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Die Unprofessionalität von Google

Was mich auf­regt: Klar pas­siert es auch bei mir auf Arbeit, daß Sys­te­me, die Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung stel­len, obso­let wer­den. Ent­we­der weil sie durch ande­re Sys­te­me ersetzt wer­den, oder weil es kei­nen Bedarf mehr gibt, der eine wei­te­re Pfle­ge die­ses Sys­tems wirt­schaft­lich recht­fer­ti­gen wür­de.
Und was machen wir dann? Wir schal­ten das Alt­sys­tem read-only und wahr­schein­lich nach eini­ger Zeit (sprich: meh­re­ren Mona­ten) dann ab.
Aber nicht Goog­le bei G+: Da wird hart der Strom aus­ge­knips­t¹.
Das sieht doch aus wie trump­sche Per­so­nal­po­li­tik: hire and fire. Viel­leicht ist die trump­sche Per­so­nal­po­li­tik ja gar nicht uname­ri­ka­nisch, genau­so­we­nig wie Goo­g­les Pro­dukt­po­li­tik?

Was wir gelernt haben soll­ten: Nut­zer sind irrele­vant, solan­ge sie kei­ne Kun­den sind. Das ist, nüch­tern betrach­tet, nun alles ande­re als über­ra­schend.
Aller­dings: Wenn man  auf die Nut­zer scheißt, wer­den die­se kaum Kun­den wer­den, das mei­ne ich mit Unpro­fes­sio­na­li­tät.

Wir soll­ten schon mal anfan­gen, Deja­NewsGoog­le Groups zu sichern…


¹ Nicht mal das haben sie hin­be­kom­men, der Mobil­cli­ent funk­tio­niert nach wie vor, und auch am Desk­top läuft es wei­ter, solan­ge man ange­mel­det ist.

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McGoogle, jemand zu Hause?

Die dre­hen ja völ­lig frei bei Goog­le.

Zeit, dem Laden end­gül­tig den Rücken zu keh­ren.
Viel­leicht noch die gmail-Adres­se als Spamton­ne wei­ter­ver­wen­den; glück­li­cher­wei­se habe ich gmail nie für ande­res als Goog­le sel­ber benutzt.

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Die Forderung nach 2FA

Behaup­tung: die meis­ten oder zumin­des­tens lau­tes­ten von denen, die nun 2FA ein­for­dern, haben 2FA nicht ver­stan­den.

Wie kommt der zwei­te Fak­tor zustan­de? SMS ist bäh, TOTP steht und fällt damit, daß das gemein­sa­me Geheim­nis auch wirk­lich geheim bleibt. Da muß man dem Her­stel­ler der App trau­en, dem Her­stel­ler des Betriebs­sys­tems sowie­so.

Doch viel wich­ti­ger: Mit 2FA kann man nur inter­ak­ti­ve Log­ins schüt­zen. Bei­spiel: Ich habe einen Web­mai­ler, der 2FA unter­stützt. Der Nut­zer ist der­sel­be, der sich mit sub­mis­si­on und IMAPS anmel­det, sel­ber Nut­zer­na­me, sel­bes Paß­wort und eben kein zwei­ter Fak­tor. Das heißt, es gibt meh­re­re Türen zum Zim­mer “Mail­box”, von denen nur eine Tür (Web­mai­ler) noch mal mit einem zwei­ten Schloß gesi­chert ist.

Anders zum Bei­spiel mein Next­Cloud: Da gibts auch 2FA, und es wird auch auto­ma­ti­siert zuge­grif­fen (z.B. der Desk­top-Cli­ent, Kalen­der, Adreß­buch…) Dafür gibts dann App-Paß­wör­ter. Das heißt, daß der Nut­zer­na­me über­all der­sel­be ist, der Kalen­der aber ein ande­res Paß­wort als das Adreß­buch hat usw. Dabei wer­den die Paß­wör­ter von Next­cloud sel­ber gene­riert und sehen ziem­lich stark aus — mer­ken kann man sich die defi­ni­tiv nicht.
Goog­le macht das genau­so.

2FA heißt eben nicht, daß damit auto­ma­tisch mehr Sicher­heit gewon­nen wird, es kommt schon dar­auf an, wie 2FA imple­men­tiert ist.
Immer­hin scha­det es nichts, 2FA anzu­schal­ten.

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Spam Spam Spam, wonderful Spam

Nein, ist natür­lich nicht won­der­ful, der Spam.
Es fällt auf, daß der Groß­teil des Spams mitt­ler­wei­le nicht mehr aus Ruß­land, Chi­na oder Bra­si­li­en kommt, son­dern von genau zwei Anbie­tern: gmail und outlook.com.
Oh, ich bin mir sicher, daß sie ihre Kun­den soweit es geht vor Spam schüt­zen — aber offen­kun­dig tun sie nichts, ihre Kun­den selbst am Spam­men zu hin­dern. Ganz im Gegen­teil: SPF stimmt, DKIM stimmt, damit fliegt man schon mal ein gutes Stück unter den meis­ten Spam­fil­tern.
Nicht unter mei­nen, die scoren bei­des mit 0.1 (0 geht nicht bei Spa­m­As­sas­sin) Damit haben Goog­le und Micro­soft es geschafft, halb­wegs (halb­wegs wegen der Pro­ble­me mit Wei­ter­lei­tun­gen und Mai­ling­lis­ten) funk­tio­nie­ren­de Anti-Spam-Tech­ni­ken zu töten.
Ich kann nur jedem, dem an Email gele­gen ist, raten, von die­sen bei­den Mail­pro­vi­dern größt­mög­li­chen Abstand zu neh­men.

