Kategorie: Familie

Kreuzfahren durch die Arktis

Ich muß in die rus­si­sche Ark­tis. Unbe­dingt. Franz-Josef-Land, Sewer­na­ja Seml­ja, Neu­si­bi­ri­sche Inseln, Wran­gel-Insel — kurz: die Nordost-Passage.
Man kann die­se Rei­sen buchen, mit ultra­kom­for­ta­blen Schiff (neh­me ich sehr ger­ne) und lei­der meh­re­ren hun­dert Mit­pas­sa­gie­ren. Wenn ich die Foto­stre­cken so betrach­te, sind das zumeist pen­sio­nier­te Gym­na­si­al­leh­rer, Ober­stu­di­en­rä­te und Pharmazieräte.
Dan­ke der Nach­fra­ge, ich habe fast gar kei­ne Vorurteile 😉
Jeden­falls sehen die auf den Fotos alle wie Ü60 aus, ein Alter, das ich erst in 6 Mona­ten erreicht haben wer­de. Mit solch Tat­ter­volk möch­te ich nicht expe­die­ren. Eigent­lich möch­te ich mir mir allein blei­ben, zumal es nie­man­den gibt, der mit mir so aus­ge­gli­chen zuran­de­kommt wie ich. Wir bei­de kom­men gut aus miteinander 😀
Gut, ein paar weni­ge Dut­zend Fami­lie und Kol­le­gen und Bekannt­schaft gehen so, die dürf­ten mit.

Was tun? Mir kam eine genia­le Idee: Ich buche ein­fach sämt­li­che Kabinen…

 

#addic­ted­to­the­arc­tic

Kurz zum Strand gedüst

Heu­te waren wir nach lan­ger Zeit mal wie­der am Strand.

Wie man sehen kann: Distancing ist kein Pro­blem, jeden­falls solan­ge die Pom­mern unter sich blei­ben dürfen 😉

Wir entern den Strand

Social distancing? Null problemo!

Wei­ter Strand

Erklär­bä­rIn

Muschel­wüs­ten

Wir fah­ren nach Hau­se. Also: Die Gat­tin fährt und ich fläze 😉

 

Sandskulpturen Usedom, Zander (Frank?)

Heu­te waren wir bei den Sand­skulp­tu­ren auf Use­dom, direkt an der pol­ni­schen Gren­ze. Das war schon beeindruckend.

Will­kom­men!

Eine kna­cki­ge jun­ge Dame gleich am Eingang 🙂

Ein ärger­li­cher Vogel

Charles Dar­win

Lin­né

Nean­der­ta­ler

Insek­ten

Mel­man

Skip­per, Pri­va­te, Kow­alk­si, Rico

Tief­see­fisch

Detail

Blut­ge­fäß

Ein­horn

Danach gings in die Gast­stät­te, alle mei­ne Kum­pelz waren schon mal da.


 

Und, Leu­te, DER ZANDER!!!!!!

Mit DIESEM AUSBLICK!!!!!!


Und dan nach Hau­se aufs Fest­land bei schö­nem Wetter.

War ein schö­ner Tag!

Von der Straße auf die Schiene

Die Gat­tin wird dem­nächst mit der Toch­ter zur Kur nach Dan­gast fah­ren. Mit dem Auto laut Goog­le Maps 4h 17 Minu­ten. mit der Bahn laut bahn.de güns­tigs­ten­falls 9:28 Stun­den, ger­ne aber auch 17:28 Stunden.

Kos­ten­punkt Auto: 462 Kilo­me­ter, bei 7l/100km macht das etwa 32 Liter, macht bei 1,17€/L etwa 38 Euro.
Die Bahn ver­langt für die min­des­tens dop­pel­te Fahrt­zeit Würfelpreise:

Ange­kom­men am Kur­ort wäre man ohne Auto natür­lich festgenagelt.

Ich weiß jetzt auch gar nicht, war­um so vie­le Leu­te nicht aufs Auto ver­zich­ten wollen…

Wreckwatching, Inselbrauerei

Neu­lich hats auf der Schaa­be ein Wrack frei­ge­spült — die Welt­me­di­en über­schlu­gen sich.
Die Schwes­ter frug an, ob wir wohl zusam­men das Wrack bestau­nen woll­ten — natür­lich woll­ten wir.

Kurz über­leg­te ich, ob Moritz und ich nicht mit dem Rad hin­fah­ren soll­ten (sind ca. 100 Kilo­me­ter) Aber dann: Nein, es ist recht kühl und wir sind untrai­niert und müß­ten ja auch wie­der zurück. Über 200 Kilo­me­ter an einem Tag gehen dann wohl doch aufs Sitzfleisch.
Nein, war ein Scherz, natür­lich dach­ten wir nicht über Radeln nach 🙂

Auf der Hin­fahrt schlief Sophia sofort ein, sie war die Nacht vor­her bei einer Freun­din, und sie haben wohl noch von 1 bis 3 Film gese­hen (WTF???)
Da rund Ber­gen an der B96 gear­bei­tet wird, das Navi davon nichts wuß­te und die Aus­schil­de­rung der Umlei­tung reich­lich spar­sam ist, sind wir erst­mal eine Ehren­run­de um Ber­gen her­um­ge­fah­ren — aber mal ganz ehr­lich: wer kann das schon von sich behaupten? 😉

Das Wrack war dann recht unspek­ta­ku­lär, aber das wuß­ten wir ja.

Es ist übri­gens hier:

Und so sieht es aus:

Man hat einen schö­nen Blick rüber nach Wittow/Kap Arkona:

Nach Wür­di­gung sind wir am Strand nach Glo­we spa­ziert, um im Fischer­hus Mit­tag zu essen, fast alle hat­ten wir das tra­di­tio­nel­le Ruga­ner Gericht Fish’n Chips. Anfangs schien die Kell­ne­rin über­for­dert, aber das war ein Irr­tum. Und nein, es gibt kei­ne Fotos, nicht ein­mal kompromittierende!

Halb­wegs gesät­tigt spa­zier­ten wir dann durch den recht brei­ten Küs­ten­wald zurück zum Park­platz. Inter­es­sant war, daß es dort gar kei­ne rich­ti­gen Wege gibt — man kann lau­fen, wo man will. Aller­dings gibt es dann doch fest­ge­tre­te­ne Wege, die sind aber wohl nur ent­stan­den, weil Men­schen nun mal dort lang­ge­hen, wo schon ande­re Men­schen lang­ge­gan­gen sind ind er Vergangenheit.

Nun, und dann fuh­ren wir halt zurück. Bine brauch­te noch Brot, und in Ram­bin (fast) an der Stre­cke gibt es einen “Bau­ern­markt”, bei dem man neben sehr vie­len ande­ren Din­gen auch Brot kau­fen kann.
Und fast ganz genau­so wich­tig ist, daß es neben­an einen Werks­ver­kauf der Insel­braue­rei gibt, mit Aus­schank. Das muß­ten Bernd und ich natür­lich sofort testen.

Und dann ging es nur noch nach Hause 🙂

Danke, Birger!

Natür­lich haben wir alle zusam­men nicht mal die Hälf­te der Plas­ma­phy­sik ver­stan­den — schön und span­nend wars!

Da ich wahr­lich nur zu den wenigs­tens Fotos was sagen könn­te, las­se ich sie ein­fach als Impres­sio­nen hier fallen.