Schlam­pe­rei trübt das Lese­ver­gnü­gen dann doch.

 

 

 

Lese­emp­feh­lung? Ja, es ist ein span­nen­des Buch, kein Kri­mi. Und sogar ein wenig Ver­schwö­rungs­theo­rie, weil Amund­sens Schick­sal dann doch offen gelas­sen wird. Viel­leicht hat er ja über­lebt?


¹ Daß der Ver­lag für das Ebook exakt 1 Cent weni­ger als für die gebun­de­ne Aus­ga­be ver­langt, ist dabei eine aus­ge­mach­te Frech­heit.

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Radeln im Schnee

Das ist unan­ge­nehm: Klar, wenn geräumt ist, fährt man wie immer, nur daß es käl­ter ist. Wenn aber nicht, dann habe jeden­falls ich immer ein leich­tes seit­li­ches Rutsch­ge­fühl, das ist gar nicht schön. Immer die Angst, umzu­fal­len, und der Doc mein­te schon vor Jah­ren, ich möge doch bit­te Stür­ze jed­we­der Art ver­mei­den (bin seit­dem schon mehr­mals mit dem Rad gestürzt, und außer wochen­lang schmer­zen­den Rip­pen ist nie was pas­siert, aber den­noch…)

Gegen Käl­te kann man sich schüt­zen, gegen Nie­der­schlag halb­wegs, aber gegen schnö­des Umfal­len kaum.
Muß man halt vor­sich­tig sein und wei­ter­fah­ren 🙂

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Die Angst vor externen Links bei den Qualitätsmedien

Exem­pla­risch an der Süd­deut­schen: Dort gibt es einen inter­es­san­ten Arti­kel, der sich mit Mani­pu­la­ti­on durch Weg­las­sen beschäf­tigt: Es gibt da wohl ein vira­les Video, das aller­dings so geschnit­ten ist, daß es eine völ­lig fal­sche Ver­si­on des Gesche­hens trans­por­tiert. Denn es gibt ein wei­te­res Video, das auch den Kon­text zeigt.
Aller­dings gibt es kei­ne Links, weder auf das eine noch das ande­re Video, wohl aber einen Link auf alle SZ-Bei­trä­ge zum The­ma Trump. Das Link-Ziel bleibt im Wer­be­be­reich der SZ.
Und das ist absurd: Die SZ weist zu Recht dar­auf hin, daß Kür­zun­gen mani­pu­la­tiv sein kön­nen, kürzt aber sel­ber radi­kal jeden Beleg (Link) zum kon­kre­ten Fall voll­stän­dig, indem sie erst gar kei­ne Links aka Bele­ge lie­fert.
Mei­ne Behaup­tung: Weil irgend­ein Mensch mal auf einem Semi­nar gelernt hat, daß man Besu­cher so lan­ge wie mög­lich auf den eige­nen Sei­ten hal­ten muß, wegen der Wer­be­ein­nah­men.
Und die ande­ren, Welt, FAZ, SPON… sind genau­so ängst­lich.
Aber auch das macht Jour­na­lis­mus kaputt, denn Jour­na­lis­mus ohne Bele­ge droht zur Behaup­tungs­ver­brei­tungs­ma­schi­ne zu wer­den.

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Papiername gesucht

In alten Büchern mit kolo­rier­ten Farb­ta­feln waren die­se oft­mals geschützt mit einem Blatt hauch­dün­nem Papier, in mei­ner Erin­ne­rung weiß mit spin­nen­web­ar­ti­gen Mus­tern.
In mei­nem Brock­haus von der Jahr­hun­dert­wen­de gibt es ähn­li­ches, das ist aber eher unan­sehn­li­ches But­ter­brot­pa­pier.

Weiß jemand, wie das Papier heißt, das ich mei­ne?

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Würgereiz

Wenn der Schrei­ber­ling exklu­siv dar­über berich­tet, wie  groß­ar­tig es ist ist, daß Fami­lie Schu­ma­cher kei­ne Bericht­erstat­tung möch­te, wenn der Redak­teur das so (inklu­si­ve Bil­der­stre­cke) über­nimmt — wäre es dann über­trie­ben, “Klick­hu­re” zu Spie­gel Online zu sagen?

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