Kategorie: Politik

Svenja Schulze, die ahnungslose?

Umwelt­mi­nis­te­rin Schul­ze will Plas­tik­tü­ten ver­bie­ten — nun ja. Schau’ mer mal.

Eine bri­ti­sche Stu­die von 2006 kommt zu die­sem Ergeb­nis:

Type of car­ri­er HDPE bag (No secon­da­ry reu­se)
Paper bag 3
LDPE bag 4
Non-woven PP bag 11
Cot­ton bag 131

In other words: Gro­ce­ry shop­pers must use their cloth bags 131 times to see the envi­ron­men­tal bene­fits of using reu­se­ab­les that glo­bal war­ming alar­mists tout. On top of that, shop­pers who reu­se their plastic gro­ce­ry bags aren’t com­mit­ting the envi­ron­men­tal car­di­nal sin to the level that alar­mists claim.

HDPE, LDPE und PP sind Poly­ethy­le­ne, vul­go Plas­te, was ja ver­bo­ten wer­den soll. Blei­ben die Alter­na­ti­ven Papier­tü­te und Baum­woll­beu­tel. Eine Papier­tü­te ist also ab dem drit­ten Gebrauch als eine Plas­te­tü­te, ein Baum­woll­beu­tel aller­dings erst nach dem 131. mal!
Zählt doch mal nach, wie­vie­le Jute­beu­tel ihr im Haus­halt habt…

Das ist nicht­mal Sym­bol­po­li­tik, das ist umwelt­schäd­li­che Poli­tik. Sinn­voll wäre es, Plas­te­tü­ten wie­der­zu­ver­wen­den!

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Trump der Böse

Daß Trump ein dum­mer bau­ern­schlau­er Ras­sist ist, steht natür­lich außer Zwei­fel.

Nur: wir tun immer so, als sei der über die USA daher­ge­kom­men wie eine unvor­her­seh­ba­re Natur­ka­ta­stro­phe.
Ist er aber nicht.
Die NRA als extre­me Lob­by­or­ga­ni­sa­ti­on gibt es seit Jahr­zehn­ten. Als ich noch ab und an drü­ben war (ist län­ger her), wur­de mor­gens die USA Today unter der Hotel­zim­mer­tür durch­ge­scho­ben. Die hat­te jeden Tag nur ein The­ma: Ame­ri­ca! Ame­ri­ca! Ame­ri­ca ist natür­lich die USA, Kana­da, Mit­tel- und Süd­ame­ri­ka? Ame­ri­ca! Euro­pa und Asi­en fan­den jeden­falls auf den ers­ten Sei­ten gar kei­ne Erwäh­nung, wei­ter hin­ten dann unter fer­ner lie­fen.
Die­ses alber­ne Hand-aufs-Herz bei der Natio­nal­hym­ne.
Evan­ge­li­ka­le Tali­ban im TV.
Recht hat, wer sich im Recht fühlt und die grö­ße­re Wum­me hat (A‑Team, Air­wolf…)
Und­und­und.

Trump ist nur die sicht­ge­wor­de­ne Kon­se­quenz eines inhä­ren­ten Natio­na­lis­mus, der ganz tief geht.

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CO₂-Steuer

Über­all lese ich, die CO₂-Steu­er sol­le erhöht wer­den, wegen des Kli­mas. Aber bit­te nicht zuviel und dafür sol­len ander Belas­tun­gen mög­lichst gesenkt wer­den.
Ja, und was wird dann pas­sie­ren? Genau: Sprit wird teu­rer wer­den, und nie­mand wird weni­ger fah­ren.

Wenn schon, dann bit­te: eine RICHTIGE Erhö­hung, min­des­tens 50 ct/l, schnellst­mög­lich!

Ach so, ja, geht ja nicht, wegen der Wäh­ler­stim­men…

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Herr Sonneborn geht nach Brüssel

Son­ne­born geht 2014 für die PARTEI ins EU-Par­la­ment und berich­tet von dort über sei­ne Arbeit als frak­ti­ons­lo­ser Abge­ord­ne­ter.
Her­aus­ge­kom­men ist eine Art Tage­buch.
Sei­ten­wei­se fiel mir beim Lesen nur ein Kom­men­tar ein: WTF??? — denn berich­tet wird (der Autor ist Son­ne­born!) vor allem natür­lich von den end­lo­sen Absur­di­tä­ten in der EU-Poli­tik, der EU-Büro­kra­tie, und dazu von den Eitel­kei­ten vie­ler Abge­ord­ne­ter (sei­ne Lieb­lings-Ziel­schei­ben sind Elmar Brok, Jo Lei­nen und Udo Voigt)
Was er schreibt, ist soli­de recher­chiert (er hat eine tüch­ti­ge Assis­ten­tin) und mit Quel­len belegt — wahr­schein­lich schon, um sich Ver­leum­dungs­kla­gen vom Hals zu hal­ten 🙂
Es ist natür­lich das Buch eines Sati­ri­kers, noch dazu eines, der gewiß nicht an Selbst­zwei­feln lei­det. An man­chen Stel­len aber, nament­lich bei der EU-Hal­tung zur Mit­tel­meer­tra­gö­die, wird er ganz unsa­ti­risch und wütend und betrof­fen. Die PARTEI war viel­leicht mal als Spaß­pro­jekt gestar­tet, mitt­ler­wei­le ist sie erwach­sen gewor­den — und natür­lich noch immer eine Sati­re­par­tei, Gott­sei­dank!

