Die letzen Caches
Rainer | 3. November 2009Am Sonntag waren Moritz, ein netter Kollege und ich wieder cachen. Dabei habe ich etwas über die Eisenbahnline Porstendorf-Crossen gelernt. Den ausführlichen Bericht gibts bei Moritz.
Am Sonntag waren Moritz, ein netter Kollege und ich wieder cachen. Dabei habe ich etwas über die Eisenbahnline Porstendorf-Crossen gelernt. Den ausführlichen Bericht gibts bei Moritz.
Doch der Reihe nach: Moritz und ich gingen – das Wetter war wieder prächtig – zu unserem nun fast kanonischen Sonntags-Nachmittags-Caching.
Ich hatte mir das Rautal-Denkmal vorgenommen. Das Auto stellten wir nördlich davon ab – am Ende des kleinen Stichstraße, die man hier links oben gestrichelt sehen kann. Der Cache selber befindet sich beim Burschenplatz, und auf der Karte kann man auch sehr schön sehen, daß es gar keinen Weg vom Auto dorthin gibt. Hätte ich doch bereits zu Hause genauer hingesehen!
So sind wir also auf etlichen Um- und Schleichwegen doch noch ganz tief unten im Tal angelangt und fanden den Cache auch schnell. Leider nur ein Mikro, also eine Filmdose ohne Tauschmöglichkeit für Moritz. Der nahm es aber nicht so tragisch, sondern freute sich über die Sitzgelegenheit gleich daneben, wo er vergnügt eine Tafel Schokolade mampfte.
Dann kam mein nächster Fehler: Laut GPS gibt es einen weiteren Cache ganz in der Nähe – nämlich diesen hier. Nun ja, ganz in der Nähe ist relativ – Luftlinie wars ja wirklich dicht, allerdings standen wir ganz unten und mußten ganz nach oben auf den Berg. Und das Rautal hat sehr steile Flanken! Aber Sportskanonen wie Moritz und ich sind, haben wir den Aufstieg gewagt. Das war wirklich anstrengend und wohl auch nicht ungefährlich. Bine hätte uns das ganz sicherlich nicht gestattet. Jedenfalls sind wir doch oben angekommen und hatten einen phantastischen Blick über eine Kirschplantage hinweg auf Jena. Noch dazu laut GPS 5 Meter neben dem Cache. Den wir aber dennoch nicht gefunden haben – aber auch das gehört wohl zum Geocaching. Jedenfalls nutzte Moritz seine Zeit für Kekse und Flasche, und gestärkt machten wir uns auf den Rückweg. Da ich nicht wieder Zickzack durch den Wald gehen wollte, nahmen wir diesmal die Straße. Das machte natürlich wenig Spaß. Auf dem Asphalt läuft es sich nicht gut, und ab und an kommt ja auch ein Auto. Jedenfalls sind wir so bestimmt nochmal eine Stunde gelaufen, bis wir am Auto waren. Moritz lief die ganze Zeit an meiner Hand und war recht wortkarg, lief aber tapfer.
Endlich am Auto angekommen, fuhren wir nach Hause. Dort nahm ich ihn aus dem Kindersitz, stellte ihn ab und wollte mit ihm ins Haus gehen – nach vielleicht 10 Meter bis zur Haustüre. Da fing er an zu ningeln:
Papa, meine Schuhe tun weh! Kannste mich tragen?
Offensichtlich brannten ihm die Füße.
Normalerweise gehen wir nach dem Cachen ja noch in die Gaststätte auf ein Bier und einen Saft, aber diesmal dachte er nicht einmal daran. Er war einfach nur fertig. Jedenfalls so ca. eine halbe Stunde lang
Heute nachmittag waren Moritz und ich unterwegs, um diesen Cache zu heben. Es war ein wunderschöner, für Ende September eigentlich deutlich zu warmer Nachmittag – und wir waren auch zu warm angezogen. Durch den teils doch recht steilen Aufstieg (Moritz hat vor steilen Pfaden Angst) sind wir beide ordentlich ins Schwitzen gekommen, wurden dann aber mit herrlichem Rundblick belohnt.
Der Cache selber wehrte sich gegen ein schnelles Finden, verlor dann aber nach ca. 30 Minuten Suchen.
Moritz hat sich für eine Haarspange entschieden ![]()
Er war dann auf dem Rückweg so kaputt, daß er mir im Auto einschlief. Dann sind wir aber doch noch mit Bine und Sophia in die Wagnergasse gegangen – auf seine Gaststätte nach erfolgreichem Caching besteht er. Dort hatten wir:
Und dann wieder nach Hause – wieder ein schöner Nachmittag!
Wahrscheinlich werden wir, schönes Wetter vorausgesetzt, am nächsten Wochenende Bine und Sophia mitnehmen.
Heute nachmittag sind Moritz und ich wieder los, diesmal wollten wir den (wiederbelebten) Alexander-Cache finden. Die Beschreibung der Wanderung spare ich mir an dieser Stelle, sie wird in Moritz’ Blog zu finden sein ist in Moritz’ Blog zu finden.
Ich gebe zu, ein Protzo-GPS – ein iPhone – zu verwenden. Dafür gibts eine schöne App von Groundspeak – und die ist wirklich gut, sofern man einen Account bei geocaching.com verwendet. Ein sehr nützliches Feature ist es, anstatt der voreingestellten Karten von Microsoft die von Openstreetmap zu verwenden – der Unterschied ist signifikant.
Insbesondere im Wald hat uns die Karte von Openstreetmap sehr geholfen, da dort wirklich jeder kleine Weg eingezeichnet ist¹
Den Alexander-Cache hatten wir dann schnell gefunden und die Aussicht genossen – und Moritz wollte das nächste Versteck suchen. Auch hier half uns die iPhone-App weiter, denn sie hat eine Funktion: “Caches in der Nähe suchen” – perfekt für Moritz’ Anforderung.
Und so beschloß ich, daß wir uns noch an der kleinen Oase versuchen könnten. Auf dem Weg dorthin kam ich durch sehr schöne Jenaer Gegenden, in die ich noch nie einen Fuß gesetzt hatte
Auch hier führte uns das iPhone zuverlässig – allerdings war dann doch ein Nachteil gegenüber einem “richtigen” GPS-Empfänger zu bemerken: Die Akkulaufzeit. Ich denke mal, daß nach etwa einer Stunde Navigieren mein Telefon schlappmacht. Aber wenn man das weiß, kann man sich darauf ja einstellen.
Insgesamt waren wir (Kneipenaufenthalt eingerechnet) wieder fast 3 Stunden unterwegs.
Nachdem ich mir in letzter Zeit etwas näher Geocaching angesehen habe, wollte ich es heute doch mal wissen. Man ist ja eigentlich zu faul zum Herausgehen, aber Moritz hatte mal wieder alle Kraft der Welt und mußte unbedingt ‘raus. Was lag also näher, als einen einfachen Cache in der näheren Umgebung zu suchen?
Also auf zum Suchen des Sonnenbergblicks!
Nachdem wir uns erst verfranzt hatten, wurde er doch schnell gefunden.
Zu meiner Überraschung war ein Travel-Bug enthalten, der nach Virginia möchte – da ich nicht vorhabe, demnächst Amerika zu besuchen, habe ich das possierliche Tier drin gelassen.
Rückweg über Papiermühle, noch ein Bier abgefaßt und dann nach Hause. Alles in Allem gute drei Stunden draußen – das war der Plan
Siehe auch bei Moritz.

