#ausgelesen: Niels Lobmann: Die Römer

Ein kur­zes Büch­lein (das ist bei Ebooks ja schwer zu bemes­sen, aber ich den­ke, mehr als 2 Stun­den wird man für die­se Buch nicht benö­ti­gen) vor allem zur römi­schen Geschich­te, aber auch zu Kul­tur, Fami­lie, Skla­ven, Medi­zin… ein ziem­li­cher Rund­um­schlag.
Zuge­ge­be­ner­ma­ßen hat­te ich schon vor dem Lesen ein begrün­de­tes Vor­ur­teil: Das Titel­bild ist doch arg rei­ße­risch, aber nicht nur das: es stellt gar kei­ne Römer, son­dern einen Hopli­ten dar. Das ist dem Gra­fi­ker ver­zeih­lich, dem Autoren aber nicht.

Nun ja.

Zum Buch. Auf den paar Sei­ten wird der Ver­such unter­nom­men, einen Über­blick über ca. 1000 Jah­re römi­scher Geschich­te und Kul­tur zu lie­fern. Eine ambi­tio­nier­te Auf­ga­be, die erstaun­lich gut weil fak­ten­reich bewäl­tigt wur­de. Zum Preis der Ver­ein­fa­chung: es wird zwar jeder Aspekt behan­delt, aber in kur­zen Aus­sa­ge­sät­zen. Das war so, und dann kam der und hat das gemacht. Quel­len gibt es kei­ne, von Quel­len­kri­tik ganz zu schwei­gen. Und ganz sicher sind vie­le der Aus­sa­gen durch­aus umstrit­ten in der Wis­sen­schaft. So scheint der Autor die Lite­ra­tur­lis­te bei Wiki­pe­dia sorg­fäl­tig abge­ar­bei­tet zu haben — was nicht unbe­dingt schlecht ist. Die Stil ist aller­dings wirk­lich schlecht, der Autor kann nicht schrei­ben, größ­ten­teils besteht der Text aus einer Abfol­ge von Haupt­sät­zen. Und noch ein Haupt­satz und noch einer.

Lese­emp­feh­lung? Kommt drauf an. Mein Sechst­kläß­ler hat gera­de eine Pro­jekt­ar­beit über ein hal­bes Schul­jahr begon­nen, mit Schwer­punkt Rom. Für ihn ist es ein idea­les Buch: kurz und infor­ma­tiv (er liest das Buch gera­de jetzt im Bett 😀) Auch für alle zu emp­feh­len, die sich nur schnell mal einen Über­blick über römi­sche Geschich­te und römi­sches Leben bekom­men wol­len.
Für alle ande­ren: Nein.

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