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Spam Spam Spam, wonderful Spam

Nein, ist natür­lich nicht won­der­ful, der Spam.
Es fällt auf, daß der Groß­teil des Spams mitt­ler­wei­le nicht mehr aus Ruß­land, Chi­na oder Bra­si­li­en kommt, son­dern von genau zwei Anbie­tern: gmail und outlook.com.
Oh, ich bin mir sicher, daß sie ihre Kun­den soweit es geht vor Spam schüt­zen — aber offen­kun­dig tun sie nichts, ihre Kun­den selbst am Spam­men zu hin­dern. Ganz im Gegen­teil: SPF stimmt, DKIM stimmt, damit fliegt man schon mal ein gutes Stück unter den meis­ten Spam­fil­tern.
Nicht unter mei­nen, die scoren bei­des mit 0.1 (0 geht nicht bei Spam­As­sas­sin) Damit haben Goog­le und Micro­soft es geschafft, halb­wegs (halb­wegs wegen der Pro­ble­me mit Wei­ter­lei­tun­gen und Mai­ling­lis­ten) funk­tio­nie­ren­de Anti-Spam-Tech­ni­ken zu töten.
Ich kann nur jedem, dem an Email gele­gen ist, raten, von die­sen bei­den Mail­pro­vi­dern größt­mög­li­chen Abstand zu neh­men.

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HomeAssistant, Update fehlgeschlagen

Bei mir läuft HA 0.82.1, ich möch­te auf 0.83.1 updaten. Hin­ter­grund ist, daß nach einem Sonos-Update Text-to-Speech nicht mehr funk­tio­niert. Da dach­te ich, daß es viel­leicht mit einem aktu­el­len HA geht und habe upge­da­ted wie immer.
Danach ging kein Con­nect mehr auf TCP/8123, obwohl HA angeb­lich klag­los lief:

root@raspberrypi:/srv# systemctl status home-assistant@homeassistant.service
● home-assistant@homeassistant.service - Home Assistant
Loaded: loaded (/etc/systemd/system/home-assistant@homeassistant.service; enabled; vendor preset: enabled)
Active: active (running) since Fri 2018-11-30 19:38:03 CET; 1min 7s ago
Main PID: 4772 (hass)
CGroup: /system.slice/system-home\x2dassistant.slice/home-assistant@homeassistant.service
└─4772 /srv/homeassistant/bin/python3 /srv/homeassistant/bin/hass -c /home/homeassistant/.homeassistant

Nov 30 19:38:03 raspberrypi systemd[1]: Started Home Assistant.
Nov 30 19:38:09 raspberrypi hass[4772]: 2018-11-30 19:38:09 INFO (MainThread) [homeassistant.loader] Loaded websocket_api from homeassistant.components.websocket_api
Nov 30 19:38:09 raspberrypi hass[4772]: 2018-11-30 19:38:09 INFO (MainThread) [homeassistant.bootstrap] Home Assistant core initialized
Nov 30 19:38:09 raspberrypi hass[4772]: 2018-11-30 19:38:09 INFO (MainThread) [homeassistant.loader] Loaded logger from homeassistant.components.logger
Nov 30 19:38:09 raspberrypi hass[4772]: 2018-11-30 19:38:09 INFO (MainThread) [homeassistant.setup] Setting up logger
root@raspberrypi:/srv#

Aber lau­schen tut der nicht:

root@raspberrypi:/srv# netstat -tulpen | grep python
tcp 0 0 192.168.1.41:1400 0.0.0.0:* LISTEN 999 385576389 4772/python3
root@raspberrypi:/srv#

Mist!
Zum Glück gibts Back­ups 😉 Also das Back­up zurück­ge­spielt und:

root@raspberrypi:/srv# netstat -tulpen | grep python
tcp 0 0 192.168.1.41:1400 0.0.0.0:* LISTEN 999 385595390 6234/python3
tcp 0 0 0.0.0.0:8123 0.0.0.0:* LISTEN 999 385596186 6234/python3
udp 165952 0 0.0.0.0:5353 0.0.0.0:* 999 385596190 6234/python3
udp 165952 0 0.0.0.0:5353 0.0.0.0:* 999 385596189 6234/python3
udp 0 0 0.0.0.0:5353 0.0.0.0:* 999 385596187 6234/python3
udp 0 0 0.0.0.0:50199 0.0.0.0:* 999 385605044 6234/python3
root@raspberrypi:/srv#