Lei­der ist das Buch deut­lich zu lang gera­ten. Schein­bar woll­te Son­ne­born die gesam­te Legis­la­tur­pe­ri­ode abde­cken (was er auch getan hat). Doch etwa ab der Hälf­te oder dem zwei­ten Drit­tel wird es ermü­dend, die Per­so­nen sind mitt­ler­wei­le alle bekannt, der Betrieb beschrie­ben — da kom­men dann nur noch wei­te­re Anek­do­ten. Zum Ende hin woll­te ich nur noch fer­tig wer­den. Scha­de.

Lese­emp­feh­lung? Ja.

#aus­ge­le­sen

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Wasch mich — aber mach mich bitte nicht naß!

Mein Städt­chen hat ein grü­nen OB, und da gehört es sich natür­lich, daß der Kli­ma­not­stand aus­ge­ru­fen wird, zumal wenn das kei­ne Kon­se­quen­zen außer einer hof­fent­lich wohl­wol­len­den Bericht­erstat­tung hat.
Aber wenn es dann kos­tet, näm­lich Wäh­ler­stim­men, dann wer­den die cir­cen­ses schon mal für alter­na­tiv­los erklärt.
(Auf die CDU-Stim­men muß man nicht hören, die CDU hier ist von einem kläf­fen­den Maler­meis­ter domi­niert, der sich ernst­lich jeden neu­en Tag mit einem Poli­ti­ker ver­wech­selt)
Aller­dings: Ja, natür­lich! Ein Feu­er­werk ver­schmutzt die Luft, und wenn man die­se sau­ber hal­ten will, muß man aufs Feu­er­werk ver­zich­ten. Auch als Grüner/Linker/Tierschützer.

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Irre

Das EU-Par­la­ment ist ja nicht nur in Brüs­sel, son­dern auch in Straß­burg.

Für den Film befra­ge ich Ulri­ke Lun­acek, die etwa 60-jäh­ri­ge Par­la­ments-Vize­prä­si­den­tin der Grü­nen, zu den Umzü­gen: »Frau Lun­acek, was bedeu­tet das, monat­li­cher Umzug von Brüs­sel nach Straß­burg?« Die freund­li­che Öster­rei­che­rin ant­wor­tet: »Das bedeu­tet im Jahr rund 20000 Ton­nen CO2-Aus­stoß, das ist so viel wie 13000 Flü­ge Lon­don nach New York und retour – nur weil wir hier zwi­schen zwei Stand­or­ten pen­deln. Das bedeu­tet auch Aus­ga­ben. Vom Rech­nungs­hof berech­ne­te 114 Mil­lio­nen, wir haben berech­net 180 Mil­lio­nen Euro, die hier ver­geu­det wer­den. Und ich fra­ge mich immer: Wel­ches Unter­neh­men wür­de auf die absur­de Idee kom­men, 3000 sei­ner Mit­ar­bei­ter jeden Monat für drei Näch­te und vier Tage woan­ders hin­zu­ver­frach­ten?«

Toll, daß es end­lich den Trink­hal­men an den Kra­gen gehen soll!

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Die Quoten-Karrieristen

Also von der Ley­en geb. Minis­ter­prä­si­den­ten­toch­ter bedient die Frau­en-Quo­te, Spahn die Schwu­len-Quo­te. Auf der nach unten offe­nen Kom­pe­tenz-Ska­le sind bei­de eher weit unten zu ver­or­ten, aber das spielt für die Kar­rie­re kei­ne Rol­le — egal auch, wie­viel man in sei­nem Poli­ti­kerle­ben schon ver­kackt hat.

Mir fällt Fan­ny van Dan­nen ein:

Und nein, die Hosen sind NICHT die Autoren!

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Spricht ja wohl für sich selbst

DDR, 80-er Jah­re, Ost­rock:

das sel­be land zu lan­ge geseh’n
die sel­be spra­che zu lan­ge gehört
zu lan­ge gewar­tet
zu lan­ge gehofft
zu lan­ge die alten män­ner ver­ehrt
ich bin rum­ge­rannt
zu viel rum­ge­rannt
zu viel rum­ge­rannt
ist doch nichts pas­siert

So haben sich dann zum ende der DDR immer mehr gefühlt. Man­che sind abge­hau­en, die meis­ten geblie­ben, vie­le des­il­lu­sio­niert.

Ein groß­ar­ti­ges Lied.

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