Kategorie: Krimskrams

Ach IKEA

War­um muß­tet ihr eure Fern­be­die­nung verschlimmbessern?

Links die alte, rechts die neue. Die alte war offen­sicht­lich dem Click­wheel von App­les Ipod nach­emp­fun­den. Ein­fach, logisch, hap­ti­sches Feed­back und vor allem: blind ein- und aus­zu­schal­ten. Ein­fach auf die Mit­te drücken.
Jetzt gibts den Touch-Trend. Alles muß Touch sein, auch wenn es wie hier gar kei­ner ist. Es sind immer noch Schal­ter, aber man kann sie nicht mehr ertas­ten. Ins­be­son­de­re kann man nicht mehr blind eine- und aus­schal­ten, zum Ein­schal­ten muß man die Ver­tie­fung ertas­ten und auf die­se drü­cken, noch schlim­mer beim Aus­schal­ten: Man muß die Ver­tie­fung ertas­ten und sich dann nach gegen­über bewe­gen (wo es nicht etwa wenigs­tens eine Erhö­hung gibt) und dann drücken.

Wel­che Hor­noch­sen den­ken sich denn sowas aus? Zuviel Sur­ström­ming gegessen?

Burg Klempenow

Heu­te soll­te es mal zur Burg Klem­penow gehen. Das ist nicht weit, etwas über 30 Kilo­me­ter, und ich über­leg­te kurz, ob ich nicht hin rad­le. Aber dann wäre ich allein gewe­sen, und das Wet­ter war nie­se­lig und 20 der 30 Kilo­me­ter wären Land­stra­ße gewe­sen. Nee, brau­che ich nicht, also mit der Gat­tin im Auto.

Unterm Strich: Na ja, zwei­mal muß man nicht dorthin.

Gleich am Ein­gang der Dom 🙂

Kamin­zim­mer im Bergfried

Kamin­zim­mer im Berg­fried, links der Eingang.

Plumps­klo im Kaminzimmer

Blick vom Berg­fried auf die Tollense

Burg­in­nen­hof

Berg­fried, das hän­gen­de Teil ist das Plumpsklo

Läd­chen am Eingang

Stefan Heym: Der König David Bericht

Was für eine irre Geschich­te! Mord, Inzest, Homo­se­xua­li­tät, Sex sowie­so, Abschlach­ten von tau­sen­den Fein­den, Macht­po­li­tik, alles was eine BILD-Sto­ry braucht.
Und alles im AT belegt.

Der Plot: König Salo­mo braucht, wie jeder anstän­di­ge Des­pot, eine Legi­ti­mie­rung sei­ner Herr­schaft. Anno dun­nemals legi­ti­mier­te man als Herr­scher sich über den Vater: König David. Und so wird eine arme Sau, Geschichts­schrei­ber, der Ich-Erzäh­ler und Held der Geschich­te, aus­er­ko­ren, eine Geschich­te des König Davis zu schrei­ben, aber natür­lich nur: Um die Herr­schaft von König Salo­mo zu legitimieren.

Der Schrei­ber (Namen ver­ges­sen, kann man sicher­lich goog­len), ist eine arme Sau. er wird zwar in die Geschichts­kom­mis­si­on auf­ge­nom­men, hat aber nur eine Auf­ga­be: Geschich­te schrei­ben. Doch was ist das: Geschichts­schrei­bung? Geschich­te auf­schrei­ben, so wie sie war? Wie war sie denn? Unser Schrei­ber fragt Zeit­zeu­gen, alle schon, so sie denn noch leben, alt. Wor­an erin­nern sie sich? Wor­an nicht?
Doch das ist alles nicht das Pro­blem: Die­ses ist: Er muß Salo­mo als legi­ti­men Nach­fol­ger von David his­to­ri­sie­ren, doch es stellt sich raus: David war in vie­ler­lei Hin­sicht ein Arsch­loch, ein Dreck­sack, ein Mist­kerl. Zeu­gen und Bewei­se gibt es genug. Und nun?