Natür­lich geht Text-to-Speech nun wie­der nicht. Ging ganz gut, um die Kin­der zu erschre­cken 😉

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G+-Alternativen

G+ war mein zuhau­se, aus Grün­den, die Flo­ri­an bes­ser beschrie­ben hat als ich es könn­te. Jedoch: G+ macht dicht, und wenn Goog­le auf etwas gar kei­ne Rück­sicht nimmt, dann sind es sei­ne Nut­zer.
Stellt sich also die Fra­ge: Wohin?
Nie wie­der bit­te ein wal­led gar­den, bei dem man am Arsch ist, wenn der Anbie­ter nicht mehr mag.
Bei ist ist es dann (schein­bar, aber die Chan­cen ste­hen gut) Dia­spo­ra gewor­den. War­um? Weil es ein fedi­ver­se ist. Fede­ra­ti­on gibt es ja kaum noch, prak­tisch nur noch bei Email und Tele­fo­nie: jeder kann mit jedem, unab­hän­gig vom Dienst­leis­ter.
Das ist bei Dia­spo­ra genau so (ja, es geht nicht mit Google/Facebook, aber das ist die Schuld von Google/Facebook). Funk­tio­niert wohl auch bei ande­ren Netz­wer­ken (Hub­zil­la, GNU social, Mastodon) — für mich ist es aber erst­mal Dia­spo­ra.

Muß aber nicht so blei­ben.

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Bye-bye, Google+

Es ist zwar noch eini­ge Zeit, bis Goog­le+ end­gül­tig schlie­ßen wird, aber mei­ne Bud­dies pro­bie­ren alle schon aus, und mir scheint, daß momen­tan Dia­spo­ra führt.
Und da bei pluspora.com der Nut­zer­na­me “rai­ner” noch frei war, habe ich mich dort ange­mel­det, bin also rainer@pluspora.com.
Was auch eini­ges über die Nut­zer­ba­sis aus­sagt 🙂

 

//update 14. 2. 2019:
Und auf einer eige­nen frien­di­ca-Instanz bin ich nun auch: rainer@social.sokoll.com

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Google+ wird abgeschaltet

Stand ja über­all, auch bei Hei­se. Nun, für mich ist das viel­leicht kei­ne Kata­stro­phe, aber doch sehr ärger­lich. Bei Face­book bin ich nie gewe­sen, eine Zeit­lang bei Twit­ter, da waren mir dann aber die 140 Zei­chen¹ zu wenig und die gan­ze Twit­ter-Kul­tur in ihrer Hek­tik sagt mir nicht zu. Xing und Lin­kedin — da bin ich nicht die Ziel­grup­pe, und die Men­schen, die mich inter­es­sie­ren, schein­bar auch nicht. Bei G+ habe ich wirk­lich net­te (und auch ein paar weni­ger nicht ganz so net­te) Per­so­nen ken­nen­ge­lernt, man­che sogar per­sön­lich. Wenn G+ Ende August 2019 abge­schal­tet wird, wer­de ich hof­fent­lich eine Hei­mat gefun­den haben, in der ich auch die­se Per­so­nen wer­de lesen kön­nen. Mein Favo­rit momen­tan ist ja Dia­spo­ra, ein­fach weil man das auch sel­ber hos­ten kann. Ich bin ein gro­ßer Fan von Sel­ber­ma­chen. Aller­dings sieht das alles ande­re als ein­fach aus. Das “ein­fachs­te” was ich gefun­den habe, ist die­se Docker-Instal­la­ti­on. Und auch das liest sich nicht eben ein­fach. Nun ja, ein drei­vier­tel Jahr ist noch Zeit… — ¹ und das 280-Zei­chen-Limit macht es nicht bes­ser
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Na dann vielleicht bloggen?

