Was LaTeX/Metafont mit den Nazis zu tun hat.

Vor Jah­ren (Jahr­zehn­ten?) such­te ich für LaTeX eine Frak­tur­schrift (als Initia­le) und hat­te kei­ne Ahnung. Bei den Recher­chen — das war sicher prä-Goog­le — stieß ich auf die­ses PDF. Ich hat­te eigent­lich nach Instal­la­ti­ons- und Benut­zungs­an­wei­sun­gen gesucht — und bekam eine ein­präg­sa­me Geschich­te der deut­schen Frak­tur. Von einem Grie­chen aus Frank­reich. Der sowas unsterb­li­ches schreibt:

Thanks to D. E. Knuth’s work, typeset­ting beco­mes an inter­pre­ta­ti­ve art wit­hin the reach of ever­yo­ne. You can belie­ve me, it is the same plea­su­re to read (esp. typeset) Goethe’s poems in Breitkopf’s Frak­tur as to hear (esp. play) Mozart’s Sona­tas on a Stein’s Pia­no­for­te.

Und ich hat­te doch nur nach einem README gesucht…

Jeden­falls lern­te ich in die­sem Text. daß Frak­tur anfäng­lich von den Nazis als “alt­deut­sche Schrift” ver­wen­det wur­de, aber schon 1941 wie­der abge­schafft wur­de.

Also falls ihr mal einem stol­zen Toit­schen mit Fak­tur auf dem T‑Shirt begeg­net, drückt ihm ein­fach “Typeset­ting Old Ger­man: Frak­tur, Schwa­ba­cher, Gotisch and Initi­als” von Yan­nis Har­al­am­bous in die Hand…

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