Kategorie: Jena

Forchheim

In Jena hat­ten wir im Nach­bar­haus im Kel­ler ein ita­lie­ni­sches Restau­rant, zu des­sen Betrei­ber sich über die Jah­re ein bei­na­he freund­schaft­li­ches Ver­hält­nis ent­wi­ckel­te. Unse­re Söh­ne gin­gen in eine gemein­sa­me Klas­se, wir hal­fen Roc­co beim Aus­fül­len von Behör­den­an­trä­gen, fuh­ren ihn nach einem Kon­takt mit 220 Volt 300 Meter mit dem Auto in die Not­auf­nah­me…

Lei­der muß­te er das Restau­rant dann vor sicher­lich mitt­ler­wei­le wenigs­tens 15 Jah­ren auf­ge­ben, da die Stadt ihm Park­plät­ze vor dem Restau­rant ver­wei­ger­te. Er ging dann zurück nach Forch­heim und eröff­ne­te dort ein Restau­rant, das wohl ganz gut läuft.

Mitt­ler­wei­le sind wir nach Greifs­wald umge­zo­gen, und 700 Kilo­me­ter (und zurück) fah­ren um mal bei einem alten Bekann­ten Sal­tim­buc­ca zu essen — nee, das geht nicht.
Aber wir sind ja gera­de in Fürth bei Sohn und Enke­lin­nen, da ist es nicht weit nach Forch­heim. Wir hat­ten also heu­te ein lecke­res Mit­tag. Roc­co war zwar nicht da, aber der Sohn, Giu­sep­pe, erkann­te uns tat­säch­lich (ich war schon mal vor ca. 2 Jah­ren da).

Und danach woll­ten wir uns nur ein wenig die Bei­ne in der Stadt ver­tre­ten.
Das war eine vor­züg­li­che Idee, denn die Innen­stadt ist wirk­lich schnuck­lig.

Ein paar Impres­sio­nen:
(Die­se Grup­pe vom Her­ren, die sich alle gegen­sei­tig beklau­en, steht vor der Spar­kas­se, ich fin­de das sehr wit­zig)

Innen­hof Burg Forch­heim

Muse­um Burg Forch­heim, Audio­bei­spie­le für frän­ki­schen Dia­lekt. Kom­plett unver­ständ­lich 😉

Wand­ma­le­rei Burg Forch­heim, Anbe­tung der hei­li­gen drei Köni­ge.

Alles in allem: Ein sehr hüb­sches Städt­chen, noch dazu wohl mit etli­chen Braue­rei­en.

1+

Umweltschutz funktioniert nicht in der sozialen Marktwirtschaft

Stei­le The­se, gell?

Doch schau’ mer mal: Als DIE Kli­ma­kil­ler (Umwelt ist nicht nur Kli­ma: Plas­te, ich weiß) wur­den aus­ge­macht:

  • Auto­ver­kehr
  • Flug­ver­kehr
  • Schiffs­ver­kehr, nament­lich Kreuz­fahr­ten

Was den Auto­ver­kehr betrifft: E‑Autos sind ganz sicher kei­ne Lösung. Eine Lösung wäre die mas­si­ve Sen­kung des Indi­vi­du­al­ver­kehrs, ob Ver­bren­ner oder elek­trisch.
Da wür­de aber hei­ßen: Ein­bruch der Auto­pro­duk­ti­on. Und dabei wäre es völ­lig egal, ob die deut­schen Her­stel­ler nun im E‑Bereich wirk­lich nach­zie­hen oder nicht. Und schon bei E‑Autos siehts schlecht aus für so man­chen Zulie­fe­rer: Moto­ren, Ein­spritz­an­la­gen, Aus­puff­an­la­gen… braucht man dann nicht mehr.
Von Brenn­stoff gar nicht zu reden.

Flug­ver­kehr: Allein der Her­stel­ler Air­bus hat 133k Mit­ar­bei­ter. Auch hier müs­sen wir die Zulie­fe­rer hin­zu­rech­nen. Und die Flug­hä­fen mit all dem Ser­vice­per­so­nal, den Shops, den Zubrin­gern, der Secu­ri­ty…

Kreuz­fahr­ten: Hier in M‑V gibt es eine Werf­ten­in­dus­trie, die etwas nach der Wen­de von Zocker-Rus­sen gekauft wur­de und nun größ­ten­teils für einen malai­ischen Misch­kon­zern arbei­tet. Ein ein­zel­nes gro­ßes Kreuz­fahrt­schiff kos­tet wohl in etwa $500 Mil­lio­nen, hin­zu kommt, daß Expe­di­ti­ons­schif­fe (also klei­ne­re Kreuz­fahrt­schif­fe, die auch dort­hin fah­ren kön­nen, wohin die gro­ßen nicht kom­men: Eis­mee­re zum Bei­spiel) gera­de boo­men.
Für Kreuz­fah­rer läßt Kiel den Steu­er­zah­ler blu­ten. Und dabei ist es Quatsch: Die Tou­ris­ten kau­fen nur Tin­nef, das ist alles. Jeden­falls in Ros­tock wer­den sie vom Schiff in Bus­se gekippt und 200 Kilo­me­ter weit nach Ber­lin gekarrt. We nicht mit­fährt, bleibt an Bord zum Essen (all inclu­si­ve!) und geht dann viel­leicht an Land, um eine Plüsch­mö­we made in Chi­na zu kau­fen.

Und so wer­den uns die Poli­ti­ker erzäh­len, daß an Auto­ver­kehr, Flug­ver­kehr, Kreuz­fahr­ten ARBEITSPLÄTZE hän­gen und sie nun alles mit Augen­maß ange­hen müs­sen. Wobei Augen­maß heißt: Nach der nächs­ten Wahl sehen wir wei­ter.

Und des­we­gen gehen Umwelt­schutz und sozia­le Markt­wirt­schaft nicht zusam­men. Weil sozia­le Markt­wirt­schaft näm­lich nur eine Tarn­be­zeich­nung für Kapi­ta­lis­mus ist.

Sor­ry, Wal­ter Eucken, Du hat­test das wahr­schein­lich anders gedach­t¹


¹ ich habe eine sehr per­sön­li­che Bezie­hung zu sei­nem Vater Rudolf.

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Aufstieg auf den Jenzig

Moritz und ich natür­lich nur — Män­ner, wis­sen­schon!

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