And now for some­thing com­ple­te­ly dif­fe­rent: Sta­lin und Lenin. Denn das ist ein The­ma des Romans: Sta­lin kann nur als legi­ti­mer Nach­fol­ger von Lenin Lan­des­va­ter sein. (Ich lese gera­de Archi­pel Gulag: Nicht Sta­lin hat den Ter­ror ein­ge­führt: Lenin war es)
Da kommt eine Figur in dem Roman vor; Bena­ja Ben Jeho­ha­ja, Chef der Klop­per­trup­pe. Ich lese das also und stol­pe­re; Jeho­ha­ja hört sich sehr nach Jago­da an — aber da haben mein Syn­ap­sen wohl hyper­ven­ti­liert. Hät­te aber wun­der­bar gepaßt.

In mei­nen Augen hat der Roman drei Themen:

  • Der ganz nor­ma­le Sta­li­nis­mus, der etwas ver­langt. Und wer der Erwar­tung nicht ent­spricht, wird erschos­sen, erschla­gen, ausradiert.
  • Die zurück­ge­nom­me­ne Auf­ar­bei­tung des Sta­li­nis­mus unter Breshnew.
  • Die Rol­le des Historikers/Schriftstellers.

Anfangs bin ich mit der (geküns­telt) alter­tüm­li­chen Spra­che nicht warm gewor­den; man gewöhnt sich daran.

Es gibt in dem Roman unüber­sicht­lich vie­le Per­so­nen und Orte (war mag, kann ja die ent­spre­chen­den Stel­len im AT nach­le­sen, dort wird es nicht anders sein) — da hät­te man X‑Ray in das E‑Book ein­bau­en nicht nur sol­len, son­dern müssen.

 

Lese­emp­feh­lung? Ja, ganz klar.

 

#aus­ge­le­sen

Der Kreml auf Jan Mayen

Kris­ti­an und Johan hat­ten Geburts­tag — herz­li­chen Glückwunsch!
Was mich neu­gie­rig gemacht hat: Der Kreml.
Kreml auf Jan Mayen
War­um hat eine Hüt­te auf Jan May­en den Namen “Kreml 1958”?
Nun, Olon­kin­by­en wur­de ab 1958 gebaut, und die Bau­ar­bei­ter muß­ten ja irgend­wo unter­kom­men, Und so wur­den meh­re­re Hüt­ten gebaut, aus Treib­holz. Das Treib­holz auf Jen May­en kommt aus Sibi­ri­en. Und des­halb nann­te man damals die Hüt­ten scherz­aft “Kreml”

Habe ich im Inter­net irgend­wo gelesen!

 

#addic­ted­to­the­arc­tic

Neue Brille

nach zehn oder so Jah­ren, die Augen­ärz­tin war baß erstaunt.
Die Wer­te haben sich kaum geän­dert, nur im Nah­be­reich signi­fi­kant. Sie mein­te, das sei nun mal im Alter so.

Vor­hin habe ich die Bril­le geholt, ich hab’ alles drin: helio­troph, Kunst­stoff, ent­spie­gelt, beschich­tet, dün­ner geschlif­fen und: Gleit­sicht. Die alte war auch eine Gleit­sicht­bril­le, aber schein­bar anders geschlif­fen, jeden­falls jetzt sehe ich am Rech­ner mit der neu­en unge­nau­er als mit der alten, Gott sei für das Ein­zoo­men in den Bild­schirm gedankt.

Wird wohl ein paar Tage dau­ern, bis ich mich dar­an gewöhnt habe.

Die Pandemie ist beendet

denn: es gibt wie­der Flugtee!!!

Vori­ges Jahr gab es gar kei­nen Flug­tee (bzw. nur win­di­ge Ange­bo­te im Inter­net), die­ses Jahr gibts also wie­der wel­chen. Ähn­lich mit dem nepa­le­si­schen Tee. Ich hat­te immer Guran­se, aber den gab es vori­ges Jahr auch nicht, eben­so­we­nig die­ses Jahr.
Aber wie man auf obi­gem Foto sieht: the­re is a new kid on the block: Jun Chiya­ba­ri. Ich bin gespannt.

#Tee