Goog­le+ wird ein­ge­stellt.

Und machen wir uns nichts vor: Natür­lich wird es Pro­tes­te geben, Peti­tio­nen, Bet­teln. Wird alles nichts bewir­ken. Face­book hat den Krieg gewon­nen, und Goog­le sieht nur nicht­zah­len­de Kun­den.
Nun ja, ich habe dort wirk­lich tol­le Men­schen ken­nen­ge­lernt, ein paar Bekannt­schaf­ten wer­den viel­leicht blei­ben.
Viel­leicht schaf­fe ich es ja dann doch, mehr zu blog­gen.

Zum Bei­spiel über Home Assi­stant 🙂

homeassistant@raspberrypi:~/.homeassistant$ git commit -m "changed icons for lights" includes/customize.yaml
[master dfb8285] changed icons for lights
1 file changed, 10 insertions(+)
homeassistant@raspberrypi:~/.homeassistant$ git push
Zähle Objekte: 4, Fertig.
Delta compression using up to 4 threads.
Komprimiere Objekte: 100% (4/4), Fertig.
Schreibe Objekte: 100% (4/4), 1.09 KiB | 0 bytes/s, Fertig.
Total 4 (delta 3), reused 0 (delta 0)
To gitlab.sokoll.com:rainer/home-assistant.git
a50d3b5..dfb8285 master -> master
homeassistant@raspberrypi:~/.homeassistant$

resul­tiert dann in:

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Das Google-Urteil

Nach Recht­spre­chung des Euro­päi­schen Gerichts­ho­fes kann Goog­le (unter Vor­aus­set­zun­gen) gezwun­gen wer­den, Links zu ent­fer­nen. Das ist nun nichts neu­es, neu ist in die­sem Fal­le, daß jemand ver­langt hat­te, daß Goog­le Links auf für ihn pein­li­che Sei­ten zu ent­fer­nen (es ging wohl um eine weit zurück­lie­gen­de Pri­vat­in­sol­venz).
Das Urteil wird ja allent­hal­ben als welt­fremd und kon­tra­pro­duk­tiv ange­se­hen. Bele­ge dafür mag sich der geneig­te Leser sel­ber zusam­men­su­chen, es dürf­te nicht schwer fal­len. Die nach­voll­zieh­ba­re Begrün­dung: Es sol­len nur die Links auf die Sei­ten ent­fernt wer­den, nicht aber die Sei­ten sel­ber. Dar­um ging es aber auch nicht, schließ­lich ging es gegen Goog­le, und Goog­le ist nicht der Sei­ten­be­trei­ber.
Don’t shoot the mes­sen­ger wird gesagt, und Goog­le ist in die­sem Sze­na­rio eben der mes­sen­ger. Stimmt, das ist ein welt­frem­des Urteil.

Ich hal­te das Urteil für rich­tig.

Begrün­dung des Urteil, wie sie jeden­falls kol­por­tiert wird, ist die Tat­sa­che, daß Goog­le frem­de Daten ein­sam­melt und ver­ar­bei­tet. Der Spie­gel­fech­ter dazu:

Der Such­ma­schi­nen­be­trei­ber fällt damit unter die Richt­li­nie der EU zum Schutz natür­li­cher Per­so­nen und ist zur Löschung ver­pflich­tet.

Die Rich­ter hat­ten wahr­schein­lich gar kei­ne Mög­lich­keit, ein ande­res Urteil zu fäl­len. Wenn Recht und Gesetz gel­ten, dann war kein ande­res Urteil zu erwar­ten. Und wer bit­te soll­te zual­ler­erst die Geset­ze befol­gen, wenn nicht die Rich­ter?
Don’t shoot the mes­sen­ger! Die Rich­ter muß­ten ein kru­des Urteil fäl­len, weil die Geset­ze kru­de sind.
Statt Rich­ter­schel­te wäre Par­la­ments­schel­te ange­bracht.

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