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HomeAssistant, Update fehlgeschlagen

Bei mir läuft HA 0.82.1, ich möch­te auf 0.83.1 updaten. Hin­ter­grund ist, daß nach einem Sonos-Update Text-to-Speech nicht mehr funk­tio­niert. Da dach­te ich, daß es viel­leicht mit einem aktu­el­len HA geht und habe upge­da­ted wie immer.
Danach ging kein Con­nect mehr auf TCP/8123, obwohl HA angeb­lich klag­los lief:

root@raspberrypi:/srv# systemctl status home-assistant@homeassistant.service
● home-assistant@homeassistant.service - Home Assistant
Loaded: loaded (/etc/systemd/system/home-assistant@homeassistant.service; enabled; vendor preset: enabled)
Active: active (running) since Fri 2018-11-30 19:38:03 CET; 1min 7s ago
Main PID: 4772 (hass)
CGroup: /system.slice/system-home\x2dassistant.slice/home-assistant@homeassistant.service
└─4772 /srv/homeassistant/bin/python3 /srv/homeassistant/bin/hass -c /home/homeassistant/.homeassistant

Nov 30 19:38:03 raspberrypi systemd[1]: Started Home Assistant.
Nov 30 19:38:09 raspberrypi hass[4772]: 2018-11-30 19:38:09 INFO (MainThread) [homeassistant.loader] Loaded websocket_api from homeassistant.components.websocket_api
Nov 30 19:38:09 raspberrypi hass[4772]: 2018-11-30 19:38:09 INFO (MainThread) [homeassistant.bootstrap] Home Assistant core initialized
Nov 30 19:38:09 raspberrypi hass[4772]: 2018-11-30 19:38:09 INFO (MainThread) [homeassistant.loader] Loaded logger from homeassistant.components.logger
Nov 30 19:38:09 raspberrypi hass[4772]: 2018-11-30 19:38:09 INFO (MainThread) [homeassistant.setup] Setting up logger
root@raspberrypi:/srv#

Aber lau­schen tut der nicht:

root@raspberrypi:/srv# netstat -tulpen | grep python
tcp 0 0 192.168.1.41:1400 0.0.0.0:* LISTEN 999 385576389 4772/python3
root@raspberrypi:/srv#

Mist!
Zum Glück gibts Back­ups 😉 Also das Back­up zurück­ge­spielt und:

root@raspberrypi:/srv# netstat -tulpen | grep python
tcp 0 0 192.168.1.41:1400 0.0.0.0:* LISTEN 999 385595390 6234/python3
tcp 0 0 0.0.0.0:8123 0.0.0.0:* LISTEN 999 385596186 6234/python3
udp 165952 0 0.0.0.0:5353 0.0.0.0:* 999 385596190 6234/python3
udp 165952 0 0.0.0.0:5353 0.0.0.0:* 999 385596189 6234/python3
udp 0 0 0.0.0.0:5353 0.0.0.0:* 999 385596187 6234/python3
udp 0 0 0.0.0.0:50199 0.0.0.0:* 999 385605044 6234/python3
root@raspberrypi:/srv#

Natür­lich geht Text-to-Speech nun wie­der nicht. Ging ganz gut, um die Kin­der zu erschre­cken 😉

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G+-Alternativen

G+ war mein zuhau­se, aus Grün­den, die Flo­ri­an bes­ser beschrie­ben hat als ich es könn­te. Jedoch: G+ macht dicht, und wenn Goog­le auf etwas gar kei­ne Rück­sicht nimmt, dann sind es sei­ne Nut­zer.
Stellt sich also die Fra­ge: Wohin?
Nie wie­der bit­te ein wal­led gar­den, bei dem man am Arsch ist, wenn der Anbie­ter nicht mehr mag.
Bei ist ist es dann (schein­bar, aber die Chan­cen ste­hen gut) Dia­spo­ra gewor­den. War­um? Weil es ein fedi­ver­se ist. Fede­ra­ti­on gibt es ja kaum noch, prak­tisch nur noch bei Email und Tele­fo­nie: jeder kann mit jedem, unab­hän­gig vom Dienst­leis­ter.
Das ist bei Dia­spo­ra genau so (ja, es geht nicht mit Google/Facebook, aber das ist die Schuld von Google/Facebook). Funk­tio­niert wohl auch bei ande­ren Netz­wer­ken (Hub­zil­la, GNU soci­al, Mastodon) — für mich ist es aber erst­mal Dia­spo­ra.

Muß aber nicht so blei­ben.

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Bye-bye, Google+

Es ist zwar noch eini­ge Zeit, bis Goog­le+ end­gül­tig schlie­ßen wird, aber mei­ne Bud­dies pro­bie­ren alle schon aus, und mir scheint, daß momen­tan Dia­spo­ra führt.
Und da bei pluspora.com der Nut­zer­na­me “rai­ner” noch frei war, habe ich mich dort ange­mel­det, bin also rainer@pluspora.com.
Was auch eini­ges über die Nut­zer­ba­sis aus­sagt 🙂

 

//update 14. 2. 2019:
Und auf einer eige­nen fri­en­di­ca-Instanz bin ich nun auch: rainer@social.sokoll.com

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