Update zum Telefonterror
Rainer | 11. Dezember 2009Die nerven, wirklich. Ich habe tagsüber ca. 5 bis 10 Anrufe, neuerdings aber nur noch mit Rufnummernübergabe. Nun, mein Telefon kann auch anonym anrufen, also habe ich mal zurückgerufen – Pustekuchen: “Nummer nicht erreichbar” zeigt mir das Display des Telefons.
Aber etwas sehr Feines habe ich gefunden: Das Gegenskript (Original, lokale Kopie).
Vorhin rief wieder einer an, da habe ich das mal ausprobiert – und es funktioniert! Der gute Mann war zwar etwas perplex ob meiner Fragen, hat sie aber brav alle beantwortet.
Das lief dann etwa so:
<Telefon klingelt>
Ich: “Ja?”
<mehrere Sekunden Schweigen>
Er: “Kann ich bitte Frau Sokoll sprechen?”
Ich: “Mit wem spreche ich?”
Er: Genuschel
Ich: “Können Sie das bitte buchstabieren?”
Er buchstabiert Konrad Walzer (keine Ahnung, ob das wirklich sein Name ist)
Ich: “Woher haben Sie denn diese Nummer?”
Er, nach kurzem Schweigen: “Die hat Frau Sokoll bei uns hinterlassen”
Ich: “Aha. Und machen Sie ihren Job in Vollzeit?”
Er: “Ja.”
Ich: “Und? Gefällt der Job Ihnen?”
Er: “Ja, sonst würde ich ihn ja nicht machen.”
Ich: “Und wielange machen Sie den Job schon?”
Er: “Noch nicht lange, etwa 6 Monate.”
Ich: “Was verdienen Sie denn da?”
Er: “Das ist doch wohl Privatsache. Was verdienen Sie denn so?”
Ich: “Das ist doch wohl Privatsache. Wohnen Sie auch in Jena?”
Er: “??? Ich verstehe nicht…”
Ich: “Na, ob sie auch in Jena wohnen?”
Er: “Nein, ich wohne in Krefeld.”
Ich: “Und, ist es schön in Krefeld?”
Er: “Ja, aber das Wetter ist im Moment nicht schön”
An dieser Stelle bin ich im Skript verrutscht. Eigentlich wäre jetzt die Frage nach der Freistellung für Zahnarztbesuche dran gewesen.
Ich: “Welche Zahnpasta benutzen Sie?”
Er, nach kurzem Zögern: “Odol med 3. Haben Sie noch mehr Fragen?”
Ich: “Ja, jede Menge. Aber ich habe keine Lust mehr. Einen schönen Tag noch!”
Und aufgelegt.
He, das hat richtig Spaß gemacht!







Schöne Idee, ich hatte es damals aber anders gemacht. Als die mich vor ein paar Jahren nervten und fragten warum ich nicht im Lotto gewinnen möchte, antwortete ich: “Wenn ich Geld brauche bringe ich Pfandflaschen zurück.” Seitdem hatte ich meine Ruhe vor denen.